Jahresrückblick 2006

Das Jahr 2006 ist zu Ende, Zeit für einen kleinen Rückblick.

Es war für mich ein durchwachsenes Jahr mit Höhen und Tiefen und das in allen Lebenssituationen.

Ich bin ja kein Kind von Traurigkeit und deshalb möchte ich auch überwiegend gutes aus dem Jahr 2006 ziehen. Mein Optimismus hat das ein oder andere Mal einen herben Dämpfer bekommen, Menschen aus meinem Umfeld haben mich enttäuscht, aber vielleicht habe ich auch manch einen enttäuscht?! Doch die positiven Aspekte sind es, die mich mein Leben so lieben lassen. Tiefschläge können ja auch sehr lehrreich sein und das waren sie alle. Es gab Situationen, wie ich sie in meinen 28 Jahren Dasein noch nicht hatte und ich musste lernen damit umzugehen. Wer hinfällt, zeigt Größe wenn er aufsteht. Also bin ich wieder aufgestanden. Na klar nicht ganz ohne Hilfe. Und deshalb möchte ich diese Kolumne nutzen, Danke zu sagen. Der größte Dank gilt meinen Eltern. Ohne sie würde es mich bekanntlich nicht geben und das Leben ist so wundervoll. Unterstützung jederzeit garantiert. Danke an meinen großen Bruder, meinem besten Freund. Mehr muss man dazu nicht sagen. Danke an meine Verwandtschaft, die sich mit viel Kraft um Oma kümmert, was ich leider nicht kann. Danke an Oma, dass du mich nicht im Stich lässt. Danke an meine Cousine Petula mit ihren Sonnenscheinen Tim und Jann. Bei den beiden konnte ich immer abschalten. Danke an Freundin Ina, ohne die der wundervolle Urlaub in Venezuela nicht wundervoll geworden wäre und die mir das ein oder andere Mal Denkanstöße gegeben hat. Sie hat halt schon ein paar Jahre mehr Lebenserfahrung, gel?! Danke an meine Arbeitskollegen, insbesondere Lucie und Roland, die in diesem Jahr mehr als nur Arbeitskollegen geworden sind. Die mich im Büro den ein oder anderen Tag aufgepäppelt haben. Danke an mein Radlteam mit Peg, Karin, Melli und Caro. Ohne die würde das Radfahren kein Spaß machen. Gerade Karin habe ich nicht nur im Bezug auf´s Radeln dieses Jahr besonders schätzen gelernt. Danke an Jürgen und Andrea. Da bekommt man immer was zu essen und kann auch sein Herz ausschütten. Dank gilt aber auch an Manja, Anke, Aylin und Jaqui - Freunde aus Cottbuser Zeiten, dir mir auch nach 6 Jahren Abstinenz die Treue halten. Danke aber auch an eine ganz besondere Person in meinem Leben. Zitat von dieser: „Ich bin gut für dich, aber du bist noch besser für mich." Auch hier habe ich viel für´s Leben gelernt.

Den Kopf nicht in den Sand stecken, nicht vor Problemen und schwierigen Situationen wegrennen, für das kämpfen, was einem lieb und teuer ist. Dinge versuchen auch anders zu sehen (danke Karin!!!). Dies hat einiges bei mir bewegt. Man lernt ja bekanntlich nie aus und auch mit 28 Jahren ist man das ein oder andere Mal noch naiv.

Einige Dinge, die mir aus dem Jahr 2006 positiv in Erinerung bleiben werden:

Ich besuchte mit Freundin Peggy Paris. Regen, aber viele neue Eindrücke.

Der Vize-Weltmeistertitel von Trixi bei den Radweltmeisterschaften in Salzburg und ich war dabei.

Meine Cousine bringt ihren 2ten Sohn Tim auf die Welt und ihr 1. Sohn Jann wird eingeschult.

Ich bringe Kollege und Kumpel Roland das Rad fahren bei und er wird bei seinem 1. Triathlon in Willich Zweiter hinter Halbradprofi Jakob Wamser aus Krefeld.

Ich gewinne die Westfalenmeisterschaft auf von mir ungeliebtem Terrain. Leider wurde kurze Zeit später krank und konnte keine Radrennen mehr bestreiten.

Ich reise mit Freundin Ina das erste Mal aus Europa heraus und verbringe 10 traumhafte Tage in Venezuela.

Ich schließe mein Sportmanagementstudium erfolgreich ab.

Voller Zuversicht und Optimismus blicke ins neue Jahr. Ich habe mir einige Ziele gesteckt und werde versuchen ab und an ein wenig mehr an mich selbst zu denken.

Für die Treue meiner Leser und Leserinnen vielen Dank. Ich wünsche euch allen alles erdenklich Gute für das Jahr 2007. Und immer dran denken. Alles im Leben hat einen Sinn!!!

Bis die Tage

Eure Lilli
Das Jahr neigt sich dem Ende (25.-31.12.2006)

Das ist meine 52igste Kolumne, was soviel bedeutet, das Jahr neigt sich dem Ende. 1 Jahr gibt es nun meine wöchentliche Kolumne und ich habe immer noch Spaß am tippen.

Am 1. Weihnachtsfeiertag passierte eigentlich nicht viel. Ich widmete mich viel den beiden jüngsten, aß zum Mittag Ente * mmmh *, machte ein Mittagsschläfchen und schaute am Abend mit meinem Cousin und meiner Cousine „Tatsächlich Liebe".

Am Dienstag stand dann der Geburtstag meiner Tante auf dem Plan. Nachdem ich mir den Kuchen reingepfiffen hatte, ging ich mit den Kiddis spielen. Wir malten in Malbüchern, ich bekam Lob von meiner 4 jährigen Cousine Isabelle, wie toll ich das mache * stolz sein * und nach dem Abendessen haute ich mit meinem Cousin von der Party ab.

Am Vormittag ging die Reise mit meinen Eltern gen Cottbus. Mein Bruder war schon am Vortag abgereist. Er gehört zu den fleißigen, die am 26.12. arbeiten müssen. Tja die Leute wollen am 27.12. ja wieder was lesen also muss der Herr Journalist ran. In Cottbus angekommen, ging ich mal ne Runde joggen. Um 19 Uhr traf ich mich dann mit Jean, Manja und Ina im Brau & Bistro in der Altstadt. Auch schon traditionell.

Es schneite. Okay nicht viel aber immerhin und es war spiegelglatt. Mein Dad kam vom einkaufen und ich nahm sein Tourenrad. Boa ist das kalt. Erst ging es zur Sparkasse. Hier holte ich 42 Seiten Kontoauszüge. Das letzte Mal tat ich dies im Juni. Aber die Leute hinter mir blieben ganz gelassen. Dann ging es weiter in den Baumarkt. An einer Kreuzung rutschen dann 2 Radler vor mir auf dem Eis mit samt ihren Einkäufen weg. Ich hab mich voll erschrocken, konnte mich aber gerade noch so halten. Anschließend noch die Cd für meine Steuererklärung im Aldi geholt und dann wieder ab ins Warme. Und jetzt weiß ich nicht mehr wie es genau war. Entweder bin ich an diesem Tag noch mit meiner Mama in die Stadt zum shoppen oder am nächsten Tag.

Wenn ich am Donnerstag shoppen war, dann war ich wohl den ganzen Freitag richtig faul. Ach nee, ich hab für Papa noch Preisrätsel gelöst. Tzzz.

Samstag machte ich mich dann wieder auf den Weg gen Hilden. Eigentlich wollte ich noch in Herford beim Cross Rennen vorbeischauen, doch kaum war ich im goldenen Westen, schiffte es. Es regnete nicht, es goss wie aus Eimern. Also weiter und nach 5 h erreichte ich Hilden. Ich entschloss mich zum Handballspiel der HSG Düsseldorf zu fahren, doch als ich die Ticketpreise im Internet las (18 Euro) wurde mir anders. Also doch auf die Couch hauen. Hmmmh. Vielleicht ist auch ne Fahrt in den örtlichen Baumarkt nicht schlecht. Ich hab seit ca. 3 Wochen kein Licht im Wohnzimmer und habe es nie geschafft ne neue Birne zu holen. So tat ich dies an diesem Abend.

Silvestertag. So richtig hatte ich ja eigentlich nix vor. Am Nachmittag verabredete ich mich dann spontan mit Karin. Da kann ich ja gleich den geliehenen Radkoffer mitnehmen. Hui, da ist ja mein Rad noch drin. Jetzt kann ich es auch gleich putzen. Und wie. Sogar mit Kettenblätter ab und so. Um kurz nach 19 Uhr fuhr ich dann nach Bochum. Wir kochten dann gemeinsam zu Abend und später gesellte sich noch ein Kollege von Karin´s Weiterbildung dazu. Um 23.30 Uhr latschten wir dann in die City von Bochum. Boa hier ist ja die Hölle los. Klasse Feuerwerk. Wir kehrten dann noch im Ullrich´s ein und als Karin dann ihrem Kollegen erzählte, dass ich diejenige bin, mit der sie soviel Blödsinn auf der Autobahn von Salzburg nach Düsseldorf gemacht hat, meinte dieser doch glatt, dass er sich das gut vorstellen könnte. Hä? Der kannte mich doch gerade mal paar Stunden. Ich bin doch ne ganz liebe und total schüchtern. Wir blieben bis kurz vor 3 Uhr. Ich fuhr dann wieder nach Hilden und musste mich tierisch konzentrieren während der Fahrt. Regen ohne Ende, Sturm und bissl müde war ich auch. Aber ich kam heile heim und so steht einem super Jahr 2007 nichts im Wege.

Bis zur nächsten Woche und bis zum nächsten Jahr

Eure Lilli
Oh du fröhliche Weihnachtszeit (18.-24.12.2006)

Nun hatten mich also meine Arbeitskollegen und der Alltag wieder. Aber 5 Tage bis zum nächsten Urlaub halte ich schon durch. Im Büro war einiges angefallen in den letzten Tagen und so war mir auch nicht langweilig. Zum Feierabend watschelte ich dann noch zur Sparkasse um über Western Union, was mir bis dato völlig unbekannt war, dass Portogeld von 50 Euro von meinem Rumänen zu holen, um das Rad endlich verschicken zu können.

Dienstag dann fast das gleiche Spiel, nur dass der Tag weniger erfreulich endete. Mit Gliederschmerzen stiefelte ich ins Bett. Oje.

Es kam was kommen musste. Mich hat es erwischt. Kaum geschlafen, griff ich am Morgen zum Telefonhörer und meldete mich krank. Ich hatte so ein schlechtes Gewissen. Aber es ging beim besten Willen nicht. Den Tag verbrachte ich mit inhalieren, schlafen, inhalieren, schlafen, nahm zwischendurch ein heißes Bad und versuchte alles, um einigermaßen fit wieder zu werden.

Da ich am Mittwoch aufgrund meiner Schlappheit das Rad auch noch nicht verschiffen konnte, tat ich dies am Donnerstag. Wirklich gut ging es mir aber noch nicht. Ich stand also kurz nach 5 Uhr auf und fuhr nach Düsseldorf in die Worringer Straße. Dort sollten irgendwo Busse stehen, wo ich das Rad abgeben konnte. Ich fand diese Busse auch schnell, aber wie nun weiter. Ah da Jungs mit Paketen. „Ey sprecht ihr deutsch?" Verdutztes schauen. „Ja." Ich fragte ganz hilflos, was ich denn nun tun müsste, damit das Rad mitgenommen wird? Sie schickten mich zum Busfahrer, der mir dann einen Zettel zum ausfüllen gab. Kostenpunkt für den Transport 35 Euro. Oh schön, dann hab ich ja noch 15 Euro gut gemacht. Busfahrer „Ich kann aber nur Sachen mitnehmen, die einen Wert von 75 Euro haben. Für alles andere brauche ich ne Kaufquittung." Hä, mach kein Scheiß, Junge dachte ich mir. Wenn der wüsste, dass da auch noch ne teure Kamera drin ist in dem Karton. Aber was blieb mir anderes übrig, als zuzustimmen und so packte ich ein Rad und eine Fotokamera im Gesamtwert von 75 Euro * grins * in den Kofferraum des Reisebusses. Egal wird schon ankommen, ich wollte das Rad endlich weghaben. Um 6.30 Uhr machte ich mich dann gleich auf den Weg in die Firma, wo ich schon vor 7 Uhr eintraf. Paracetamol hielten mich an diesem Tage am Leben. Manche zeigen mir jetzt bestimmt nen Vogel, aber ich war 11 h !!! im Büro.

Der letzte Arbeitstag in diesem Jahr. Weihnachtszeit, Zeit zum entspannen. Das tat ich dann auch und verlängerte etwas meine Mittagspause. Anschließend noch bissl den Abschied von Sarah und meinem Praktikanten gefeiert * schnief *. Mit wem übe ich denn nun russisch weiter? Um 17 Uhr wünschte ich allen ein frohes Fest und haute ab. Es ging zu Europcar den bestellten Kombi abholen. Genau nen Kombi hatte ich bestellt und was bekam ich? Nen Golf 5. Aaaaah. Okay 6 Gänge, aber der Kofferraum. Ich wolllte doch mein Rad mitnehmen und 3 weitere Personen mit Gepäck. Ich hätte dem Typen an die Gurgel gehen können. Aber zu ändern war es nicht. Um 18.30 Uhr pünktlich!!! trudelte dann noch Peg ein und unser Weihnachtsessen fand wo statt? Genau bei Da Pino. Wir hatten uns ja auch schon ne ganze Weile nicht gesehen. Um 23 Uhr war ich dann unter der Decke und konnte nicht pennen, weil ich mir die ganze Zeit Gedanken gemacht habe, wie ich die Leute bei dem Auto wegbekommen soll.

Um kurz nach 5 Uhr klingelte der Wecker. Um 6 Uhr sammelte ich dann Daniela aus Löbau und Hannes aus Leipzig am Düsseldorfer Hauptbahnhof ein und unsere Reise konnte beginnen. Bis jetzt passte alles, aber in Rheda Wiedenbrück kam ja noch Roberto aus Bautzen dazu. Es wurde alles halb so schlimm. Meiner Packkunst sei Dank. Während der Fahrt schliefen meine Mitfahrer und ich hatte freie Bahn. In Leipzig schmiss ich Hannes raus und zu dritt ging es nach Bautzen. Nach 750 Kilometer und 5,5 h Fahrtzeit waren wir im Sorbenland angekommen. Raus mit den beiden und weiter ins 10 Kilometer entfernte Dorf. Jann empfing mich mit offenen Armen. Ich bin zu Hause ging mir durch den Kopf. Sogleich klingelte mein Handy. Wo biste? Martin und ich wollen einkaufen fahren, sprach mein Bruder. Also schnell nen Happen essen und dann schon wieder auf Tour. Diesmal war unser Einkaufsbummel also schon am 23.12. Sonst ist ja immer der 24.12. In der Stadt verbrachten wir den ganzen Nachmittag und kehrten mit leerem Geldbeutel und knurrendem Magen zurück.

Heiligabend. Aber bei uns fängt es ja immer schon vor dem Abend an. Die Kiddis sind ja ungeduldig und wenn ich ehrlich bin, war ich es auch. Ich war ja so lieb und erhoffte mir viiiiiiiele Geschenke. Nach dem Kaffee um 15 Uhr ging es los. Oh soviel Spielzeug. Tim wusste mit seinen 5 Monaten gar nicht was los ist. Ich bekam auch mein 1. Geschenk. Eine Tasse mit Foto von Jann und Tim. Genial. Jetzt hab ich sie beide ganz nah bei mir. Dann gab es noch Musical Karten für Dirty Dancing und ne DVD für mich und ne neue Einkleidung. Nach dem traditionellen Heiligabendabendessen Kartoffelsalat mit Würstchen schauten wir noch TV und dann war auch dieser Tag Geschichte.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Sonne tanken (11.-17.12.2006)

Die Woche begann wieder mit einer kleinen Radlrunde in der Sonne. Ich fuhr kurz vor 10 Uhr wieder los und irgendwann kamen wieder die schnellen Radler an mir vorbei. Ich dachte ich kann so vor mich hin pedalieren, aber nein, ein junger Mountainbiker aus Wiesbaden wich nicht von meiner Seite. Ich hoffte mein Tempo sei ihm irgendwann zu langsam, aber dem war wohl nicht so. Ach ja und dann war ja da noch der Unfall mit einem Seniorfahrer. Der stiefelte in einem zügigen Tempo an mir vorbei um dann wieder vor mir zu drehen aber nicht nur vor mir sondern auch knapp vor einem Auto. Er fuhr dann der 10 Uhr Ballermann 6 Gruppe entgegen und wendete wieder vor denen. Diesmal hatte er aber nicht soviel Glück. Rums lag er auf der Frontscheibe des Autos. Ihm passierte wohl nicht soviel, aber das Rad war Schrott. Kopfschüttel.

Am Dienstag ließ ich mal die Faulheit durchdringen. Ich begleitete ganz kurz die Steffi aus Berlin und machte mich dann auf zur Shopping Tour nach Palma. Dank der zahlreichen Spenden konnte ich mir Ossi nun auch mal was kaufen und musste mir nicht einmal mehr was zusammen klauen. Als meine Beine mich nicht weiter trugen, kehrte ich nach Playa de Palma zurück. Dort schaute ich noch beim Animationsprogramm für die Senioren vorbei und haute mich dann auf´s Zimmer.

Meine Mittwochsradltour absolvierte ich mit 4 Mädels aus Thüringen. Die sind wohl auch dem Weihnachtsstreß entflohen. Bei dieser Runde erwischte uns dann auch noch ein kleiner Regenschauer, aber halb so schlimm.

Auch die nächste Radleinheit fuhr ich mit den o. g. Frauenfahrerinnen. Hier erfuhr ich die ein oder andere Neuigkeit. Ich muss ja auf dem Laufenden bleiben ne?! Nachmittag ging ich mal ne längere Zeit ins Internetcafé.

Freitag - Freier Tag. Nö heute bleib ich mal im Bett. Frühstücken und wieder unter die Decke. Kurz nach 11 Uhr fuhr ich doch noch kurz die Strandstraße rauf und runter, dann aber kam das Rad gleich wieder in den Keller.

Den letzten Tag nutzte ich mal für eine bissl größere Runde. Auf dieser Runde lernte ich Jungs aus Wiesbaden, Frankfurt, Gera etc. kennen. Die haben mir sogar abgenommen, dass ich noch weibliche Jugendfahrerin bin. Muuuah. Irgendwann machten sie bei einem Café halt. Da ich dann aber nie mehr ins Hotel komme, fuhr ich alleine weiter. Abends dann noch mal Wäsche waschen und dann Tasche packen. Beim Fernsehschauen pennte ich schon gegen 21 Uhr ein, dabei wollte ich doch unbedingt noch 2 Sendungen sehen.

6.30 Uhr aufstehen. Tja irgendwann muss man sich ja wieder an die Zeiten gewöhnen. Kurz frühstücken, rein ins Taxi und ab auf den Flughafen. Der Rückflug ohne Ohrenschmerzen beim Anflug auf den Flughafen. Jipi. Dann alles ins Auto und eigentlich ab nach Bochum. Dort hatte ich gleich wieder nen Termin mit dem U 23 Team. Doch ich erreichte den Chef nicht und so wusste ich nicht wo sie genau waren. Das hatte aber auch sein gutes. Eigentlich war ich auch ganz schön kaputt. Also fuhr ich nach Hilden, packte aus und pennte ne Runde. Dann endlich die HP vom U 23 Team hochgeladen und zum Abschluss des Tages „Sportler des Jahres" geschaut.

Nun noch 1 Woche schuften und dann ab zu den Liebsten Menschen in meinem Leben.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli

Good bye Germany (04.-10.12.2006)

Da ich aufgrund eines fehlenden Netzwerkanschlusses ab Ende der Woche für 10 Tage nicht meiner Arbeit als Area Manager nachkommen kann, nutzte ich die Woche noch einmal um den Auftraggeber zufrieden zu stellen. Einige (neue) Leser bekommen Passagen meiner Kolumne was meinen Job angeht, falsch in den Hals. Also alles bissl lockerer sehen!! Um 19.15 Uhr beendete ich diesen Montag. Abends fing ich schon mal an, meine Tasche zu packen. Die für den Urlaub auf Mallorca und die für die Heimfahrt zu Weihnachten.

Irgendwas war heute wieder in meinem Mittagessen. Nach der Mittagspause drehte ich ein bissl frei. Ich nahm mir meinen Bürostuhl und spielte Karussell. Zum Vortag legte ich noch mal 30 Minuten drauf und verließ um kurz vor 20 Uhr das Haus. Ich bastelte in meiner Buchte noch an der neuen HP und haute mich dann in die Federn.

6. Dezember Nikolaus Tag. Ich stand auf, öffnete die Tür, durchsuchte meine Schuhe und fand nix. * schnief *. Ich beschloss noch ein wenig zu warten, vielleicht findet der Nikolaus nur meine Wohnung nicht. Um 8.30 Uhr gab ich auf. Ich fuhr zur Arbeit. Doch was war das? Der Nikolaus war da und nicht nur einer. Der erste brachte einen neuen Miniofen. Nikolaus Roland und Gehilfin Lucie hatte da einen guten Riecher. Dann Nikolaus Frank. Ein super schöner Blumenstrauß per Kurier. Oje jetzt bin ich aber gerührt. Nikolaus Andreas kam dann noch mit Schokolade a la Ferrero Küsschen. Nach dem Feierabend fuhr ich noch schnell bei der Post vorbei und genoß den Abend vor der Glotze.

Letzter Arbeitstag und was für einer. Einsatz bis zur letzten Minute. Um 21 Uhr nahm mich Chefe dann mit nach Hause. Jetzt noch bügeln, die letzten Sachen einpacken, Eier kochen für meine Frühstücksbrötchen und gegen 23 Uhr war ich dann in der Falle.

Um 3.45 Uhr sollten mich meine Eltern wecken. Taten sie auch, doch weil ich den Stecker vom Festnetz draußen hatte, da da noch der Stecker für die Waschmaschine drin steckte und das Handy noch auf lautlos von Arbeit aus war, erreichten sie mich nicht. Irgendwann blendete mich dann das Licht vom Handy. Na das ist ja noch mal gutgegangen. Alles ins Auto und ab nach Dortmund. Dort war ich dann na klar pünktlich 5.15 Uhr. Einchecken und ab in den Flieger. Da bin ich gleich erst mal eingeschlafen. Den Landeanflug musste der Kapitän mal wieder nicht ansagen, das taten meine Ohren. Diese Schmerzen wünsche ich keinem. Ob man außer Kaugummi kauen, noch was dagegen tun kann? Auf der Insel angekommen, sah das Wetter nicht so gut aus. Ganz anderes das Hotel. Aber hier war ich ja vor 10 Jahren schon mal. Dann fing es auch an zu regnen. Also hau ich mich erst mal auf´s Bett. 4 Sterne Hotel. Hmmh. Müsste ja eigentlich WLAN haben. Hat es auch, aber mein Laptop wollte irgendwie nicht. Ärgerlich. Beim Abendessen haute ich mir erst mal den Bauch voll und genehmigte mir anschließend an der Bar noch nen Vanillemilkshake.

Am Samstagmorgen überlegte ich zunächst, ob ich um 9.30 Uhr ob ich zur Morgengymnastik mit Oma Herta, Oma Hilde und Oma Else gehe. Doch die Angst vor der Blamage, dass ich die Übungen nicht so hinbekomme, ließ mich davon abweichen und so entschied ich mich ne Runde zu radeln. Ich fuhr so 20 Kilometer vor mich hin, da kamen die Profis an mir vorbeigepfiffen. Kette rechts und hinten ranhängen. Ach da haben wir ja wieder bekannte Gesichter. „Mitstreiter" war auch wieder dabei. Nach einiger Zeit verabschiedete ich mich wieder und fuhr Richtung Hotel. Bissl ausgeruht und dann ab ins Fitnesscenter bissl dehnen. Abends noch in Supermarkt Getränke kaufen und ins Internetcafe.

Am nächsten Morgen fuhr ich mit einer Berlinerin um 10 Uhr los. Später trafen wir auch noch auf Frau Hennes und Kollegin. Auch heute legte ich den Rückweg alleine zurück. Irgendwann überholten mich die mintgrünen KEDDIS aus Berlin. Ich hängte mich hinten rein, doch an den Hügelchen ließ ich mich abfallen. Irgendwie war es mir doch zuviel Windschatten und vorne durfte ich ja nicht fahren.
J Gut, dass es im Hotel ne Waschmaschine und nen Trockner gibt, so kann ich meine Trainingswäsche jeden Tag waschen und hab das nicht nach der Rückkehr zu Hause.

Warum ich eigentlich in Mallorca schon wieder bin? Na ich bin als Spion hier. Muss nämlich den sportlichen Leitern von Milram, Gerolsteiner, Wiesenhof, Skil Shimano, Regiostrom und Lamonta Bericht erstatten, ob die Jungs auch ordentlich trainieren.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Oh es riecht gut, oh es schmeckt fein (27.11.-03.12.2006)

In meinem Büro war ein Wechsel angesagt. Nach 2 Monaten Abstinenz war mein Praktikant wieder an Bord. Er hatte seine theoretische Zeit hinter sich gebracht und mein Azubi begab sich in diese. Gegen Mittag bekam ich von ihm ne sms. „Ich vermisse dich." Wie süß. Mein Grünschnabel. Und ich dachte er ist froh, mich mal ne Woche nicht zu sehen, so wie ich ihn immer zurecht gewiesen habe. Um 15 Uhr hatte ich dann nen Termin beim Osteopathen. Ich wusste gar nicht, dass ich so gelenkig bin. Knacks. Oh dit war mein Rücken. Blockierung gelöst. Übrigens für die, die es noch nicht wussten, es gibt einen PC Muskel. Und nun ratet mal ob der verspannt oder locker bei mir war. Eigentlich sollte ich danach noch sportliche Leiter Sitzung in Bochum haben, aber diese wurde kurzfristig abgesagt. So war ich an diesem Tage zeitig zu Hause. Bissl neue Musik für meinen MP3 Player runtergeladen und ne Runde joggen gegangen.

Der Dienstag bestand dann nur aus arbeiten. Da ich länger geschlafen habe, musste ich mein Hinterteil im Büro länger plattsitzen. Nach dem Feierabend hab ich mich dann nur vor den Fernseher gehauen.

Die abgesagte Sitzung wurde am Mittwoch nachgeholt. Weil ich ja Unpünktlichkeit hasse, machte ich mich um 16.15 Uhr auf die Socken. Routenplaner ausgedruckt und ab auf die A 46. Der Verkehr war auch noch zu akzeptieren, Abfahrt Witten-Herbede runter und dann war es doch nicht mehr weit? Hiiiiiilfe wo bin ich? Witten-Heven hä? Nee Radrennen wollte ich jetzt nicht fahren. Also mal geradeaus weiter. Witten Hauptbahnhof. Och nee. Wo geht's nach Bochum Stiepel? Rauf auf den Bahnhofsvorplatz und Karins Nummer wählen. Einmal Navi spielen bitte. Jetzt klopfte auch noch jemand an die Autoscheibe. Mit einem übelsten Organ schrie er mich an, was ich hier mache, wenn ich nicht gleich verschwinde gibt es ne Anzeige und dann noch telefonieren. Wat denkt der Typ eigentlich warum ich angehalten habe? Ich versuchte ihn zu beruhigen, aber keine Chance. Ich dachte der zerrt mich gleich aus meinem Auto. Also schnell Gas geben. Ich fuhr zwar noch einmal falsch aber ich erreichte schließlich das Ziel. Ich war 10 Minuten zu spät, aber nicht die letzte. Weiter gings dann geschlossen ins Vereinsheim. Dort wurde dann das Jahr geplant und um 21.30 Uhr waren wir uns alle einig, dem Thüringer Energie Team, Mapei Heizomat, Ked Bianchi und wie sie alle heißen, den werden wir das Fürchten lernen.
J Nur als kurze Anmerkung. Für meine Heimreise benötigte ich ¼ der Zeit von der Anreise.

Gespannt wartete ich an diesem Donnerstag auf den Postmann. Um kurz nach 11 Uhr bekam ich dann mein Päckchen. Mama und Papa hatten Plätzchen gebacken. Hmmmh. Doch sie rochen so gut, dass ich mit der Dose gar nicht erst bis an meinen Schreibtisch kam. So lieferte ich die Kekse bei den Kollegen ab und durfte mir ab und an mal ein Leckerli holen. Wer will denn eigentlich alles ne Weihnachtskarte von mir? Die haben meine lieben Eltern samt Briefmarken auch noch im Karton beigelegt.

Und schon wieder Freitag. Um kurz nach 7 Uhr war ich am Arbeitsplatz und da hang doch allen Ernstes ein Zettel mit den Worten: „Bitte neue Kekse bei Mama und Papa ordern. „ Die hatten echt den größten Teil aufgefuttert. Das ich in diesem Jahr keinen Adventskalender habe, stellte sich dann auch als falsch heraus. Kollege Roland überreichte mir einen von Milka. *strahl* Meine Stimmung wurde am Nachmittag aufgrund eines Anrufes getrübt. Ich war ja darauf gefasst, da ich die Mail mit Anhang, die der Herr am anderen Ende der Leitung vor sich liegen hatte, auch schon registrierte. Aber kann Man(n) / Frau nicht auf einer gesunden Basis kommunizieren? Egal. Mich ärgern tut man nicht umsonst!!!

Samstag bastelte ich dann die Homepage für das U 23 Team. Gut, dass ich erst nen neuen Laptop habe. Der Speicher meines alten Gerätes wär bestimmt schon mehr als voll. Zwischendurch ging ich mal einkaufen. Bissl Kohlenhydrate brauch ich ja auch. Abends dann noch knapp 2 Stunden mit Peg telefoniert. Nach langem Suchen haben wir für sie noch einen günstigen Flug nach Mallorca im März gefunden.

1. Advent. Noch 3 Wochen bis das Christkind kommt. Also tippe ich mal meinen Wunschzettel. Ich hab den Brief nach Engelskirchen geschickt, war doch richtig oder? Zum Adventscafe war ich bei Karin in Bochum eingeladen. Ja in Bochum und ich habe es auf Anhieb gefunden. Bei Muffins, Keksen und Café führten wir ein interessantes Gespräch. Es hat so einiges in mir bewegt. Super schnell waren knapp 6 Stunden vorbei. Zeit für mich gen Hilden aufzubrechen. Doch in den 4 Wänden angekommen, war ich überhaupt noch nicht müde, surfte noch ein wenig im www und schaute die Wiederholung von??? * grins * „Bauer sucht Frau". War ja die Entscheidungssendung. Um 0.45 Uhr watschelte ich ins Bett und schloss mein Sehorgan.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli


Der Zeit voraus (20.-26.11.2006)

Nachdem ich die letzten Wochen immer das Auto zur Arbeit nahm, entschied ich mich zum Wochenanfang für den Bus. Hier traf ich auch meine Nachbarin mit der ich dann die Zeit bis Düsseldorf verquatschte. Der berufliche Teil endete um 19 Uhr. Doch ganz human oder? Zu Hause war ich aber erst viel später, denn ein Bus fiel aus. Na toll, da verlässt Frau sich auf die Rheinbahn und dann ist sie verlassen.

Von Dienstag bis Donnerstag passierte kaum erwähnenswertes. Kollege Rolf gab mir zu verstehen, dass ich bissl zugelegt habe. Danke vielmals. Mein Azubi fragte mich, wie ich es immer schaffe, so zeitig im Büro zu sein. Meine Antwort: Aufstehen, wenn der Wecker klingelt. Kluger Spruch wa? Außerdem bekam er von mir in diesen Tagen den Spitznamen Grünschnabel.

Der letzte Werktag hatte es dann wieder in sich. Zunächst konnte ich ab Mittag mal wieder meinen Hals nicht bewegen. Nach einem kurzen Telefonat mit meinem Osteopathen des Vertrauens bekam ich für Montag auch gleich einen Termin. In der Kantine traf ich dann Kumpel Frank, man wie lange hab ich den nicht mehr gesehen? Seit seinem Polterabend? So verlängerte ich meine Mittagspause und tauschte mit ihm die Neuigkeiten aus. Traum vieler Schwiegermütter könnte man über ihn sagen. Mein Chefe hatte am Vortag seine Geldbörse im Büro vergessen und nun ein Tag Urlaub. Ob Lilli ihm wohl sein prall gefülltes Portemonai vorbeibringt? Klar nachdem ich die Weihnachtseinkäufe mit der Kreditkarte erledigt habe. Fand er aber nicht so toll. Die drohenden Folgen des Missbrauchs waren dann so erschreckend, dass ich es lieber sein ließ. Abends telefonierte ich noch mit meiner Cousine, die ein wenig böse war, dass ich schon vor Weihnachten Geschenke mache. Aber ist doch nur ein Bastelkasten für die kleinen.

Samstag Vormittag führte mich mein Weg zunächst wie üblich in den Supermarkt. Okay, dass es außer mir noch verrückte gibt, wusste ich ja schon, aber dass selbst in Hilden noch Leute mit 5 Minuten Phasen existieren. Im örtlichen Aldi wurde mir selbst beim Beobachten der Person Angst und Bange. Wenn ich einen Verein für solche Leute gründe, gibt es dann Zuschüsse von Stadt und Land? Draußen war es mal wieder am regnen. Zur Feier des Tages beschloss ich mal richtig zu kochen und nicht nur 5 Minuten Suppen oder Nudeln zu mir zu nehmen. So machte ich Gulasch mit Klössen und Rotkohl. Ja alles selber gemacht. Rohes Fleisch verarbeitet, keine fertigen Klösse oder so. Alles von Hand zubereitet. Mit Peg hab ich och mal wieder ne ganze Weile gechattet und wir haben uns entschlossen Anfang des neuen Jahres mal wieder unsere französischen Freunde zu besuchen. Wir werden wohl diesmal den Zug nehmen, sofern die Preise uns nicht abschrecken. So bleiben uns zwar Erlebnisse wie 150 km in die falsche Richtung fahren oder Fahrten durch den Straßengraben erspart, aber ich glaub wir werden auch so viiiiiel erleben. Peg mach schon mal die Lunchpakete fertig. Du weißt dort gibt es vor Mitternacht nix zwischen die Kiemen. * lächel *

Medisport stand heute auf dem Plan. Aber Gott sei Dank nicht für mich. Das hätte bestimmt den kürzesten Test aller jemals da gewesenen Sportler gegeben. Die Jungs vom U 23 aus Bochum waren an der Reihe. Nachdem ja Kollege Rolf mir noch in der Woche wie schon erwähnte mitteilte, dass ich Speck auf den Rippen habe, meinte doch Dr. Hirsch ich habe wohl abgenommen. Und wenn Dr. Hirsch das sagt, dann stimmt das wohl. Den er sagt immer die Wahrheit!! Bis 14 Uhr zählte ich die Schweißtropfen der Jungs und machte mich dann auf zum nächsten Date nach Oberhausen zum Centro. Dort war ich na klar pünktlich. Doch was ist hier los? Geschäfte alle zu und Massen von Menschen. Hiiiilfe. Meine Verabredung hatte dann auch kein Handy bei. Na toll. Wie sollen wir uns hier finden. Doch wo ein Wille, da ein Weg. Hat zwar 45 Minuten gedauert, aber was solls. Hauptsache gefunden. Wir setzten uns in ein Cafe und schlürften einen nicht so tollen Cafe und eine ebenfalls nicht so tolle Eisschokolade. Dann gings weiter zu Subway und anschließend noch mal in ne andere Kneipe. Kurz vor 20 Uhr machte ich mich dann wieder auf den Heimweg. Hier zündete ich meine 1. Kerze an. Ich war nämlich der festen Überzeugung wir haben den 1. Advent. Liane hatte nen kleinen Denkfehler. 4 Advente, also 4 Wochen vorher der 1. Advent. Ja ich habs ja kapiert, dass der 1. Advent 3 Wochen vorher ist, weil der 4. Advent gleichzeitig Heiligabend ist.

Was mich ja noch brennend interessieren würde, ist, wer gibt eigentlich bei google - AMISS und Gaffron - ein und kommt so auf meine HP? Es ist immer faszinierend zu sehen, wer sich so alles auf meiner Page rumtreibt. Stadtwerke Emsdetten, Viega, RWE etc. Los outet euch und hinterlasst ne Nachricht! Und ich hatte auch meinen 1ten Besucher aus Portugal.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli

Ein neues Zuhause? (13.-19.11.2006)

Und damit ich auch mal Dienstags paar mehr Besucher auf meiner Page habe, tippe ich mal mit Verzögerung diese Woche. Ich hasse Unregelmäßigkeiten! Warum hatte ich eigentlich am Sonntag nicht 37 Gästebucheinträge wo die Kolumne bleibt, schließlich waren doch genauso viele Besucher auf der Seite und haben sicherlich vergebens auf den Button der Buttons geklickt oder?

Nun zurück zur vergangenen Woche. Nachdem ich 2 Tage fast gar nicht gepennt hatte, schlief ich die Nacht zu Montag wie ein Stein, ganze 10 Stunden lang. Fit ging es dann ins Büro. Und das war auch bitter nötig. Mein Büro in Etage 6 des 13-stöckigen RWI4-Hauses entwickelte sich in diesen Tagen zu meinem 4ten Zuhause. Zur Erinnerung: 1tes Zuhause bei Mama und Papa, 2tes Zuhause bei Oma & Co., 3tes Zuhause in Hilden. Naja und wenn man 10 Stunden arbeitet, dann passiert am Abend nicht mehr viel. Flasche leer sozusagen. Obwohl der Montag und Dienstag noch nicht mal so extrem waren. An dieser Stelle noch mal vielen Dank an meine Kollegen und Kolleginnen. Ohne die Man(n) / Frau bestimmt das ein oder andere Mal austicken würde. Wir sind echt ne dufte Truppe. Getreu Xaviers Lied: „Was wir alleine nicht schaffen, dass schaffen wir dann zusammen. „

Am Mittwoch erlaubte ich mir mal bissl später in die Firma zu fahren. Fataler Fehler. 9 Uhr und die Autobahn gerappelt voll, vor der Ausfahrt Hafen standen se schon im Tunnel. Aber Lilli ist ja clever also weiter die A 46 und über die A 57 Neuss Hafen rein. Och nö. Die stehen ja schon beim Abzweig auf die besagte A 57. Tucker, tucker. Grrrh. Ich schaffte nicht mal die Gleitzeit 10 Uhr mehr. Auweia. So wurde es ein kurzer Tag, da ich abends um 18 Uhr noch einen Termin in Bochum hatte. Dort werde ich im nächsten Jahr ein U 23 Team bei der Organisation, Management u. ä. unterstützen. Freundin Karin begleitete mich zu dem Treffen. Danach wurde noch mit dem 1. Vorsitzenden des Vereins und Pro-Tour Fahrer Tim gequakt. Und da Karin und ich uns nicht allzu oft sehen, quasselten wir noch ne ganze Weile weiter. An diesem Abend wurde mir einmal mehr bestätigt, dass Karin ne ganz besondere Freundin ist. Ne echte dufte Typin. Wenn ich sie nicht kennengelernt hätte, hätte ich echt was im Leben verpasst. Um 23 Uhr machte ich mich dann auf die Socken gen Hilden.

Gut, dass die Fenster im Büro nicht zu öffnen gehen. Sonst würde ich vielleicht jetzt nicht mehr vor meinem Läppi sitzen. Um 17 Uhr kaufte ich erst mal den Kiosk im Erdgeschoss leer und schmiß ne Runde Schokolade. Tat das gut. Irgendwann waren alle ausgeflogen und der Pförtner besuchte mich auf seinem Kontrollgang. Um 21.45 Uhr knipste ich dann das Licht aus und gönnte mir für die Heimfahrt ein Taxi. Sonst wäre ich nämlich vor 23 Uhr nicht zu Hause gewesen.

Freitag das gleiche noch mal. Während bei vielen schon die Mundwinkel nach unten hingen, hatte ich ein Lächeln auf dem Gesicht. Das war einigen nicht ganz geheuer. Galgenhumor vielleicht? Nee. Man muss sich immer ein Lächeln bewahren. Und es gibt doch in Wirklichkeit viel schlimmeres als mal bis in die Nacht im Büro zu sitzen oder? 21.15 Uhr ging ich zusammen mit Kollege Roland, der mir an diesem Abend Gesellschaft leistete ins Wochenende. Meinen Termin beim Auftraggeber hatte ich eingehalten. Okay nicht ganz fertig, aber zu 97 %. Ein bisschen Schwund ist immer. Dann TV an und auf die Couch gehauen. Domino Day. Doch bis zum Ende schaffte ich es nicht. Die Äuglein waren zu schwer.

Das Wochenende begann ich mit einkaufen, bügeln und Wäsche waschen. Gähnende Leere hatte sich in meinem Kühlschrank breitgemacht. Mittag pennte ich noch mal ne Runde und dann fing ich an, ne neue Homepage zu basteln. Für wen? Das wird noch nicht verraten. Weiß ja noch nicht mal ob ich die Auserwählte für den Auftrag bin. Aber man kann ja schon mal was ausprobieren. Das ging dann bis 1 Uhr. An schlafen war dann noch nicht zu denken. Mein Nachbar machte Party. Mich würde mal interessieren, was das für Partys sind. Da fliegen jedes Mal richtig die Fetzen.

Auch Sonntag ging nicht viel bei mir. Eigentlich wollte ich bissl radeln, aber das Wetter verhinderte dies. So nahm ich mir u. a. die Zeit und organisierte schon mal meine ganzen Weihnachtsgeschenke. Wer weiß, wenn ich dazu noch mal Zeit habe. 10 mal mit meinen Eltern telefoniert, Weihnachtsplätzchen bestellt und dann „Bauer sucht Frau" geschaut.

Und zum Schluss bissl Werbung: Wer Lust auf ein tolles Trainingslager im März 2007 in Mallorca hat, der fordert einfach mal bei mir ein Angebot an. Wer´s nicht tut, hat halt Pech und wird wohl mit den Folgen leben müssen. :-) gez. Dipl.-Sportmanagerin, das Diplom hab ich seit Samstag in der Tasche. Jipijajei.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Zurück auf dem Boden der Tatsachen (06.-12.11.2006)

Es ging also wieder ins Büro. Als ich gegen 8.30 Uhr meinen Arbeitsplatz erreichte, schellte schon das Telefon. Am anderen Ende mein Gruppenleiter mit folgender Mitteilung: „Schön deine Stimme zu hören, es gibt bis zum Jahresende viel zu tun." Grrrh. 5 Minuten später, ich hatte mittlerweile meine Jacke wenigstens ausgezogen, schaute ich bei der Bereichsleiterin vorbei. Ihre Worte: Na Frau Gaffron wie war der Urlaub? Wir müssen uns die nächsten Tage mal zusammensetzen, es gibt in nächster Zeit einiges zu tun. Wat is dat denn für ein Empfang? Ich pack jetzt wieder meine 7 Sachen und verschwinde hier, waren meine Gedanken. Das tat ich dann nach 10 Stunden. Aaaah.

Die nächsten Tage ging es dann beruflich so weiter. Ganz gruselig finde ich ja, wenn ich im dunkel zur Arbeit watschel und im dunkeln zurück. Aber wat willste machen, ne?! Muss ja irgendwie meine Miete zahlen und so. Mit Streß kann ich ja eigentlich jut umgehen und so habe ich vor dem Urlaub meine spezielle Aufgabe beim Auftraggeber mit Deadline 17.11.2006 angegeben. Aber die ganzen kleinen Dinge zwischendurch lassen mich jetzt stark daran zweifeln diesen Termin einzuhalten. Wer mich kennt, weiß dass mich das tierisch wurmt, aber ich gebe ja bekanntlich erst auf, wenn die Chance bei 0 % steht. Abends blätterte ich täglich in den Reisekatalogen und holte mir Geschmack für den nächsten Urlaub. Wann? Hoffentlich bald.

Freitag konnte ich nicht mal mit meinen Jungs aus der alten Abteilung pünktlich essen gehen. Schnief. So saß ich einsam und alleine um 13.30 Uhr in der Kantine und stopfte ne Pizza in mich rein. Dann 15 Minuten später saß ich schon wieder auf meinen 4 Buchstaben. Ranklotzen war angesagt, um 16.30 Uhr musste ich schon wieder Richtung Bahnhof Solingen-Ohligs aufbrechen, um Melli abzuholen. Gut, dass der Zug 20 Minuten Verspätung hatte, ich war nämlich auch 15 Minuten zu spät. Dann schnell en Eis lecken und Tasche in Hilden abstellen. Anschließend gings zur Versammlung des SV GWR nach Düsseldorf. Der Verein, der uns in diesem Jahr beim radeln unterstützt hat. Schiko sorgte mit einem Spruch nach dem anderen für eine lockere Atmosphäre. Und was gab es zum Abendbrot?? Pizza zum zweiten. Ich glaub so gegen 23 Uhr waren wir wieder zurück. Nach einem kurzen Telefonat von, waren es 5 oder 50 Minuten * grins *? beschlossen wir gaaaaanz spontan, noch einmal das Haus zu verlassen. Im Bett waren wa dann gegen 2.30 Uhr. Geschlafen haben wa noch lange nicht.

Am Wochenende war Massagekurs in Wuppertal angesagt. Putzmunter lernten wir mit 4 weiteren Kursteilnehmern die Techniken der Rücken- und Nackenmassage. Melli machte ihre Sache so gut, dass ich sehr bald einschlummerte. Oder war es doch der wenige Schlaf? Ach quark. Um 17 Uhr war dann Feierabend. Zum Abendessen wurden wir bei einem Italiener eingeladen. Gut, dass ich beim Essen nicht wählerisch bin. Den Weg unter die Decke fand ich heute bissl eher, doch an pennen war nicht zu denken. Im Laufe der Nacht bekam ich dann auch noch tolle Magenschmerzen. In der Küche suchte ich nach Tee, fand aber keinen. Also bis zur Morgengrauen quälen.

10 Uhr begann Tag 2 des VHS Kurses. Heute waren Arme, Beine und Bauch dran. Die letzten 2 Stunden quälte ich mich bis auf´s äußerste. Zwischendurch knackte ich mal wieder paar Minuten weg. Nach einer kurzen Auswertung des Kurses, welcher wirklich sehr lehrreich war, schaffte ich Melli auf den Bahnhof und kurvte in die Itterstadt. E-Mails gecheckt, Ellis angerufen, Kolumne getippelt, „Bauer sucht Frau" geschaut und ....... genau ab ins Bett.

Und Mama ich hoffe du bist nicht mehr bös wegen der Kolumne letzte Woche. Ich weiß ja, dass ihr als Doppelpack unschlagbar seit. Brüderchen dir viel Spaß in Tunesien. Und bring ne Frau mit. Warum? Ruf Mama an!

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli


Danke Papa (30.10.-05.11.2006)

Mit Regen begann die Woche. Och nö. Jeep Safari mit Dach? Aber die Sonne drückte die Wolken bald weg und so ging die mit Spannung erwartete Tour los. Wir fuhren mit einem Pärchen aus der Nähe von Stuttgart zum Ausgangspunkt auf die Halbinsel Macanou, wo weitere Jeeps auf uns warteten. Nachdem wir uns das Meereskundemuseum angeschaut hatten, ging es weiter über Stock und Stein. Dadurch dass es ja geregnet hat, wurde es zwischendurch zur Schlammschlacht. Ach ich kann das alles gar nicht so in Worte fassen. Wir fuhren weiter um dann eine Bootsfahrt durch eine Lagune in Angriff zu nehmen. Zu sehen bekamen wir die einzigartige Vegetation des Landes, Seepferdchen, Seesterne u.v.m. Das Ende der Safari erlebten wir auf dem höchsten Berg der Insel, wo wir einen einmaligen Blick nach Porlamar hatten. Hier sahen wir dann auch Bananensträuche, Algavenpflanzen, die zur Herstellung für Tequila dienten und das Gerät, mit dem Zuckerrohr gewonnen wird. Am Abend machte ich noch mit einem jungen Schweden Bekanntschaft. Irgendwie kam man da mit super vielen Leuten ins Gespräch. Zum Englisch Kenntnisse aufbessern war dieser Aufenthalt auch geeignet. Die Show am Abend (Halloween) war vom feinsten. Die Animateure haben, so scheint es, einen 24 Stunden Job.

Der Dienstag brachte dann ne Schrecksekunde. Wir waren am Strand und aufgrund der hohen Wellen, wurden die roten Flaggen = schwimmen verboten, aufgehangen. Ina und ich sind trotzdem rein. Dann geschah es. Ina war ca. 1 Meter hinter mir und hatte Glück. Über mir brach die Welle und riß mich mit. Ich knallte auf dem Boden, wieder hoch Rolle und wieder runter. Als ich wieder an der Wasseroberfläche war, war auch mein Badeanzug verrutscht. Schmerzen am Rücken und im Gesicht. Kinn aufgeschürft und linke Schulter und halt die Rückenschmerzen. Ich war ganz schön geschockt. Was dir in so einem Moment alles durch den Kopf geht, was die Wellen für ne Gewalt haben. Wahnsinn. An dem Tag hat mich keiner mehr ins Meer bekommen. Ich war wie ich später erfuhr nicht die einzigste, die von den Wellen mitgerissen wurde. Einen schwedischem Vater und seinem Sohn ereilte das gleiche Schicksal. Da kam mir die Massage am Nachmittag genau recht. 45 Minuten ließ ich mich durchkneten und fühlte mich 10 Jahre jünger. Als Show wurde uns an diesem Abend die Geschichte von Venezuela näher gebracht. Da kamen die Jungs mit Kajaks über den Pool. Supi.

Um 9 Uhr fuhren wir mit dem Hotelbus nach Porlamar. Es war wieder einer dieser heißen Tage. Also gaaanz langsam laufen. Ich kaufte viele Andenken und um 14 Uhr ging es zurück. Wie klein doch die Welt ist. Im gleichen Hotel wie wir waren auch 5 Leute aus meiner Geburtsstadt Guben. Den Nachmittag verbrachten wir wieder am Strand bei Tutti Frutti, Banana Flip und Mangosaft. Nach dem Abendessen lernten wir dann Mick (4 Jahre) kennen. Ein total süßer Fratz. Er spielte auch bei der Kinderdisco mit und seit diesem Abend war ich sein größter Fan.

Heute gab ich den Kettenverkäufer - good price for you today - eine Chance und sie überzeugten mich, eine Kette zu kaufen. Den Preis noch um die Hälfte gedrückt und dann war sie meine. Beim Volleyball ließ ich mein sportliches Allroundtalent noch mal aufblitzen, budelte mit Maxi und Mick im Sand und kam noch einmal mit dem Staatsanwalt ins Gespräch. Ansonsten genoß ich den vorletzten Tag.

Der letzte Tag wurde sehr, sehr aufschlussreich für uns. Zunächst gingen wir frühstücken, anschließend Tasche packen und an den Strand. Die Gruppe um Stacki und Bauer hatte sich in den vergangenen Tagen auf ca. 40 erhöht. Das hatten wir mitbekommen. Männer und Frauen verschiedenen Alters. Maxi´s Mutter klärte uns dann auf. Die gehören alle zusammen, lernten sich hier zum größten Teil kennen, waren aber alle in der gleichen Mission unterwegs. Ne christliche Truppe, so ne Art Zeugen Jehovas, die verdeckt als Swingerclub unterwegs waren. Wir sahen sie dann auch aus ihrem Betraum neben dem Speisesaal kommen. Einige waren schon ein bissl schräg drauf, aber was wohl jeder in dem Hotel wusste, wussten Ina und ich nicht. Na toll. Ich glaub ich hätte erst geschnallt, wenn mir der Staatsanwalt ein Aufnahmeantrag in die Hand gedrückt hätte. Zu unserem Glück hatte diese Truppe auch an diesem Tag ihren Abreisetag und nahm den gleichen Flieger. Na das kann ja heiter werden. Um 17 Uhr machten wir uns dann langsam reisefertig. Ich kaufte von meinen letzten Bolivars noch ne Panflöte und Zigarren und ab gings Richtung Flughafen. Im Bus alberte ich noch mit Mick rum und gespannt erwarteten Mick´s Eltern, Ina und ich auf dem Flughafen dann die Truppe. Mit 3 Bussen kamen sie an. Ein paar von Ihnen wurde in einem hinteren Raum geführt. Geheimnisvoll. Da die Jungs und Mädels sich unten auf dem Sitzen breit machten, gingen wir eine Etage höher. Irgendwann kurz vor dem Abflug wurde dann mein Name aufgerufen. Die Polizei möchte gerne meinen Koffer durchsuchen. Och nö. Ich war doch froh, die Tasche zu zu haben. Aber sie wollten gar nicht in meine schauen, sondern in Ina´s. Aber alles okay. Um 22.40 Uhr hob der Flieger ab. Ich war hundemüde und wollte auch gleich schlafen. Doch zunächst gab es noch was zwischen die Kiemen. Dann Äuglein zu, aber nur 5 Minuten. Ich bekam von hinten ständig die Beine durch die Lehne in den Rücken und 5 Minuten später die Lehne von vorne, dann die Hinterteile von den Leuten, die sich durch die Gänge zu zweit schlengelten. Aaaaah. Irgendwann schlief ich aber. Um 13 Uhr deutscher Zeit landeten wir in Frankfurt. Ina´s Koffer kam als erstes, meiner als letztes. Nun ging es raus in die Deutsche Kälte. Im Zug nach Düsseldorf wurde überlegt, nicht doch umzudrehen und den nächsten Flieger in die Sonne zu nehmen. Hilden erreichten wir kurz vor 17 Uhr. Ich wusch gleich ne Maschine und wir bestellten Pizza für unseren knurrenden Magen. Die Bilder wurden runtergeladen und ich war um 22.30 Uhr nach „Wetten dass....." im Bett.

7 Uhr waren wir putzmunter. Frühstück und dann verabschiedete ich meine Reisebegleiterin gen Cottbus. Ich tippte die Kolumne, lud Fotos auf die HP und machte ein Mittagsschläfchen. Nun musste ich mein Essen wieder selbst herrichten. Na klar nur ne Büchse Gulasch. Hi, hi. Ansonsten war ich den ganzen Tag ganz schön gerädert. Hoffe der Zeitunterschied begleitet mich die nächsten Tage nicht negativ. Mein Terminkalender ist nämlich für die nächsten Tage schon wieder gut gefüllt.

Am Ende bleibt mir ein dickes fettes Danke zu sagen an meinen Dad, der, auch wenn er davon nicht immer Zustimmung bei meiner Mom findet überall mitzuspielen, mal wieder bei einem Gewinnspiel Glück hatte und mir den gewonnenen Reise-Gutschein überließ.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli

Den Urlaub muss man sich verdienen (23.-29.10.2006)

Die letzten 2 Arbeitstage und es kam noch einmal knüppeldick. Montag war ich ganze 12 Stunden im Büro. Warum sollte es vor diesem Urlaub anders sein als vor anderen Urlauben? Als Tagesabschluss ging ich noch mit Roland und Lucie ins Kino zu „Deutschland-Ein Sommermärchen". Super klasse Film. Den kann man sich auch ein 2tes Mal anschauen.

Dienstag morgen hieß es erst mal nach Kölle zum Auftraggeber fahren. 40 Kilometer und 1,5 Stunden Autofahrt. Grrrrh. Der Termin war ganz okay. Mittags da wieder weg und dann noch ne Kurierfahrt zu ner anderen Firma in Köln. Doch der Routenplaner war für die Mülltonne. Nach 45 Minuten suchen, gab ich entnervt auf. Ab auf die Autobahn und Richtung Düsseldorf. Ich wollte ja nicht bis in die Nacht heute im Büro bleiben. Dann ging meine Tankanzeige gen Null. Shit. Runter von der Autobahn und Tanke suchen. Gefunden hab ich kurz vor empty ne Zapfsäule. Normal wollte ich am liebsten jetzt Feierabend machen, ging aber leider nicht. Um 15.30 Uhr fing ich an die Tasche zu packen und mich zu verabschieden. Doch dann noch da schnell was machen und dort und so war ich 16.30 Uhr endlich raus aus der Firma. Ina trudelte alsbald auch ein. Tasche packen, letzte Anrufe tätigen und ab ins Bett.

Kurz vor 7 Uhr ging es mit der S-Bahn nach Düsseldorf. Von dort aus weiter mit dem ICE zum Frankfurter Flughafen. Nun hatte ich auch meine Premiere mit dem ICE. Hach alles so aufregend. Die ersten Fotos wurden geschossen. Gegen 9 Uhr waren wir in Frankfurt. Dann weiter zum Einchecken, noch mal Mama anrufen und weiter ging es um 11 Uhr in den Flieger. Die 9,5 Stunden bis Tobago überstand ich ganz gut. Maximum war ja 3 Stunden Flug bei mir bis dato. Dann noch mal 40 Minuten bis nach Porlamar. Da waren wir also. Oh Gott ist das heiß hier. Jacke aus. Der TUI Reiseleiter empfing uns und anschließend ging es in den Bus Richtung Hotel. Boa was für ne Anlage. Nach dem Begrüßungstrunk wurden die Koffer auf die Zimmer gebracht und wir gingen zum Abendessen. Alles was das Herz begehrt. Ob ich da mal nicht 10 kg mehr am Ende habe? Draußen war es mittlerweile dunkel, doch wir mussten noch an den Strand probeliegen. Gegen 21 Uhr, in Deutschland war es mittlerweile 3 Uhr waren wir im Bett.

Nach dem Frühstück ging es erst mal zum Lage checken und an den Strand. Ich legte mich gleich mal in die Sonne und pennte ein. Als ich aufwachte hatte ich den Salat. Verbrannte Füße. Die hatte ich nämlich nicht eincremt. Tja selbst dran schuld. So verbrachten wir den ersten Tag am Strand und genossen einfach. Selbst die Getränke wurden nach Bestellung bis an den Liegestuhl gebracht. Nach dem Abendessen gingen wir zur Abendanimation. Dort zuckten wir ganz schön die Augen und so schaffte ich es am 2ten Tag auch nur bis 22.30 Uhr.

Mein Kreislauf ließ mich heute ein wenig im Stich. Leichte Schwindelgefühle veranlassten mich heute nur einen Schattenplatz aufzusuchen. Beim Tischfußball versuchte ich mich auch, musste aber einsehen, dass ich gegen Ina keine Chance hatte. Aber im Billard hatte ich dann die Nase vorn. Mama bekam auch nen Anruf und am Abend versuchte ich mich bei der Karaoke Show. Ich wollte Alphaville „Forever young" singen und bekam „Endless love". Na klasse, hab ich überhaupt nicht auf die Reihe bekommen. Aber mich kennt ja niemand und ich hab mich wenigstens getraut.

Den Samstag begann ich mit Frühstück. Ich kletterte zum Leuchtturm kurz nach 6 Uhr hoch. Überall Moskitos. Ääääh. Ina pennte derweil noch. Olle Penntüte. Hi, hi. Überhaupt wurde es ein Sporttag. Beim Volleyball versuchte ich mich auch und stellte mich nach einigen Minuten nicht mal so schlecht an. Anschließend ging es ins Meer und hier nahm ein junger Mann, der ebenfalls beim Volleyball mitgewirkt hat, Kontakt auf. Ina sah dies auf ihrem Liegestuhl und entschloss sich kurzerhand auch ins kühle Nass zu springen. Sie musste ja der Sache auf den Grund gehen. Der junge Mann - Name unbekannt, wir nannten ihn Stacksi - ist sich wie sich später rausstellte wohl Staatsanwalt und auf einer Mission. Uuih. Aber dazu später mehr. Die Abendanmimation war heute klasse. 4 Frauen aus Deutschland, Österreich, Venezuela und Kanada mussten diverse Aufgaben lösen um „Miss Dunes" - so hieß das Hotel zu werden. Unterhaltung pur. Applaus. An Billard spielen hatten wir unseren Spaß mittlerweile gefunden und so spielten wir auch an diesem Abend mit der bekannten Gewinnerin. Hier tauchte dann auch wieder der Staatsanwalt mit Kumpel - wir nannten ihn Bauer - auf. Kleine Runde zusammen gespielt, doch dann hatte er nen Termin im á la Carte Restaurant mit weiteren Leutchen, wo wir zunächst ausgegangen waren, dass diese sich bei der Katamaran Tour, die sie an diesem Tage absolvierten, kennengelernt hatten. Doch der Schein trügte. Spannend. Ina wollte dann noch zeigen, dass sie der heimliche Timo Boll war und scheuchte mich um die Tischtennisplatte. Durchgeschwitzt gingen wir tief in der Nacht auf die Zimmer.

Als kompletten Strandtag verbrachten wir den Sonntag. Da es sich am Nachmittag etwas zuzog und bissl kühler wurde (28 Grad) beschlossen wir ne Runde Tennis zu spielen. Beim Einspielen sah es zunächst nach einer Angelegenheit für mich aus, doch das Match konnte Ina zu ihren Gunsten entscheiden. 5:7 und 3:6. Mist. Dann kam auch noch Regen. Warmer Regen. Und schon waren mit diesem Sonntag 5 Tage um. Haltet die Zeit an!!!

Zusammenfassend lässt sich bis zu diesem Tage festhalten. Super nette Leute, geiles Klima, tolle Hotelanlage, all inclusive vom besten. Hier trifft sich die Welt. Kanadier, Amis, Österreicher, Deutsche, Niederländer, Tschechen und vor allem auch Schweden. Doch mehr davon demnächst.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Vorfreude (16.-22.10.2006)

Nein es ist noch nicht die Vorfreude auf Weihnachten. Es geht um den Hauptpreis beim Stuhltanz der Fete. Aber dazu später.

Man fiel mir das Aufstehen schwer und dabei hatte ich heute doch Außentermine. Ja ich durfte endlich mal mit raus in die große Welt der aurelis Liegenschaften. So war ich kurz vor 9 Uhr im Büro und 10 Minuten später mit Kollege Andreas wieder aus dem Büro. Wir fuhren nach Dortmund. Ich hatte den Paparazzi Job. Hier ein Foto, da ein Foto. Wie aufregend. Um 14.30 Uhr waren wir wieder zurück und ich schuftete dann noch ein wenig am Schreibtisch. Am Abend hatte ich dann noch den Termin zur Getränkeabrechnung im Vereinsheim. War aber gar nicht so teuer wie ich dachte. Da könnte man die Feier eigentlich monatlich machen.

Den Dienstag brauchte ich dann noch zur Erholung. Bei mir kommen ja die Nachwehen erst immer bissl später. Tagsüber habe ich unseren Azubi geärgert, der jetzt seit 2 Wochen mit mir ein Büro teilt. Er hat auch schon mitbekommen, dass ich nicht ganz normal bin, aber wer ist das schon. Er kennt nun u. a. mein Talent als Sängerin, meine 5 Minuten Phasen und vieles mehr. Naja lange kann ich mein Wahres ICH nicht verstecken. Talent als Schauspielerin habe ich nämlich nicht.

Kopp wie Sieb. Da ich noch im Besitz des Schlüssels für das Vereinsheim war, musste ich noch einmal an den Ort der Feier zurückkehren. Dieses Unternehmen verband ich mit einer sportlichen Aktivität. Ich zog die Turnschuhe an und joggte ans andere Ende der Stadt. Hin und zurück kamen knapp 70 Minuten laufen zusammen. Auf dem Rückweg durch den dunklen Wald musste ich mehreren Walking Gruppen ausweichen. Die traten so im Rudel auf, dass ich Angst hatte, sie würden mich übersehen und platt walken.

Der Donnerstag war ein Tollpatschtag. Nach der Arbeit war ich mit Peg in Köln verabredet. So machte ich mich um 17.30 Uhr auf den Weg, fuhr bis zur Kölner Radrennbahn, parkte mein Auto und fuhr weiter mit der Bahn. Soweit so gut. An einer Haltestelle empfing mich dann Peg. Und dann nahm das Unheil seinen Lauf. Wir liefen die Straße entlang, quarkten und quarkten und ich sah die Bodenplatte nicht. Rums. Hängengeblieben. Aua. Tut gut, wenn der Schmerz nachlässt. Auf die Zähne gebissen und weiter. Ich brauchte noch Geld also führte der Weg zur Sparkasse. Ich schob die Karte rein, gab die PIN ein, die Karte kam wieder raus, ich steckte sie ein und ging. Na klar immer noch am quaken, merkte ich nicht, dass ich gar nicht das Geld aus dem Automaten genommen hatte. Gut, dass nach mir gleich ne Frau zum Automaten ging und so nett war, mir das Geld hinterherzubringen. Dann suchten wir ein Bistro auf, wobei ich noch in einen Fahrradfahrer lief. Nix passiert weiter. Im Le croque machten wir es uns gemütlich, aßen ne Kleinigkeit und quakten bis halb zwölf. Gegen halb eins war ich dann wieder in Hilden.

Durch den langen Abend war ich erst spät im Büro. Irgendwie war ich heute super motiviert und schaffte ne Menge. Als es schon ziemlich ruhig auf der Etage wurde, erledigte ich für Kollege Roland noch ein paar Schreiben. Er musste schon mittags weg, hat aber im Moment soviel zu tun, dass ich entschied, ihm unter die Arme zu greifen. Als es draußen langsam dunkel wurde, trat ich das Wochenende an. Kurz in Hilden aufgehalten und schon wieder auf Achse. Es ging ins Kino zu „Das Parfum". Mister X und Mister Y mit Frau waren meine Begleiter oder doch ich deren Begleiter? Ach völlig egal. Nach dem Film ging es noch in den Hafen zum Currywurst essen. Es war mein Wunsch und so bekamen wir die letzten 3 Würste vor Ladenschluss. Es war ein echt netter Abend. Okay ich war ein wenig ruhig, aber ich gelobe Besserung.

Um 10 Uhr öffnete ich meine Äuglein, frühstückte, ging einkaufen und machte ein Mittagsschläfchen. Den Nachmitag faulenzte ich so vor mir hin und vor dem Schlafengehen schaute ich mir noch ne DVD „Ein ungezähmtes Leben" an.

Sonntagvormittag legte ich ne Nähstunde ein. Nach dem Mittagessen lächelte mich mein Radl an und wollte ausgeführt werden. Also tat ich ihm den Gefallen und trat in die Pedale. 2,5 Stunden fuhren wir gemeinsam durch die Lande. Dann noch mal Wäsche waschen und auf „Bauer sucht Frau" warten. Doch Formel 1 hatte heute Vorrang. Okay dann Rosamunde Pilcher. Joh ich steh auf solche Filme.

Ab nächsten Mittwoch befinde ich mich im Urlaub. Aufmerksame Leser wissen, dass es für mich nach Venezuela geht. So kommt die nächste Kolumne erst später. Ich hoffe für euch bricht deshalb keine Welt zusammen.

Bis zur (über)nächsten Woche

Eure Lilli
Bestanden oder durchgefallen? Arbeitnehmer oder arbeitslos? (09.10.-15.10.2006)

Nun war er also gekommen. Der Tag meiner Abschlussprüfung zur Diplom Sportmanagerin. Das sie so schwer wären würde, hätte ich nicht gedacht. Von der 1. Klausur schaffte ich zeitlich 1 Aufgabe überhaupt nicht. Das fängt ja schon mal gut an. Bei der 2. und 3. Klausur habe ich jeweils 1 Frage auch nicht beantwortet, dies aber durch Nichtwissen. Um kurz nach 16 Uhr war ich dann endlich entlassen. Jetzt 4 bis 6 Wochen warten. Zu Hause angekommen, habe ich meine Ordner weggestellt, ohne nur einen Blick hinein zu werfen und nachzuschauen, ob ich diverse Fragen richtig beantwortet habe. Mit nem völlig leeren Schädel haute ich mich auf die Couch.

Da ich nach Feierabend noch einen Termin in Hürth bei Team Bike Wear hatte, arbeitete ich bis 18 Uhr und tuckelte anschließend zur Verabredung. Um 19 Uhr hatte Lilli den Termin und wann war sie da? Um 18.56 Uhr. Gut ne?! Ich dachte dann so an eine Stunde Gespräch doch irgendwie wurden 4 Stunden draus. So schwang ich mich um 23 Uhr wieder in meinen Fiesta und fuhr nach Hilden.

Für Mittwoch bzw. Donnerstag hatte ich mir dann nix vorgenommen, da an einen dieser Tage eigentlich der Rumäne, der mein altes Rennrad gekauft hat, vorbeikommen und es abholen wollte. Doch dann hörte ich wie so oft nix mehr von ihm.

Eine kleine Laufrunde von 45 Minuten nahm ich heute nach dem Feierabend in Angriff. Am Anfang dachte ich, ich komme keine 2 Kilometer, aber dann ging es ganz gut. Am Unterbacher See lief ich wie einst Haile Gebrselassie. Püntklich zu Cobra 11 war ich wieder in meinem Kellerloch.

Das Wochenende läutete ich heute sportlich ein. Kollege Rolf wollte den Weg von Düsseldorf nach Köln mit seinem Trekkingrad zurücklegen. Ich schloss mich an. Gemeinsam fuhren wir also über die Startlinie in der Völklinger Straße. Dann ging es die ganze Zeit am Rhein entlang. Ich quakte mal wieder ununterbrochen, aber ich glaube das hat dem Rolf nix weiter ausgemacht. So hatte er wenigestens genügend Luft zum pedalieren. In Leverkusen angekommen, offenbarte er mir, dass er kaputt ist und jetzt die Fähre nimmt. Okay also verabschiedeten wir uns an der Fähre und ich fuhr wieder allein zurück.

Samstag morgen war schon um 7.30 Uhr aufstehen angesagt. Dann Wäsche waschen und Kisten packen mit all den wichtigen Dingen, die ich abends für die alljährliche Fete benötigte. Um 9 Uhr fuhr ich dann ins Bürgerbüro meinen Reisepass abholen. Gähnende Leere, dann weiter zum Bäcker, die bestellten Brötchen holen und anschließend zum Airport mein Brüderchen empfangen. Weiter gings zur Übernahme ins Vereinsheim. Um die Ecke befand sich dann das 5-Sterne Hotel „Chez A & J", wo mein Bruder und ich für die kommende Nacht ein Zimmer gebucht hatten. So checkten wir ein und fuhren dann gen Aldi, Edeka und dem Gemüse/Obsthändler. Gegen 15.30 Uhr waren wir mit allem fertig. Mit einer Pizza stärkten wir uns und warteten auf die Gäste. Dann kamen sie, die Cottbuser. Ina, Manja und Jaqui. Mein Herz machte einen Freudensprung. Bettina gesellte sich dann auch noch dazu und gemeinsam fuhren wir dann zum Ort des Geschehen. Na klar hatten wir einiges vergessen und so musste ich noch mal auf Tour. Als ich zurückkam, war noch keiner weiter da. Die Cottbuser naschten derweil schon am Buffet, da sie ja seit geraumer Zeit nix mehr zwischen den Kiemen hatten. Langsam füllte sich der Raum und irgendwann kam auch Musik aus den Lautsprechern. Dank gilt hier an Kim, die freiwillig ihre Anlage zur Verfügung stellte. :-) Beim Essen langte ich kräftig zu, weil wegen dem Alkohol ne. Dann gab es ihn endlich. Den Cai Pi. Die Reise nach Jerusalem durfte na klar auch nicht fehlen. Die 1. Gruppe gewann Ina und die 2. Gruppe, jipijajei ich. Hauptpreis war eine 9-tägige Reise nach Venezuela. Und da Ina und ich sehr spontan sind, werden wir diese noch im Oktober antreten. Lucie hatte zwar für den Sieg enorm viel trainiert, aber sie war durch eine Erkältung stark geschwächt. Um 3.30 Uhr war dann Aufbruchstimmung. Die Besoffenen traten die Rückreise an. Nüchtern war nur ich, weil ich musste dann nämlich noch mal in die Lodenheide, weil der Schlüssel nicht passte und die 8 Leutchen die in meiner Luxussuite pennen wollten, frierend vor der Türe standen. Ich glaub gegen 4 Uhr lag ich dann auf der Matraze im Hotel. Geschlafen habe ich noch lange nicht.

Um 7.30 Uhr war ich auch schon wieder putzmunter. Ich bekam mal wieder keine Luft. Irgendwann wurden dann auch die Hotelbesitzer wach. Gemeinsam mit den Gästen aus meiner Suite frühstückten wir im Vereinsheim. Dann begann die große Putzorgie. Vielen lieben Daaaaaaank an alle die mir beim Beseitigen des Chaos geholfen haben. Als mein Bruder und ich alles in meinen 4 Wänden hatten, ging ich erst mal schlafen. Dann brachte ich meinen Dicken auf den Flughafen. Weg war auch er. Nun gleich alle Infos auf die HP packen und ab in die Kiste. Morgen ist wieder arbeiten angesagt. Obwohl wie ist die Geschichte eigentlich ausgegangen? Ich weiß, dass ich Samstag bei Chefe gekündigt hatte, dann wieder eingestellt wurde mit einer Tarifklasse höher, aber hatte ich dann in meinem Rausch vielleicht wieder gekündigt? Hmmh. Ich werde euch in der nächsten Kolumne berichten, ob ich noch nen Job habe oder nicht.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Büffeln, büffeln, büffeln (02.-08.10.2006)

Diese Woche war nicht ganz so viel bei mir los. Montag war ich eine von wenigen, die arbeiten ging. Hab halt keinen ungeplanten Urlaub mehr und kaum noch Überstunden. Die Zeit bis 15 Uhr habe ich aber ganz gut rumbekommen. Dann war ich raus aus dem Büro. Abend ging es noch in den Wald. Zum joggen hatte ich heute mal Lust. Aber nur nicht übertreiben, wegen dem Muskelkater. Nach 30 Minuten war ich zurück und ich fühlte mich gut.

3. Oktober - Feiertag. Ich kroch schon kurz nach 6 Uhr aus dem Bett natürlich mit Muskelkater und fuhr nach Münster zum Münsterlandgiro. Dort spielte ich bissl Betreuer und Pressefuzzi. Als die Jedermänner auf der Strecke waren, vertrieb ich mir die Zeit mit Gewinnspielen an den einzelnen Ständen oder ich gab Geld für meinen knurrenden Magen aus. Dann fing es auch noch an zu regnen. Begeistert war ich von den vielen Leuten. Münster - die Radlstadt. Kein Vergleich zu Düsseldorf bei der Deutschlandtour. In Münster schreckte das Wetter niemanden ab oder nur ganz wenige. Selbst beim Zieleinlauf der Jedermänner und bei den Nachwuchsrennen waren viele Leute an der Strecke und das um 13 Uhr, wo die Profis erst gegen 17 Uhr da sein sollten. Um diese Uhrzeit war ich aber schon längst wieder in Hilden. Büffeln für meine Abschlussprüfung am Montag war noch angesagt.

Tja und von Mittwoch bis Freitag gab es in meinem Leben dann auch nix weiter spektakuläres. Gut, dass ich in meinen Hausarbeiten im Durchschnitt mit 14 von 15 max. Punkten geschrieben habe. Aber mit 4 will ich trotzdem nicht unbedingt abschließen. Lerne ich überhaupt das Richtige? Okay ich kann jede Klausur einmal wiederholen und wenn die auch schief geht, dann halt noch mal mündlich. Aaaaaaaaaaah.

Samstag morgen schwang ich mich erst mal auf´s Radl und fuhr zur RTF nach Mettmann. Irgendwie haben die alle schon Winterpause. Die Starter konnte man an einer Hand abzählen. Okay es regnete ein wenig, aber es gibt doch noch wichtige Punkte. Ich fuhr dann nur die 45 Kilometer Runde. Ganz schön viel, wa? Aber mehr schaffte ich nicht mehr. Flasche leer. Nach nem heißen Bad ging es wieder über die Studiumsunterlagen. Zwischendurch bestellte ich mir mal im Internet nen Reiseführer Venezuela und ne größere MB Karte für meine Kamera. Ein Ereignis folgt dem nächsten. Man oh man.

Von 8 Uhr bis 11 Uhr hatte ich wieder die Nase in den Büchern. Dann brauchte ich ne Auszeit. Radklamotten an und los. Die Sonne scheint, die Temperaturen sind angenehm. Ich fuhr über Solingen, Langenfeld an der Wupper entlang, Leisiefen hoch, ich musste nicht mal absteigen, weiter nach Witzhelden, Dabbringhausen. Auf der Abfahrt von Dabbringhausen nach Schöllerhof hat en Mopedfahrer dann wohl nicht die Kurve bekommen. Ich weiß schon warum ich da immer vorsichtig radel. Nach bissl mehr als 2 Stunden, ich war grad am Leverkusener Fußballstadion, bekam ich tierischen Hunger. Klar ich hatte keinen Cent mit. In Monheim hängte ich mich dann an das Hinterrad von einem Trekkingradfahrer. Joh die Trekkingradfahrer sind sogar schneller als ich. Er schleppte mich bis Düsseldorf Benrath. Danach war ich wieder auf mich alleine gestellt. Doch kämpfen konnte ich ja schon immer. Ich freute mich auf meine Schoko Kokosflocken, die ich noch hatte. Mit dem Helm aufm Kopp fiel ich über die Schachtel her. Nun war noch mal das Durcharbeiten von Vereinsführung, Vereinsfinanzierung, Vereinsmarketing dran. Danach hatte ich das Gefühl ich weiß gar nix mehr.

In meinen Gedanken war ich an diesem Wochenende auch bei Paddi. Er hängt sein Rad an den Nagel. Sein Abschiedsbericht auf
www.paddi-mit-i.de war schon sehr bewegend. Paddi ist ein dufter Typ und wird sein Weg auch im Leben ohne das Rad gehen. Ich erinnere mich noch gerne an das Rennen in Hoyerswerda zurück, als er beim Kriterium nach Punkten führte, doch dann 2 Tschechen vorne raus fuhren und ich ihm zurief, ich fahr dir das Loch wieder zu. Ich hatte ja den 12er Ritzel drauf als Frauenfahrerin und befand mich in einem männlichen Jugendrennen. Die Aktion klappte dann auch und Paddi gewann. Paddi wird jetzt MTB-Guide auf der AIDA. Sicher eine spannende Aufgabe. Paddi ich wünsch dir alles Glück der Welt für deine Zukunft und wie hast du mir geschrieben: Ich bin ja nicht aus der Welt. Also hau rein.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Nie wieder Alkohol (25.09.-01.10.2006)

Ein wenig kaputt war ich nach dem Salzburg Wochenende schon und mein Arbeitstag ging auch bis 17.30 Uhr. So war am Abend nicht mehr viel los. Meine Nase fand nur noch den Weg in meine Studiumsunterlagen. Zugegeben nicht allzu lange, aber besser als gar nix.

Dienstag bekam ich dann endlich den Arsch hoch und kümmerte mich um eine Partylocation für meine alljährliche Oktobersaisonabschlussfete und fand dann auch eine. So war das schon mal erledigt. Anschließend am PC die Einladung kreiert und versendet.

Radlnachmittag mit Chefe / Kumpel Jürgen und Kumpel / Kollege Roland. Bis zur Dunkelheit war es nicht mehr lang, aber Roland und ich vertrauten da ganz auf unseren Tourenguide. Ey, wo fährt der denn mit uns lang? Ich fahr doch am Wochenende gar nicht die Deutsche Bergmeisterschaft. Da kann ich doch och weniger bergig fahren. Ah da sind welche, die mich bergan ziehen. Schnell hingesprungen und am Rucksack festgehalten. Am Ende zog ich mich noch mal ab und gewann den Bergsprint. Der Mounti fiel dadurch fast um, aber nahm es mir nicht übel. Dann wieder ne Abfahrt und rauf nach den Col de Witzhelden. Wird schon ganz schön dunkel wa? Witzhelden ging och schon mal einfacher. Ah da der Krankenwagen. Aber der war weder für Roland noch für mich gedacht. Ein anderer Radler hatte sich wohl übernommen. Jürgen soll noch mal erzählen, er sei nicht fit. Der kurbelte da hoch wie einst Marco Pantani. Meine Pumpe pumpte und pumpte. Wir schafften es na klar nicht mehr im einigermaßen hellen nach Hause. Meine Gedanken galten jetzt Lucie. Roland und ich hatten nämlich kein Handy mit und konnten so Lucie nicht informieren, dass sie sich keine Sorgen machen sollte. Zu guter letzt mussten wir dann noch nen Umweg in Hilden fahren, da ein Großbrand den direkten Weg in die Lodenheide verhinderte. Die Polizei hielt uns na klar auch noch an, schimpfte aber nicht weiter, sondern forderte uns nur auf zu laufen. Endlich waren wir am Ausgangspunkt. Lucie war dann auch erleichtert. Jürgen verabschiedete sich und Roland und Lucie kurze Zeit später auch.

Donnerstag stand dann wieder bissl Vorbereitung für meine Prüfung auf dem Plan. Ich machte schon vor 16 Uhr im Büro die Fliege, ging bissl einkaufen und beschäftigte mich dann mit wirtschaften, Innen- und Außenfinanzierung, Güter, Leasing und so weiter.

15 Uhr läutete ich das Wochenende ein. Ich hätte keine Minute länger im Büro heute überstanden. Dann heim und Bude putzen und bissl lernen. Dann bekam ich Besuch. Nennen wir ihn einmal Mister X. Nach einem kurzen Aufenthalt in meinen 4 Wänden, er erklärte sich als Proband für meinen anstehenden Massagekurs bereit, fuhren wir zu seinem Busenkumpel. Nennen wir diesen Mister Y. Dort aßen wir zu Abend und fuhren dann in die City. Irgendwann kehrten wir dann in einer Kneipe ein. Ich bekam einen Sex on the Beach und die beiden tranken nen Hurrican. Als nächstes gab´s den Hurrican für mich. Nach nem halben merkte ich schon die Wirkung. Vielleicht hatte ich doch zu wenig gegessen. Meinen Kopp musste ich dann schon festhalten und als wir dann gegen Mitternacht zum Parkplatz zurückgingen, war ich doch echt froh, als ich auf dem Rücksitz saß. Ich muss dazu sagen, dass ich vorher schon von Mister Y Rotwein über Rotwein eingeflöst bekommen habe. Joh ich weß, Ossibräute vertragen eigentlich ne Menge, aber es muss ja auch Ausnahmen geben. Wir brachten dann Mister Y wieder heim und dann war ich an der Reihe. Mister X setzte mich vor der Haustür ab, ich verabschiedete mich und war keine 3 Minuten später im Bett. In der Nacht besuchte ich dann desöfteren die Toilette. Nie wieder Alkohol war mein Entschluss.

Einen ganzen Vormittag meines wertvollen Lebens hat mich diese Sauftour gekostet. Gegen 14 Uhr ging es mir dann wieder soweit gut, dass ich das Bett verlassen konnte. Ich setzte mich dann auch gleich mal 2 Stunden auf´s Rad. Bissl was für die Kondi tun. Danach wieder Nase in die Bücher.

Uuups schon 9 Uhr. Rund um die Burg in Kempen heißt es heute. Für mich na klar nur als Zuschauerin. Bei dem Rennen trifft man ja Leute, die man schon Ewigkeiten nicht gesehen hat, quakt mal hier und mal dort, schaut sich die Rennen an und wünscht sich am Ende Frohe Weihnacht und nen guten Rutsch. Wieder in Hilden war na klar büffeln angesagt. Nebenbei schaute ich noch Bauer sucht Frau. Vielleicht ist ja da für mich was dabei. Oder doch nen Hund kaufen und auf Malle 12 Wochen überwintern? Ich sprech das die nächsten Wochen noch mal mit Melli durch.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Wo bitte geht´s nach München (18.-24.09.2006)

Die Überschrift dieser Kolumne fiel mir nicht leicht. Es ist soviel geschehen in den letzten Tagen. Puh. Also ich fange dann mal an, damit ich auch in diesem Leben noch fertig werde.

Montag ging es mal wieder in das wunderschöne Krefeld, aber warum den direkten Weg nehmen, wenn man auch mit hunderten Kilometern Umweg irgendwann am Ziel ankommt. Getreu dem Motto: Alle Wege führen nach Rom. Mein Beifahrer sollte nur niemanden erzählen, dass er in Krefeld aufgewachsen ist. Als Strafe durfte Rolando meine 5 Minuten miterleben. Ich hielt rechts an, fragte in Krefeld wie ich denn nach Krefeld käme (hi, hi). Die nette Frau meinte dann auch noch geradeaus. Dann kam eine brenzliche Situation im Straßenverkehr. Rechts parkende Autos, links daneben einer der abbiegen wollte. Roland: Passte da durch? Ich: Na klar. Gaspedal durchgedrückt und schwups war ich vorbei. Warum fing Roland nur an zu schwitzen? War doch gar nicht so warm. Zur Abkühlung Fenster runtergekurbelt und die Lieder im Radio mitgeträllert mal laut und mal leise. Am Ostwall sicher angekommen, mampften wir ne Pizza, quakten noch bissl und anschließend nahm ich meinen Zeitfahrhobel, weshalb mich ja der Weg eigentlich nach Krefeld führte und fuhr gen Hilden.

Nach langer, langer Zeit stand ein Besuch bei Onkel Jürgen und Tante Andrea an. Lecker Essen gab´s och, Jürgen bastelte ein bissl an meinen Rädern rum und ich unterhielt mich mit der Frau des Hauses. Dit hab ich ganz schön vernachlässigt. Der Nachwuchs zählte indes schon Schäfchen. Die Müdigkeit der Gastgeber wurde von mir erkannt und so machte ich mich um 22.15 Uhr aus dem Staub.

Dies sollte mein großer Tag werden. Ich wollte zeigen, dass ich noch mehr kann, außer bissl zu radeln und dumm rumzuquaken. Nach meiner dienstlichen Besprechung, wo ich ganz clever einen auf wehleidig mit meiner verstopften Nase tat und nach knapp 3 Stunden den Raum verlassen durfte, der Rest musste noch über 1 Stunde länger ausharren, packte ich im Büro meine 7 Sachen und fuhr in den Supermarkt. Unter Streß kann ich eigentlich gut arbeiten, aber irgendwie gab es da wohl ein anderes Problem. Ich wollte die Zutaten für einen Auflauf kaufen, doch meine Hand griff nach dem falschen Schinken. Zum Glück sorgte Lilli vor und so hatte sie nicht nur die Zutaten für einen Nudel Schinken Auflauf sondern auch für einen Nudel Broccoli Auflauf. Als ich dann alles beisammen hatte, ging die Reise ins Kochstudio. Alsbald machte ich mich an die Arbeit und ratsch die erste Niederlage. Wie Salat mit Tütengewürz? Weg damit. Okay, okay. Wat macht der denn da? Appelsaft in den Salat. Nun gut. Ich kümmerte mich um den Hauptgang. Da klingelte auch schon das Telefon. Nun wurde ich Opfer übelster Lästerattacken. Wenn ich meine Taschentücher nicht für meine tropfende Nase gebraucht hätte, hätte ich losgeheult wie ein Schlosshund. Irgendwann, ich weiß nicht wie viel Stunden ins Land gegangen waren, war der Auflauf fertig. Dazu gab´s lecker Rotwein. Mit dem Mitternachtsschlag schloss das Küchenstudio seine Pforten und ich fuhr einen kürzeren, um nicht zu sagen den direkten Weg nach Hilden. Auf dem Hinweg sah ich mir noch den ein oder anderen Stadtteil von Remscheid und Wuppertal an. Wer weiß für was das gut war.

In Rücksicht auf das Wochenende, entschloss ich mich, heute mal bissl ruhiger den Abend zu verleben. Bissl TV, Tasche packen für´s Ösiland und um 22 Uhr unter die Dauendecke, obwohl ich ja überlege, mir ein Wasserbett zu kaufen. Habe gehört, dass soll noch wärmer sein. Ob´s stimmt? Hmmh.

3.30 Uhr aufstehen. 4 Uhr Abfahrt. Karin war pünktlich und so konnte unsere Reise starten. Bei Frankfurt Frühstückspause. Wir kamen relativ gut durch und waren um 12 Uhr in unserer Unterkunft in Ramsau. Boa ist das schön hier. Wanderer über Wanderer, Radler über Radler. Und die Luft. Nach einem kleinen Nickerchen fuhren wir nach Berchtesgaden. Karin zeigte mir die Stadt und vorher auch noch den Königssee als sich schließlich Matthes zu uns gesellte. Wir fuhren zur Sommerrodelbahn und da war ich dann wieder in meinem Element. Abendessen gab es mit Blick auf den Watzmann. Traumhaft.

Samstag morgen ging´s dann Richtung Salzburg. Dort auf dem P + R angekommen, nur nette Leute. Mit dem Shuttle Bus fuhren wir in die City, schauten uns die Innenstadt und kurz die Durchfahrt der U 23 an und fuhren dann mit dem nächsten Bus zu den Anstiegen. In Hallwang schauten wir uns die letzten 2 Runden der U 23 an, ich feuerte noch mal Alex an und dann machten wir Mittagsrast. Wir malten unser Plakat für Trixi und machten uns dann auf den 4 Kilometer entfernten Anstieg in Tiefenbach. Und hier war dann die Hölle los. Ich brauchte erst mal ein Sauerstoffzelt. Unsere neu gewonnenen italienischen Freunde halfen beim Plakat aufhängen und versorgten uns mit Schinkenbroten und Weißwein. Dann kamen die Frauen zum 1. Mal. Im Chor feuerten wir die Mädels an, puh muss ganz schön steil sein, so langsam wie die fahren. Bis sie das nächste Mal kamen, schrieb ich Ansichtskarten. Von Runde zu Runde wurde ich aufgeregter. Als sie das vorletzte Mal vorbeikamen, blieb mein Herz fast stehen. Jetzt wurde Ernst gemacht. Trixi war gut dabei. In den italienischen Fernseher schaute ich wie hypnotisiert. Dann die letzte Durchfahrt, gut dass ich kein Pulsmesser um hatte. Im Sprint Zweite. Supi. Die Holländerin war einfach zu stark. Matthes und Karin waren von der Stimmung hellauf begeistert. Irgendwann machten wir uns auf die Suche nach dem Shuttle Bus. Wir waren so ziemlich mit die letzten. Die Helfer boten uns dann an mit ihrem Bus in die Stadt runterzufahren. Da dies aber noch ne Viertelstunde dauerte, ich aber fror, bekam ich auch noch ne Jacke von einem netten Herren. Und keine Reise verläuft ja unproblematisch. So hatten wir an diesem Abend noch das Vergnügen mit dem Bus zu entgleisen. Nix passiert. Irgendwann ging es dann weiter. Nur wo mussten wir aussteigen? Da meinte der Busfahrer: Müssen sie zum P + R Süd? Nach unserer Bejahung, bat er uns nun den Bus zu verlassen. Er habe dies unserer Nasenspitze angesehen, war sein Kommentar. In der Pension angekommen, fiel ich ins Koma.

Noch einmal führte uns der Weg nach Salzburg. Am P + R unsere Freunde begrüßt und dann wieder zur Rennstrecke. Heute waren die Profis dran. Knackige Kerle so weit das Auge reicht. Gegen 14 Uhr machten wir uns dann auf den Heimweg. Die ersten 6 Stunden fuhr ich, es ging über Stock und Stein die ersten 25 Kilometer, wir waren zu geizig ne Vignette zu kaufen. Nachdem es zunächst bissl schwerfällig auf der A 8 zuging, hatte ich dann freie Bahn. A la Schumacher fuhr ich auf der linken Spur Richtung Ruhrgebiet. Doch was war das. Stau auf der A 3 bei Würzburg. Eine ganze Stunde im Schneckentempo. Ob uns langweilig geworden ist? Quark mit Soße. Wir spielten Kennzeichen Raten. Was wir nicht wussten, fragten wir nach. Irgendwie verspürte ich nun große Lust, die Menschheit zu veräppeln. Ich fuhr neben einem Auto mit dem Kennzeichen AB und fragte nach, ob dies denn Anrufbeantworter bedeutet. Die Jungs verneinten dies und erklärten mir, das sei Aschaffenburg. Aber dit wusste ich ja eigentlich. Ich: Ich bin hier doch richtig Richtung München oder? Antwort: München? Nee, das ist die andere Richtung. Wo willste denn hin? Ich: Zum Oktoberfest. Antwort: Ah, da kommen wir her. Ich: Ach jetzt weiß ich woher ich dich kenne. Wir haben gestern zusammen ein Bier gesoffen. Antwort: Echt? In welchem Zelt denn? Karin machte sich fast in die Hose vor Lachen. Dann wollte ich seine Telefonnummer, weil ich wollte ja auf den AB sprechen, aber er gab sie mir nicht. Heul. Da sahen wir schon unsere nächsten Opfer. HH? Heißt das Hildesheim? Und schon hatten wir neue Gesprächspartner. Anschließend noch mal die Nummer mit München. Ein Autofahrer meinte: Nee, Mädel da biste völlig falsch. Du musst umdrehen. Umdrehen? Hier auf der Stelle? Aber dann bin ich doch ein Geisterfahrer. Leider war der Stau dann irgendwann vorbei. In Frankfurt übergab ich Karin das Steuer und sie chauffierte uns beide nach Hause.

Eine geniale Woche. Ich will mehr davon.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Manch einer wartet, dass die Zeit sich wandelt, manch einer packt es an und handelt (11.-17.09.2006)

So langsam finde ich wohl aus meinem Loch heraus. Nach einigen Wochen, wo ich mich mehr oder weniger zurückzog und eher mehr auf der Couch lag, u. a. mit meiner Virusinfektion kämpfte, gehören nun hoffentlich der Vergangenheit an. Ich packe es an und handle. Vielleicht hat die Überschrift dieser wöchentlichen Kolumne, die ich im FOCUS auf dem Rückflug von Dresden nach Düsseldorf las, mir den Anschub dafür gegeben.

Zum Wochenbeginn stand der Haushalt wieder im Mittelpunkt. Abwaschen, Wäsche waschen, saugen usw. Gegen 21.30 Uhr hatte ich ne kleine Müdigkeitsphase, doch ich wollte unbedingt den Film 9/11 zum Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center schauen. Normal wär ich ins Bett gegangen, es wäre mir egal gewesen, so meine Einstellung in den letzten Wochen. Doch diesmal nicht. Ich wollte ihn schauen, also schaute ich ihn auch. Kaum hatte die Doku dann auch begonnen, war ich froh diese Entscheidung getroffen zu haben. Locker hielt ich bis nach Mitternacht durch.

Nach der Arbeit war ich heute noch mit Lucie verabredet. Ich hatte Glück, dass sie nicht absagte, denn ein hartnäckiger Verehrer versucht sie im Moment mit allen Mitteln für sich zu gewinnen. Ihr Freund Rolando weilte ja in Bremerhaven bei seinen Eltern und so nutzte dieser Typ, Kerl oder wie auch immer die Gelegenheit. Jegliche Kontaktaufnahme in der Kantine, vor dem Bürogebäude die Frage nach einem Eiscafé, E-Mails blieben bei Lucie ohne Erfolg. So hatte ich das Vergnügen mit ihr im Hafen den Tag ausklingen zu lassen. Wir beobachteten die Leute, quakten über Gott und die Welt und zum Abschluss begossen wir den Abend mit einem Glas Rotwein um 22 Uhr, da Lucie auch noch die Zusage für ihre neue Wohnung bekam. Auf dem Weg zum Auto, schaute ich noch in einem Türkencafé vorbei. Da war soviel los und ich schaute nach dem Grund. Lucie meinte dann, dass ich nicht mehr ganz nüchtern sei, dort einfach reinzulatschen. Ich bin nun aber mal wissbegierig. Ich nahm sie dann mit nach Hilden bis zu MC D, wo um 23 Uhr die Hölle los war und übergab sie ihrer Mama.

Am Mittwoch genehmigte ich mir ne Mittagspause von 3 Stunden. Das Kantinenessen hatte ich satt und so ließ ich mich auf die Kö zu Maredo einladen. Naja und so ein Essen muss man ja genießen und da kann ich nach 30 Minuten nicht aufstehen und gehen, ich befand mich zudem noch in netter Gesellschaft. Um 16 Uhr war ich wieder an meinem Arbeitsplatz. Chefe Jürgen wollte schon ne Vermisstenanzeige aufgeben. Durch diese lange Pause blieb ich bissl länger im Büro. Die Arbeit muss ja auch gemacht werden. Nee, ich mein jetzt nicht das Internet surfen, die meiste Zeit arbeite ich wirklich!!!! Um 18.15 Uhr hatte ich dann aber doch keine Lust mehr und machte mich auf den Heimweg.

Um meine große Reise muss ich mich nun auch langsam kümmern und so ging ich am Donnerstag Nachmittag ins Hildener Bürgerbüro zum Reisepass beantragen. Zunächst musste ich ein paar Passfotos von mir schießen lassen, was sich als gar nicht so einfach herausstellte. Den neuen Anforderungen der Behörden konnte ich nur schwer gerecht werden und von den 3 Versuchen ein verwendbares Foto von mir zu erstellen, gelang einzig und allein einer. Besser als gar keiner oder? Dann gings zum Antrag ausfüllen, wo vor mir einem Bürger die wartende Meute nicht interessierte und er der Sachbearbeiterin erst mal seine Sorgen und Nöte schilderte. Dann war ich endlich dran. 58 Euro hingelatzt und auf wiedersehen bis in 4 Wochen.

Der Freitag Nachmittag stand dann auch wieder im Zeichen der großen Reise. Diesmal ging es ins Reisebüro. Die Reise musste ja auch noch gebucht werden. Nachdem all meine Fragen beantwortet waren, setzte ich meine 3 Kreuze unter den Vertrag und hatte am Ende noch ein richtig günstiges Angebot bekommen. Nun ging es weiter zum Einkaufen. Mehl, Zucker, Schlagsahne. Genau. Ich musste noch Kuchen backen. Muffins, Brownies und lecker Mandarinen Raspel Kuchen.

Das Vereinsrennen stand auf Samstag in Emsdetten auf dem Programm. Morgens war noch Wohnung cleanen an der Reihe und Mittags kam dann Peg. Gemeinsam ging es ins Münsterland. Kuchen abliefern und Betreuerin spielen. Melli schaffte ihr Ziel Treppchenplatz mit Rang 3, Peg wurde Sechste und das nach wochenlanger Krankeitspause. Sie war am Ende zwar ziemlich im Eimer, aber jut gekämpft. Wir sahen uns dann noch das ein oder andere Rennen an, quakten hier und da und traten gegen 21.00 Uhr die Heimreise an. Um 22.30 Uhr war ich dann in Hilden und verabschiedete mich von Peg.

Der Sonntag war gespickt mit vielen Angeboten. Und von all denen, die bis Samstag Abend in Frage kamen, nahm ich keines in Anspruch. Da waren zu einem die IFMA, zum anderen die Deutsche Meisterschaft Zweier-Mannschaft auf der Kölner Radrennbahn, das Bundesligarennen der Männer U 23 auf dem Nürburgring und die Hockey WM in Mönchengladbach, wo die Karten aber leider schon Anfang der Woche ausverkauft waren. Auf alles hatte ich irgendwie Lust, konnte mich aber nicht so recht entscheiden und blieb im Bett, bis 11.40 Uhr eine sms auf meinem Handy eintrudelte. Lust auf ein Eis? Klaro. Also raus aus den Federn und lecker Eis genießen. Mein Eis musste ich mir aber verdienen und so musste ich erst einen Fußmarsch von bestimmt 30 Kilometern, so kam es mir wirklich vor, zurücklegen bis wir am Eiscafé ankamen, zwischendurch gab es noch bissl gratis Heimatkundeunterricht (Wie heißt das eigentlich im Westen? Auch so?). Zurück zu war der Weg dann kürzer, aber steiler. Ich versuchte nicht allzulaut zu schnaufen, machte gute Miene zum bösen Spiel und war dann wieder am Ausgangspunkt angekommen. Keine halbe Stunde später machten sich meine rechte Wade und mein linker Oberschenkel bemerkbar. Echt krass wie schnell man mit der Kondition und den Muskeln abbaut. Ich habe mir na klar nix anmerken lassen. Damit aber aus den Muskelschmerzen keine Krämpfe vor Ort wurden, schlüfte ich Mineralwasser. Als ich mich wieder in meinen 4 Wänden befand, hab ich dann noch kurz mit meinem Bruderherz gephont und mit Freundin Karin und dann den Abend bei „Gladiator" ausklingen lassen. Die nächste Woche ist auch schon gut mit Terminen gefüllt. Das rumhängen ist nicht mein Ding. Die Woche war ich schon fast wieder die Alte. Es geht aufwärts.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Windeln wechseln und einfach mal wieder Kind sein (04.-10.09.2006)

Ich hatte das pure Glück noch 2 Tage in Sachsen weilen zu können. Die, die mich kennen, wissen, dass ich diese Zeit in vollen Zügen genieße. Meine Eltern waren zwar wieder in Cottbus und mein Bruder in Belzig, doch alle anderen Familienmitglieder waren um mich herum. Die Woche ging es dann bei Jann endlich mit der Schule los. Ich glaub mitten in der Nacht ging der Wecker. Warum hat dem Jungen am Vorabend denn niemand erklärt, wie der Wecker aus geht? So war irgendwann das ganze Haus wach. Na egal. Ich pennte wieder ein. Irgendwann schaffte ich es dann an den Frühstückstisch. Dann suchte ich Tim. Mit ihm zusammen machte ich auf der Couch dann auch das Mittagsschläfchen. Als wir erwachten, kam der ABC-Schütze aus der Schule und erzählte von seinem 1. Tag. Danach ging´s raus zum spielen. Ich nahm mir Tim und zeigte ihm das Dorf. Obwohl er die meiste Zeit schlief, erzählte ich Geschichten über Geschichten. Dann widmete ich mich auch mal dem großen Bruder und wühlte im Sand. Mit mir kann man´s ja machen. Nachdem ich Jann dann ins Bett gebracht hatte und den Tag noch einmal Revue passieren ließ, waren heute der Herr des Hauses und ich beim Fernsehprogramm einer Meinung. Wir wählten Pro 7. Vorher musste ich Lucie schnell noch ne Mail schicken. Ich hatte doch glatt ihren 25ten Geburtstag vergessen.

Dienstag Vormittag machte ich mich mal wieder bissl über die Studiumsunterlagen. Personalmanagement. Kein so schweres Thema. Mittags gab´s nach 4 mal Gulasch an den vergangenen Tagen dann mal was anderes. Dann noch bissl mit Tim gekuschelt und auch mal die Windel gewechselt, okay klappte noch nicht 1 A, Jann von der Schule erwartet, schon am 2. Tag war ihm dass zu blöd, dass Mama ihn am Bus abholte, noch bissl gespielt und schon war es an der Zeit sich zu verabschieden. Mein Cousin brachte mich am frühen Abend nach Dresden auf den Flughafen. Ich war auch fest davon überzeugt, dass dort ein MC Donalds war. Aber irgendwie war der nicht auffindbar. So machte mein Cousin mit Freundin die Fliege und ich ging zur Sicherheitskontrolle. In einem halbvollen Flieger flog ich nach Düsseldorf, wo ich um 20.30 Uhr landete, ich hatte noch nicht mal den FOCUS durch. Von Ohrenschmerzen blieb ich diesmal erholt, da der Flieger nicht ganz so hoch flog. Mit der S-Bahn ging es nach Hilden weiter.

Nun hieß es wieder ins Büro watscheln. Der 1. Tag nach Krankheit und Urlaub dauerte bis 18.20 Uhr. Zwischendurch kam von meiner Cousine ne sms: Ich vermisse dich, dein Tim. Hach wie süß. Fotos gibt's übrigens auch auf meiner Seite. Dienstag vor der Abreise meinte sie auch, ab Mittwoch wird das Geplärre losgehen, weil keiner den Bub rumschleppt und sich den ganzen Tag mit ihm beschäftigt.

Nach dem Arbeitstag stand Einkauf und lernen auf dem Erledigungszettel. Ansonsten war dieser Tag einer der ruhigen Woche. Ich hab mich dann nur noch um meinen Oktoberurlaub gekümmert. Mit Freundin Ina konnte ich mich dann endlich einigen wo es hingeht. Aber dazu später mehr.

Da meine Haare mal wieder einen Schnitt nötig hatten, machte ich mich nach dem Büroalltag auf den Weg in die City. Doch mein Friseur war nicht im Dienst und irgendwie verließ mich dann auch die Lust, mich 2 Stunden irgendwo anders hinzusetzen. Also fuhr ich in die Wohnung, schnappte mir mein Rad und gondelte 1 Stunde durch die Gegend.

Samstag morgen dann also der Gang zum Barbier. Meine Nase ließ mich an diesem Tag mal wieder im Stich. So bekam ich jede Menge Mitleid im Salon. Der Vormittag war dann auch schon um. Nachmittag hab ich nen ruhigen geschoben. Inhaliert und Tempo´s Umsatz gesteigert.

Morgens ausschlafen, dann 2 Stunden radeln, ja wirklich ich habe 2 Stunden geschafft und dann noch bissl mit Peg gechattet. Sie hat ja im Moment auch gesundheitliche Probleme, aber es geht wohl aufwärts. Dann noch bissl TV geschaut und zeitig ins Bett, da die kommende Woche der Terminkalender wieder mal richtig voll ist. Das ist gut so, weil jede Woche, wenn ich die Kolumne schreibe, merke ich, dass ich gar nicht mehr soviel zu erzählen habe. Nicht das ich Gefahr laufe, meine Leser zu verlieren.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
ABC-Schütze (28.08.-03.09.2006)

So Seppo, Melli und all die anderen. Nachdem ich schon mehre Mails bekommen habe, wo denn meine neue Kolumne bleibt. Hier ist sie. Also Stuhl nehmen, hinsetzen, zurücklehnen und gaaaaaaanz aufmerksam lesen.

Was habe ich Montag gemacht? Genau Haushalt und den Hintern platt sitzen. Nebenbei habe ich meine Nase noch in meine Studiumsunterlagen gesteckt. Noch knapp 4 Wochen bis zur Prüfung. Bibber.

Nun stand die Besichtigung der Wettkampfstrecke in Willich auf dem Programm. Roland und ich fuhren also nach der Arbeit dahin. Eigentlich wollte er erst ne Runde im Freibad schwimmen, doch 4 Euro für 2 Stunden schreckten ihn dann doch etwas ab. So zogen wir uns um und sattelten auf. Dunkle Wolken am Himmel. Wir schauten uns die Wechselzone an und machten uns dann auf den Radabschnitt. Bis zur Wende und dann passierte es. Regen waren wir ja gewöhnt von den Trainingseinheiten, aber was heute runterkam, war nicht mehr normal. Mit meinem Schützling hatte ich kein Erbarmen und so musste er mehrmals u. a. die Wende üben. Als wir wieder am Schwimmbad waren, bat ich einen kleinen Jungen, ein Foto von Sportler und Trainerin zu machen. Doch dieser wehrte sich. Ich konnte es kaum glauben. Doch Mama hat ihm bestimmt verboten mit fremden Leuten zu sprechen. Nun gut, eine nette Frau fand sich für das Abschlussfoto dann doch noch. Bibbernd fuhren wir zum Auto. Mein Gott haben wir Minusgrade? Auto packen und ab nach Krefeld unter die warme Dusche. Als Roland aus dem Keller kam, war ich schon wieder am gehen. Mit nem kleinen Umweg, meine Orientierung ließ mich mal wieder im Stich, war ich dann irgendwann in Hilden.

Der Mittwoch war mal wieder nicht so erwähnenswert. Mir ging es nicht gut und so überlegte ich, ob ich überhaupt arbeiten gehe. Ich schleppte mich aber um 9.30 Uhr doch hin, beschloss dann aber um 12 Uhr wieder heim zu gehen. Dort pennte ich erst mal ne Runde und kam auch sonst nicht mehr so richtig in Schwung an diesem Tag.

Auch Donnerstag ging es nicht viel besser. Leider bekam ich kein Auto mehr und so musste ich doch bis zum Freitag warten, bis ich meine Wohnung Richtung Osten verlassen konnte.

Freitag war es dann soweit. Gegen Mittag machte ich mich auf den Weg. So schnell wie ich eigentlich wollte, ging es dann aber doch nicht vorwärts. Schuld war ein umgekippter Bierlaster kurz vor Braunschweig und 25 Kilometer Stau. Abfahren von der Autobahn wurde mir vom Radioreporter abgeraten. Na super. Da war also Geduld gefragt. An einer Raststätte traf ich noch auf 2 Reisebusse SZ Reisen, SZ steht für Sächsische Zeitung, deren Passagiere mich Richtung Toilette fast umrannten. Erinnerungen auf frühere Urlaube mit den Eltern wurden wach. Um 20 Uhr war ich dann endlich bei Familie Wehle. Jann: Mama, das ist Liane rief er als ich schellte. Papa Wehle: Nee, das ist zu zeitig. Liane kommt immer erst in der Nacht. Doch ich war es wirklich. Tasche abstellen und: Liane machen wir Kissenschlacht? Nach dem Abendessen opferte ich mich also und heimste so die ersten Kratzer ein. Dann musste ich mich aber noch bissl dem neuen Erdenbürger widmen. Timi kannte mich ja noch nicht und das musste sich schnell ändern. Als Tim dann schlief, was er fast den ganzen Tag macht, sollte ich Jann noch eine Geschichte vorlesen.

Einschulung - Jann´s großer Tag. Vormittags düste ich mal in den nahegelegenden Marktkauf. Mal schauen was es da so neues gibt. Da Mama, Papa, Tim und Jann mittags zur Schule fuhren, war ich für den Gästeempfang, Kaffee kochen und Kuchen schneiden verantwortlich. Unterstützung hatte ich mittlerweile auch von meinem Bruder, der sich es nicht nehmen ließ, zur Fete zu kommen. Um 16 Uhr war dann Kuchenschlacht. Die Kiddis gingen mit vollem Bauch auf den Spielplatz. Mein Besuch wurde sogleich bestraft. Eine Stimme rief: Liane, wir waren doch im letzten Jahr zusammen im Dinosaurierpark und sind dort rumgeklettert und so. Ich: Ja ich weiß. Und nu war kein Wegkommen mehr. Fußball spielen, Fange spielen, rutschen, wo ich mit meinem dicken Hintern na klar hängenblieb und so weiter und so fort. Nach dem Abendbrot heckten mein Cousin und ich dann nen Plan aus. Wir hatten mitbekommen, dass Onkel Andre Bereitschaftsdienst hatten und so nahmen wir uns die Gelben Seiten, suchten die Firmennummer raus und riefen an. Okay wir brauchten 3 Versuche, weil wir aus dem Lachen nicht herauskamen, nahmen dann den Text auf Band auf, wählten die Nummer und spielten das Band ab. Eigentlich wollte ich sächseln, aber es wurde dann doch türkisch / deutsch. Wofür wir den Bereitschaftsdienst benötigten? Für eine verstopfte Toilette, die sehr unangenehm nun roch. Zunächst glaubte Andre die Geschichte auch, bildete sich dann aber ein, was von einem Vermieter aus NRW gehört zu haben. Dem war aber eigentlich nicht so. Als er mich dann fand, musste ich die Füße unter die Arme nehmen und mein Heil in der Flucht suchen. Dann noch paar Sprüche mit meinem Bruder am Tisch gekloppt, Eltern bissl geärgert und um 1 Uhr war Bettruhe. Ich trug Jann, der auf dem Wohnzimmersofa eingeschlafen war, noch ins Bett.

Eigentlich sollte der Sonntag mit einem Lauf über ca. 8 Kilometer mit Bruder, Onkel und Cousin beginnen. Doch meine Nase war mehr als zu. Mal wieder. Ich jammer auch gar nicht mehr rum. Hat ja eh keinen Sinn. So blieb ich bei klein Tim und schlief auf dem Sofa mit ihm auf meinem Bauch irgendwann wieder ein. Und dann war ja da auch noch Roland´s Triathlon. Sturm und Regen. Aber das kannte er ja. Am Ende Platz 2 in seiner Altersklasse hinter Radsportler Jacob Wamser. Gruppenleiter Schubert wurde nicht mal letzter obwohl der rein sporttechnisch nix gemacht hat in den letzten Monaten. Ich hatte ja schon damit gerechnet, das sein Herz das nicht mitmacht. Mit Jann wurde dann Lego und Playmobil zusammengebaut und Tim kam na klar auch nicht zu kurz. Dahin geschleppt, dahin chauffiert. Bin ja nicht so oft da und da kann man schon mal verwöhnen. Bevor meine Eltern dann mit meinem Brüderchen gen Cottbus düsten, schaffte ich noch den Mietwagen weg und schaute mal bei Tante Birgit und Onkel Wolfgang vorbei. Mit dem Hausherrn des Hotel´s Wehle diskutierte ich noch um das Sonntagsabendprogramm, musste aber am Ende den kürzeren ziehen und auf meinem Zimmer Polizeiruf 110 schauen.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
2 Radl-Nachfolger gefunden (21.-27.08.2006)

Wie üblich widmete ich mich Montag dem Haushalt. Wäsche waschen, Rad von Sportsfreund Roland reparieren und anschließend vor den TV hauen. Müde war ich auch noch etwas vom Wochenende und so war ich alsbald im Bette.

Nachdem ich den Dienstag bis 17.30 Uhr im Büro verbrachte, fuhren Roland und ich noch 50 Kilometer am Rhein entlang. Nun sollte auch er mal im Wind fahren und so schickte ich ihn einmal 5 Kilometer und einmal 3 Kilometer EB fahren. Ich ruhte mich im Windschatten aus. Doch so ruhig war es gar nicht. Der Junge trat mächtig in die Pedale. Beim Einbruch der Dunkelheit waren wir wieder in Hilden.

Mittwoch war wieder so ein Tag wo mein Entzündung auf den Kopf drückte und so verschwand ich nach der Arbeit zeitig in die Kiste. Das ich mein Mailprogramm immer noch nicht hinbekommen habe, hat mir dann noch den Rest gegeben.

Strömender Regen am nächsten Radltag. So war für den neuen Star am Radsporthimmel Rolle fahren angesagt. Ich schaute indes fern und erledigte einige Telefonate. Anschließend lief Rolando noch 6 Kilometer draußen und ich fuhr mit dem Rad nebenher. So schaffte ich wenigstens ein paar Kilometer an diesem Tag.

Diese Woche begann mein Wochenende schon am Freitag. Ich schlief etwas länger und fuhr dann nach Holzwickede und holte Melli ab. Dann ging´s weiter nach Delbrück. Da ich gesundheitlich noch immer nicht in der Lage bin, ein Rennen zu fahren und vor Wochenfrist gesehen habe, dass es sinnlos ist, ließ ich es besser sein in Paderborner Land um die Wette zu fahren. Irgendwie hatte ich heute ne Eingebung und flüsterte am Start Melli ins Ohr: Probier heute was. Und sie tat es. Ziemlich zu Beginn des Rennens ergriff sie die Flucht und keiner folgte. Von Runde zu Runde wurde der Vorsprung größer, ich war am Straßenrand völlig aufgeregt. 10 Runden vor Schluss fuhr Eva Lutz von der Equipe Nürnberger noch zu Melli und gemeinsam drehten sie die letzten Runden. 2 Runden vor Schluss leistete ich dem Sprecher Henning Tonn noch Gesellschaft. Ein kleines Interview und dann kam schon der Schlusspurt. Rang 2 am Ende für Melli und Platz 4 für Caro. Klasse Mädels. Da fällt es gar nicht auf, dass wir krankheitsbedingte Ausfälle haben. Mir standen die Tränen in den Augen. Melli, die kleine an diesem Tag ganz groß. Und verdient hat se es sich allemal. Vor den Anwesenden bedankte sie sich nicht nur bei den Zuschauern sondern auch bei mir für die Freundschaft und das Überreden zum Weitermachen, da sie Anfang des Jahres ja das Rad an den Nagel hängen wollte. Mir blieb das Herz fast stehen. Vor hunderten von Menschen, das macht schon ein wenig stolz. Selbst jetzt beim tippen dieser Zeilen, wird mir bewusst, was ich da für ne tolle Frau vor 5 Jahren kennengelernt habe. Nach dem Männerrennen, was ja schon Pflicht ist, machten wir uns dann auf den Heimweg, wo wir gegen 1 Uhr ankamen. Ein bewegender Abend. Selbst hätte ich gerne auf dem Rad gesessen, freute mich für Melli über ihren Erfolg, erntete aus dem Männerfahrerfeld Lob für mein Interview und viele Leute erkundigten sich nach meinem Befinden.

7.40 Uhr, diesmal war ich schuld, zog ich die Jalousien hoch. Kurzer Citybesuch mit Melli und anschließend Fahr nach Queidersbach zum Bundesligarennen mit Zwischenstopp am Kölner Flughafen, wo wir zu Caro übersiedelten. Nachdem ich vor Ort in Queidersbach noch hier und da ein Schwätzchen hielt, ging ich 18 Uhr zur Mannschaftsleitersitzung. Anschließend ging´s zum Nudel fassen. Unsere Unterkunft befand sich im Regenwald oder so was ähnlichem. Völlig abgeschieden und ohne jeglichen Handyempfang weit und breit. Um 22 Uhr war Nachtruhe.

Durch Gequake von der nimmer mundfaulen Melli wurde ich am Sonntag gegen 8 Uhr geweckt. Nach dem Frühstück ging es dann zum Rennen. Das Wetter hielt. Um 13.15 Uhr mussten die Mädels auf die Strecke und ich fuhr mit dem Auto hinterher. Gut, dass Caro die Puddy´s CD im Auto hatte, sonst wäre ich vor Langeweile gestorben. Caro ließ mein Herz dann in der letzten Runde noch mal höher schlagen, als sie Probleme am Berg bekam, sich aber zurück ins Feld kämpfte und am Ende 5te vom Feld und Gesamt 17te wurde. Dann Auto packen und zurück ging´s nach NRW. Caro war glaub ich auch froh, als Melli und ich endlich das Auto verlassen hatten. Bei uns beiden knallten mal wieder die Sicherungen durch. Gut, dass Caro ihre Knarre bei Dienstschluss immer abgeben muss. Ich brachte Melli dann nach Solingen auf den Bahnhof und gegen 22 Uhr war ich wieder in meinen 4 Wänden.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Halmaclubkarriere (14.-20.08.2006)

Die letzte Gruppenleiter freie Woche ist angebrochen. Also heißt es noch einmal die Ruhe genießen. Leider ging der Arbeitstag mit Kopfschmerzen zu Ende und so haute ich mich in meiner Wohnung gleich ins Bett.

Dienstag stand dann die 2. Trainingseinheit zur „Operation Volkstriathlon Willich-Sieg" auf dem Programm. 45 Kilometer scheuchte ich Roland durch die Gegend und bis auf ein bissl Jammern wegen Genickschmerzen hielt er sich super. Er wagte es sogar mich an den Autobahnbrücken zu attackieren. Die letzten 5 Kilometer wurden wir pitschenass und Lucie, die schon vor meiner Wohnung wartete, machte sich schon Gedanken wo wir bleiben.

Nach Feierabend ging es Richtung Bielefeld zum Polterabend von Kollege und Freund Frank. Gut dass ich an diesem Abend nicht das Auto lenken musste. Es war ein netter Abend und gegen 22.30 Uhr machten wir uns wieder auf den Heimweg. Ein letztes Drücken und alles Glück der Welt wünschen für Frank und seine Kathi. Ich weiß noch wie er gekämpft hat wochenlang bis er endlich ihr Herz erobert hatte. Und als er aus dem Amerika Urlaub mit ihr kam, meinte er: Ich muss dir was erzählen. Darauf ich: Du heiratest?! Da war er baff, aber es stand in seinem Gesicht.

Keine Pause auch am Donnerstag. 20 Kilometer fuhren Deutschland´s neue Radhoffnung alias Roland mit dem Radl und anschließend lief Roland noch 5 Kilometer und ich fuhr mit dem Rad nebenher. Übrigens braucht Roland nen Reifensponsor. 3 Trainingseinheiten und 2 Platten.

Ruhe vor dem Sturm oder vor dem ereignisreichen Wochenende. Einkaufen und stundenlang mein Incredi Mail Programm wieder in Ordnung zu bekommen, waren an diesem Freitag meine Hauptaufgaben. Dann ging´s zeitig ins Bett.

Samstag morgen schwang ich mich auf´s Rad und fuhr Vorbelastung für den Wettkampf in Witten. Dann Rad putzen und ab zum Rennen. Nach dem Warmfahren war ich schon völlig platt. Oje. 6 Wochen kein Rennen, kaum Training. Dann ging´s los und es kam wie es kommen musste. Ich hatte mein Kopp von der 1. Runde an unterm Lenker. Nach 3, ja nach ganzen 3 Runden war Schluss. Waren ja auch nur noch 27 angezeigt. So versuchte ich von draußen den anderen noch ein paar Tipps zu geben. Caro schaffte dann Gott sei Dank Platz 3. Während Melli duschte, schaute ich mal wieder den Männern zu und fuhr vorher auch noch bissl rum mit denen. Als dann Melli endlich ihre 7 Sachen beisammen hatte, machten wir uns auf den Weg nach Barmstedt, kurz hinter Hamburg. Da kamen wir dann auch um 22 Uhr an. In Barmstedt war Stoppelfest und ich wollte eigentlich noch da hin, doch Melli zog es vor, lieber schlafen zu gehen. So bezogen wir unsere Wohnung in der 2. Etage eines Mehrfamilienhauses, schauten noch paar Minuten fern und schlossen die Äuglein.

Obwohl Melli mit mir unterwegs ist, strahlte meine Ruhe nicht auf sie über und so klingelte um 7 Uhr!!!! der Wecker. Wir machten uns dann auf die Suche nach einem Bäcker, fanden diesen dann auch und frühstückten dann unsere 2 Brötchen. Inzwischen haben auch unser Pärchen nebenan das Bett verlassen. Gegen 8.30 Uhr verließen wir Barmstedt und fuhren ins 10 Kilometer entfernte Elmshorn. Dort traf ich Paul aus Holland, der zu Besuch bei seiner Verwandtschaft in Schleswig-Holstein war. Für Melli gab es nach der Sichtung der Startliste nur ein Ziel. Treppchenplatz. Ich wollte ihr dabei helfen, doch nach 8 Runden war ich wieder platt. Nun gut, ist nicht zu ändern. Wenn es halt nicht geht, dann geht es halt nicht. Melli hatte in der Zieleingangskurve leider eine schlechte Position und landete nur auf Platz 7. Aber ich find´s trotzdem okay. Die Lütte fährt super stark. Nun muss se halt die Verantwortung übernehmen, wenn Lilli schwächelt, aber dit macht se jut. Auf dem Rückweg machten wir noch in Lüneburg bei Berufsschulfreundin Aylin halt. Ich musste mir ja das neue Reich ansehen. Und nen dicken Bauch hat se och. Als sie dann erzählte, dass der Nachwuchs jetzt jeden Tag kommen könnte und sie ständig die Augen zuknief, entschieden Melli und ich uns die Flucht zu ergreifen. Melli setzte ich dann um 21.30 Uhr in Münster ab und fuhr noch die letzten paar Kilometer in die Itterstadt weiter. Da war ich dann gegen 23 Uhr, hatte meine Kilometeranzeige rapide in die Höhe getrieben an diesem Wochenende und überlegte vor dem Einschlafen, ob es nicht doch besser sei in einem Halmaclub einzutreten als weiter Rad zu fahren, zumal ja eine Sportlerin mal erzählte über eine andere, dass diese doch das Radfahren sein lassen soll, dass sei nix für sie. Doch gerade diese als unfähige Radfahrerin betitelte Sportlerin hat ein Rennen an diesem Wochenende gewonnen. Ich werde also die nächsten Tage mir reiflich überlegen, ob ich überhaupt noch mal auf´s Rad steige. Am besten ich hol mir da mal bei Experten nen Tipp.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Life's too short to be afraid - Step inside the sun (07.-13.08.2006)

Die Woche begann zunächst mit dem Gang zum Arzt. Da ich mit meinem alten Hausarzt auch nicht so super zufrieden war, suchte ich mir in den gelben Seiten mal nen neuen Arzt. Um 8.30 Uhr betrat ich die Praxis und wurde für einige Zeit in den Warteraum geschickt. Einige Zeit, das waren am Ende 3 Stunden. Dann erzählte ich dem Doc meine Leidensgeschichte. Nach einer kurzen Untersuchung bekam ich einen neuen Termin und bis zur endgültigen Diagnose absolutes Sportverbot. Nun gut.

Montag nur nachmittags arbeiten und Dienstag nur vormittags. So lässt es sich leben. Nach dem Mittagessen fuhr ich nach Köln. Robbie war in der Stadt. Melli wollte ihrem Zukünftigen ganz nahe sein und so musste ich schon um 14 Uhr mit ins Stadion watscheln. Dort trafen wir auf Groupies, die schon letzte Nacht dort zelteten. Um 16.00 Uhr dann der Einlass. Ich habe Melli noch nie so schnell laufen sehen. Irgendwie gelang es uns dann in der 2. Welle zu stehen, also ziemlich weit vorne. Nur noch 4,5 Stunden. Puh. Zur Ablenkung ging ich mit Peg erst mal essen und trinken. Melli erzählte zwischenzeitlich den Leuten, sie arbeite im Interconti, wo ja bekanntlich Robbie wohnt. Die Leute glaubten jedes Detail dieser Geschichte und wir hatten unseren Spaß. Mir wurden mit der Zeit die Beine immer schwerer und ich musste mich erst mal auf den Boden eine zeitlang setzen. Peg und Melli machten sich schon Sorgen, doch ich hielt mich tapfer. Um 21.00 Uhr war es endlich soweit. Welch ein Konzert, das beste was ich je gesehen habe. Die ganze Show einfach gigantisch. Gegen 23.00 Uhr war dann alles vorbei. Wir schupsten uns gegenseitig zum Ausgang und wanderten Richtung Peg´s neue Wohnung. Dort endlich angekommen, Peg zog es vor nicht den direkten Weg zu gehen, schwang ich mich in mein Auto und fuhr gen Hilden. Fuhr? Nee. Kroch. 45 Minuten brauchte ich bis ich aus Köln raus war und dabei waren es bis zur Autobahn vielleicht 5 Kilometer. 1 Uhr lag ich dann endlich in der Kiste.

Nun wie angekündigt der Gang zum Doc. Weitere Untersuchungen wurden durchgeführt, Blut abgenommen und das Pfeifferische Drüsenfieber so gut wie ausgeschlossen. Doch was es ist, wusste er auch diesmal noch nicht. Also Überweisung zum HNO Arzt. Vielleicht weiß der ja mehr. Nach einem relativ ruhigen Arbeitstag, putzte ich mal wieder bissl meine Wohnung. Für Donnerstag hat sich Besuch angekündigt.

Mit Chefe und Freund habe ich nach langer Zeit mal wieder ein langes Gespräch geführt. Irgendwie hab ich weniger Kontakt zu ihm seit ich in seiner Abteilung bin, als wo ich noch nicht da war. Ein Kollege meinte heute zu mir, irgendwann wird er mich bestimmt noch mal erleben, wenn ich nicht lache. Er hat mich wohl noch nie ohne Lächeln gesehen. Dabei bin ich selbst der Meinung, dass ich früher mehr gelacht habe und nachdenklicher geworden bin. Nachmittag stand dann Kollege Roland´s erste Trainingseinheit auf dem Programm. Der junge Mann will Anfang September bei einem Volkstriathlon teilnehmen und hat sich mich als Trainerin für den Bereich Rad ausgesucht. Leider spielte das Wetter nicht ganz so mit, aber von nix kommt bekanntlich nix. So schwangen wir uns auf die Räder und zur weiteren Begleitung gesellte sich Chefe Jürgen noch dazu. Er konnte wohl die SMS „Du Weichei" nicht vertragen. Lucie lief derweil durch Hilden und Jürgen als Tourenguide versuchte Roland und mir die Stimmung zu verderben. Ich seit Wochen nicht auf dem Rad und Roland als blutiger Anfänger gleich durch´s Neandertal. Rauf und runter, rauf und runter. Doch wir haben´s drauf. Wir ließen uns nicht abschütteln. Auch seine Waden konnten uns nicht schocken. Klitschnass kamen wir nach 35 Kilometern wieder in der Lodenheide an. Rolando machte einen durchgeweichten, aber noch in guter Verfassung befindlichen Eindruck und erzählte voller Stolz seiner Lucie von der Ausfahrt. Ich war auch sehr zufrieden mit seiner Leistung und machte mir schon ernsthaft Gedanken, ob der Junge nicht noch ne große Karriere vor sich hat.

Zum Radfahren gehört ja nicht nur die Praxis, sondern auch die Theorie und so stand Freitag Abend nach Feierabend der Besuch der Krefelder Nacht mit Robbie Mc Ewen, dem Deutschen Meister Dirk Müller etc. auf dem Programm. Morgens ging ich zunächst noch zum Chiropraktiker. Vor dem Rennen gingen Lucie und ich kurz noch in die Krefelder City und schoben uns ne Pizza rein. Eigentlich waren wir mit unserem mehr als vollem Bauch gar nicht mehr in der Lage zum Rennen zu gehen, doch wir schleppten uns irgendwie dahin. Da waren sie dann die schnellen Radler. Zunächst lief noch das Juniorenrennen, wo ein Holländer seine Klasse unter Beweis stellte. Zusammen mit 2 Lokalmatadoren enteilte er dem Feld, vereitelte alle Attacken und gewann zum Schluss. Chapeau. Mindestens doppelt so schnell fuhren die Profis. Jedes Mal wenn sie an uns vorbeifuhren, erfroren Lucie und ich bald. Zur Mitte des Rennen´s gesellte sich Roland noch zu uns, der erst noch fleißig in der Schule büffeln musste. Den Abschluss des Rennens, welches der Deutsche Meister für sich entschied, gab es noch ein tolles Feuerwerk. Leider blieb es mir verwehrt mit nem Bekannten, der sich wacker hielt, zu quatschen. So gratulierte ich zu seiner Leistung per sms. Am frühen Morgen war ich dann endlich in meinem Kuschelbett.

Samstag morgen ausschlafen, Tasche packen etc. und ab nach Dortmund. Dort nahm ich Melli auf und fuhr weiter nach Bochum zum Rennen, wo ich endlich mal meine sportliche Leiter Lizenz einsetzen konnte. Leider hatten die Mädels bissl Pech und mussten ihr Rennen im strömenden Regen absolvieren. Hier hat mich Melli positiv überrascht. Ihre Trainingseinheiten zahlen sich nun aus. Um 19.15 Uhr stand dann noch die Mannschaftleiter Sitzung an. Zum Abendessen und zur Übernachtung ging es in die 3 Kilometer entfernte Rombergstraße zu Karin. Dort gab es dann na klar lecker Nudeln mit getrockneten Tomaten. Wir waren schon 6 Leute in der Bude, doch je später der Abend umso mehr Gäste. Erst kam Richie. Cooler Typ. Dann noch 3 weitere Jungs und en Mädel. Die Jungs kannte ich schon vom vergangenen Wochenende vom MTB Marathon. Um 0.30 Uhr verabschiedeten sich die Gäste und wir gingen pennen.

5 Uhr war für mich die Nacht zu Ende. Ich bekam durch meine verstopfte Nase mal wieder keine Luft. Hoffentlich wird Melli nicht wach. Um 6 Uhr musste aber auch sie aus den Federn raus. Andoni und ich machten uns dann kurz nach 7 Uhr auf den Weg zu Start und Ziel. Heute war Sparkassen Giro dran. Dort holten wir den Funk und tunten meinen Ford Fiesta zum Begleitwagen um. Bei guten Witterungsbedingungen ging es um 8.30 Uhr los. 170 Fahrerinnen gingen auf die Strecke. Leider kam Lotte Becker, die für dieses Rennen für uns starten sollte nicht in die Wertung (sie wäre Vierte geworden), da eine andere Rennfahrerin auf das Reglement verwies und sozusagen Lotte in die Pfanne haute. Die Jury hatte am Vortag ein Auge zugedrückt, konnte aber aufgrund des Verweises auf das Reglement der einer Fahrerin nix machen, da sie einer Diskussion nach dem Rennen aus dem Wege gehen wollte. Pech, aber im Leben gleicht sich ja bekanntlich alles aus. Melli und ich schauten uns dann na klar noch das Männerrennen an, trafen noch Starfotograf Jörg Stichert
www.foto-stichert.de, meinen Jugend-Trainer Achim, der T-Mob Masseur, mit dem ich endlich mal paar Worte nach Jahren wechseln konnte. Nebenan stand an der Verpflegungskontrolle Skil Shimano aus Holland, die auch vor Melli und mir nicht verschont blieben und zugelabbert wurden. Um 18.30 Uhr brachte ich Melli dann zurück nach Dortmund zum Bahnhof und fuhr nach Hilden zurück.

Mal wieder ne ereignisreiche Woche. So wie eigentlich normal bei mir und auch die nächsten Wochen werden nicht langweilig.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Außer Gefecht (31.07.-06.08.2006)

Nachdem ich am Wochenende wieder nen schlechten Tag, hatte ging es so weiter. Irgendwas steckt in mir drinnen und ich weiß nicht was es ist. Mein Immunsystem ist alles andere als in Ordnung. Mein Modem für den DSL Anschluss war auch noch nicht eingetroffen und so begann die Woche nicht gerade sehr erfolgreich.

Dienstag stand dann der Prolog der Deutschland Tour auf dem Programm. So machte ich um 13.15 Uhr Feierabend und wanderte zur Rheinkniebrücke. Trotz Anraten besorgter Kollegen nahm ich keinen Schirm mit. Ein paar Minuten später hatte ich den Salat. Pitschnass, aber ich bin ja nicht aus Zucker. Zunächst hatte ich das Gefühl, dass ich alleine auf der Brücke stand, doch dann kamen doch noch einige Leute. Auch ein bekanntes Gesicht erkannte ich noch und so fachsimpelten wir beide mit anderen Zuschauern. Tim Klinger und Ronny Scholz erkannte ich im Rennen leider zu spät und so konnte ich nur noch schnell hinterher rufen. Ich entschied mich dann zum Ziel zu laufen, um die Siegerehrung mir anzuschauen. Den letzten Fahrer, den ich sah, war Seppel Lang. Er sah mich vielleicht nicht, aber hörte mich ganz bestimmt. Gute Idee mit dem Zielbereich, denn hier traf ich noch kurz meinen Jugendtrainer, der jetzt Masseur bei T-Mobile ist. Ein kurzes Händeschütteln, doch dann musste er sich schon um seine Mannen kümmern. Mein Begleiter traf noch 2 Kumpels und so hatte ich nun auch einen Chaffeur nach Hause. Ein kleiner Stop bei Mc Cafe und dann rein in meine 4 Wände.

Morgens überlegte ich noch zum Start der 1. Etappe zu gehen, doch der Regen hielt mich davon ab. Gesundheitlich ging es mir auch nicht besser und so blieb mal wieder nur die Couch. Beim surfen im Internet mit dem endlich eingetroffenen Modem, stellte ich fest, dass ich auf der Rheinbrücke beim Anfeuern aufgefallen bin. Es waren nämlich noch andere Hildener da, die mich wohl kannten und schrieben ihre Erlebnisse und dass ich ja nur Augen für Seppel Lang hatte. Oh.

Donnerstag hatte ich mal wieder eine Begegnung bzw. ein Telefonat ungewöhnlicher Art. Ich wollte in der Nähe von Hamburg für ein Wochenende ein Zimmer buchen. Also rief ich an und reservierte ein Zimmer. Die Frau am Ende der anderen Leitung meinte dann das Zimmer kostet 60 Euro. Okay, im Internet stand 40 Euro aber was solls. Dann gab sie mir ne Handynummer von einer Frau, die ich vor Ort dann da treffen und an die ich das Geld zahlen sollte. Soweit so gut. Kurze Zeit später teilte die Frau der Zimmervermietung mir mit, dass ich das Geld, jetzt waren es wieder 40 Euro an sie überweisen soll. Häää? Ich dachte 60 Euro und vor Ort zahlen. Ach ja und zum Schluss wollte sie mir dann die Handynummer von der Frau vor Ort geben. Aber die hab ich doch nu schon. Alles bissl verwirrend.

Nun ging es mir wieder bissl schlechter. Ich wusch bissl Wäsche und ging schlafen. Ich war wieder völlig fertig.

Da ich das ganze Wochenende nicht in der Wohnung hocken wollte und der Meinung war, dass frische Luft mir gut tut, entschied ich mich nach Wetter zum Ruhrtal MTB Marathon zu fahren. Freundin Karin nahm da teil. In 3 Stunden verbrauchte ich ca. 30 Taschentücher. Nicht gerade normal oder? Dann traf ich noch nen Trainer, der meinte ich solle mich mal auf Pfeifferisches Drüsenfieber untersuchen lassen. Na supi. Völlig kaputt kam ich wieder in Hilden an. Karin erkundigte sich, ob ich gut angekommen bin, weil ich so shit aussah. Da schaut man bei einem Rennen zu und fühlt sich als ob man 200 Kilometer Rad gefahren ist. Obwohl wo ich auf Malle über 200 Kilometer gefahren bin, hab ich mich nicht so schlecht gefühlt.

Den Sonntag verbrachte ich dann im Bett. Es ging mir zwar besser als am Vortag, doch auf irgendwelche Aktionen hatte ich weder Lust noch Kraft. Nicht gerade das richtige für mich, wo ich doch so agil eigentlich bin. Doch das wird schon wieder.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Herzlich willkommen Tim (24.07.-30.07.2006)

Dem neuen Erdenbürger war es wohl auch etwas zu heiß und so entschied sich der 2. Sohn meiner Cousine schon 1 Woche früher den Bauch zu verlassen. 6.08 Uhr erblickte der 2.900 g leichte und 51 cm große Tim das Licht der Welt. Viel zu tun hat meine Cousine mit dem Neuankömmling nicht, dass erledigt der große Bruder Jann. Ob mein Bruder damals auch so drauf war? In der Firma ging es auch mal wieder turbulent zu und so verließ ich das Büro erst kurz vor 19 Uhr.

Tja und nun schlossen sich 2 langweilige Tage an. Tagsüber nur bissl worken und ansonsten Hinterteil platt sitzen. Morgens hatte ich nämlich nicht die Muse zu trainieren und nachmittags setzte ich mich bei den Ozonwerten und Temperaturen nicht auf´s Radl. Da ich sowieso mit dem Wetter dieses Jahr überhaupt nicht klar komme und jeden 2ten Tag nen dicken Hals habe oder ne verstopfte Nase, muss ich mir nun nicht noch den Rest holen. Ich bin ja eigentlich jemand, der nicht viel jammert, aber langsam nervt das.

Donnerstag ging´s nach der Arbeit nach Krefeld zum Ostwall. Kumpel und Kollege Roland hat sich ne neue Küche gekauft und feierte Einweihung. Ich lud Kollege Hasan in meinen Flitzer, fuhr mit ihm zum Bahnhof, wo wir noch seinen Freund Lasse einsammelten und weiter gings nach Krefeld. Man was haben wir während der Fahrt gelacht. Lasse hat trockene Sprüche drauf. Sehr sympathisch. Nach einem kurzem Umweg waren wir dann endlich da. Unter Roland´s Wohnung befinden sich ne Apotheke und ne Arztpraxis. Na da kann ja bei seinem Triathlon nix mehr schief gehen. Die anderen Gäste waren schon da und ich begutachtete erst mal die Wohnung. Super schön geschnitten, tolle Küche, tolles Bad, tolles Wohnzimmer, tolles Schlafzimmer. Kein Wunder, dass Lucie jede Nacht dort verbringen will. Ich glaub nämlich, das ist einzig und allein dem Schlafzimmer wegen. Oder doch nicht? Endlich gab´s dann auch was zwischen die Kiemen. Schnitzel mediterana und als Nachtisch Nutellaquark. Leeeecker. Dann wurde noch über Gott und die Welt gequatscht, diskutiert und gelacht und gegen 22.30 Uhr machten wir uns auf den Heimweg. Am Hauptbahnhof Krefeld verließ Kollege Urs das Auto und dann ging es mit Lasse und Hasan weiter nach Düsseldorf. Die Rückfahrt wurde genauso wie die Hinfahrt. Lachen ohne Ende. Die Jungs wollen nämlich ne Curling Mannschaft gründen und in ein paar Jahren an der WM und Olympia teilnehmen. Wer welche Funktion übernimmt ist schon vor dem 1. Training klar. Irgendwie überlegten wir aber nach noch so sinnlosen Sportarten, die olympisch sind und wussten dann auch noch eine, kamen aber nicht auf den Namen. Auch die von uns Angerufenen konnten nicht weiterhelfen. Es war wie verflixt. Komisch an der Sache war nur: Die Angerufenen erzählten alle was von Curling bei unserer Beschreibung. Hääää? Nach langem Kopfzerbrechen fiel es mir dann ein: Short Track war die gesuchte Sportart. Da war wir dann aber auch schon im Stadteil Flingern. Hasan und Lasse verabschiedeten sich und ich suchte mich nach Hilden. Die Beschreibung von Hasan war bestimmt eindeutig, nur ich war wohl etwas müde. Aber bekanntlich führen alle Wege ja nach Rom.

Von den Feierleuten war ich mal wieder die 1te im Büro. Naja wenn schon nicht bei den Radrennen, dann wenigstens morgens im Büro. Total lustlos verließ ich um 15.15 Uhr das Büro. Mein Gruppenleiter war schon 14 Uhr entfleucht. Für ihn stand ne Wanderung auf dem Piedspfad??? auf dem Programm. Ich ging was einkaufen und verbrachte den Abend wo? Joh auf der Couch.

Samstag morgen verschlug es mich in die Hildener City. Mal schauen, was da so abgeht. Doch meine Kreditkarte blieb diesmal verschont. Nach einem kurzen Aufenthalt in meinen 4 Wänden ging es weiter nach Düsseldorf in die City. Aber niemand wollte heute mein Geld. Wussten die etwas, dass ich gar keins habe? So schlürfte ich was im Starbucks und kehrte abends wieder nach Hilden zurück.

Sonntag Vormittag bereitete ich mich dann auf den Sonntag Nachmittag vor. Oh Gott schreib ich ein Mist. Ich schieb alles auf das Wetter. Jedenfalls ich habe es kaum noch geglaubt, radelte ich am Nachmittag noch 2 Stunden. Puh war das schwül. Aber wenigstens das Rad einmal ausgeführt.

Und noch ein Tipp: Unbedingt auf
www.paddi-mit-i.de gehen und den Bericht Cobra 11 unter Aktuelles lesen.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Heiß, heißer, am heißesten (17.-23.07.2006)

Deutschland schwitzt und verdurstet. Dem Aldi und dem EDEKA geht das Wasser aus. Aber gejammert wird nicht. Wochenlang haben wir uns das schöne Wetter gewünscht und jetzt haben wa es. Vielen Dank.

Mit einer gut funktionierenden Klimaanlage ließ sich so auch der heiße Montag bis 17.45 Uhr im Büro aushalten. Da die Jungs bei der Tour heute Ruhetag hatten, machte ich auch einen. Sind ja meine Vorbilder. Hi, hi.

Dienstag ein kürzerer Arbeitstag. Ich wollte bissl radeln. Ganz ruhig und gemählich wegen der Ozonwerte ne und wegen meinem Herzen. Doch zunächst musste ich mir Alpe de Huez reinziehen. Anschließend hoch motiviert die Autobahnbrücke heute im sitzen ohne Wiegetritt zu meistern, raffte ich mich auf und fuhr gute 2 Stündchen - 55 Kilometern. Man war ich am ölen. Ich winkte nach meinem Mannschaftswagen, doch es kam keiner. So musste ich mit 750 ml Wasser auf meiner Itterrunde auskommen. Auch von Wasserträgern keine Spur. Ich werde wohl über einen Teamwechsel nachdenken. Vielleicht Rabobank, wo der Helfer seinen Kapitän am Berg abhängt. So gefällt mir das. Ich wär aber noch so nett und würde beim Vorbeifahren sagen: Courage, Courage.

Mittwoch war dann die Tour im TV so was von spannend, dass ich die Spannung nicht mehr aus den Gliedern bekam und nicht auf´s Radl steigen konnte. Wo war mein Masseur?

Hmmmh. Was war heute der Grund, nach dem Geld verdienen nicht zu radeln? Ja genau. Obstl´s Spruch. In der Ruhe liegt die Kraft und mit der Kraft zum Erfolg. Also machte ich es mir auf meiner Couch bequem und machte wenigstens Kopfgymnastik. Ich war nämlich die ganze Zeit am Kopf schütteln, was dort in Frankreich eigentlich die Favoriten für ne Taktik haben und den Ami soweit voraus lassen. Okay es war heiß aber so heiß, dass ich nen Spitzenfahrer 9 Minuten Vorsprung lasse. Die Quittung haben se dann ja bekommen und ich nen ausgekugelten Nacken.

Um 6.15 Uhr saß ich auf meinem Rad und fuhr bei angenehmen Temperaturen um 18 Grad 75 Kilometerchen. Die Angst war zu groß, mir bei der Hitze nen Hitzeschlag am Nachmittag zu holen. Nen Schlag weg hab ich ja eh schon, doch es muss ja nicht unbedingt schlimmer werden. Kurz vor 9 Uhr war ich bei 25 Grad zurück und begann um 10 Uhr im Büro mit meinem Job. Bis 16.30 Uhr. Dann setzte ich mich in den nicht klimatisierten Bus, trat mit auf´s Gaspedal, damit ich so schnell wie möglich dieses Verkehrsmittel wieder verlassen konnte. Abend ging es dann noch mal nach Düsseldorf rein in die Altstadt, die verschiedenen Angebote des Starbucks probiert und das einzigste Eiscafé Düsseldorf´s entdeckt. Kein Wunder, dass da um 22.30 Uhr noch 30 Leute auf ein Eis warten. Scheint ne Marktlücke zu sein.

Samstag morgen fuhr ich mit 3 Männern ne Runde von 85 Kilometern durch´s bergische Land. Mein Gott war ich platt. Die letzten Tage habe ich wohl nicht richtig regeneriert. Aber bis Paris ist nicht mehr weit. Unterwegs trafen wir dann noch auf Milramfahrer Jochen Helfen. Er befand sich seit 8 Uhr an der Spitze des Peletons, doch gegen 10 Uhr holte ihn das um 9 Uhr gestartete Hauptfeld ein. Damit der Flüssigkeitsverlust wieder schnell ausgeglichen wird, wurde die Etappe im Eiscafe in Hilden beendet. Mit vielen Mineralien versehen, genehmigte ich mir nen Vanille Milkshake. Dann ab auf´s Sofa und Zeitfahren glotzen. Der alte Gonchar. Respekt. Zum Abendessen wurde dann noch gegrillt, aber nur des Eisengehaltes im Fleisch wegen.

Die letzte Etappe. Normalerweise wird da ja nicht mehr angegriffen. Die ersten Kilometer waren die Beine schwer. Die Condor-Flug RTF über 100 Kilometer führte auch Richtung Eifel. Als wir die 1. Verpflegungskontrolle passiert hatten, wurde das Tempo hochgehalten. Doch für einige noch nicht hoch genug. Also noch einen Zacken schneller. Dann kam sie endlich. Die Flamme Rouge. Im Ziel angekommen ließ ich mich feiern und als Belohnung gab es reichlich Käse Brötchen. 2,5 Stunden später trafen auch die Marathonis vom Team Pro-West ein. 201 Kilometern hatten sie in den Beinen. Der letzte Feinschliff vor der Vattenfall Cyclassic. Jungs ich drück euch die Daumen. Das Weekendende wurde dann am Beach von Hilden verbracht, 2 leckere Schoko Frappes bei MC D geschlürft, bissl dumm rumgequarkt und dann völlig erschöpft friedlich eingeschlafen.

Ach ja was ich noch mal zum Schluss erwähnen wollte. Habt ihr mal zusammengerechnet? Ich habe 315 Kilometer die Woche auf dem Drahtesel gesessen. Jetzt scrollt mal auf der Page runter und schaut, wann ich dies das letzte Mal geschafft habe. Los ich will Lob!!!

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Herzlichen Glückwunsch Voigte (10.-16.07.2006)

Die Woche begann mit 3 Urlaubstagen. Eigentlich wollte ich ja an die See aber meistens kommt es ja anders. Ich wachte am Montag auf und konnte mich kaum bewegen. Der ganze Rücken tat mir weh. So machte ich mich auf die Suche nach einem Masseur. Den fand ich dann auch endlich zur Mittagszeit. Ich ließ mich ne halbe Stunde durchkneten und ging mit ein bissl weniger Schmerzen wieder heim. Doch kurze Zeit später ging es mir immer schlechter. Kopfschmerzen aller erster Güte. So verbrachte ich den Rest des Tages im Bett.

Dienstag fuhr ich mal bissl Rad. 75 Kilometer waren es am Ende. Doch ganz ordentlich, wenn man sich so die Trainingskilometer in den letzten Wochen bei mir anschaut. Dann Tour schauen und relaxen.

Den letzten Urlaubstag machte ich noch mal faul. Beine hoch und auf den Alltag vorbereiten. Vormittags nur bissl shoppen bis die Kreditkarte leer war und Nachmittag wieder TV.

Donnerstag hatte mich die EPM Assetis wieder und es ging gleich wieder heiß her. Zum gemeinsamen Urlaub mit Lucie und Roland habe ich mich auch gleich mal selbst eingeladen. Die Abstellkammer sollte für mich bestimmt sein, aber das geht ja nicht. Ich bin ja als Aufpasserin dabei, da bringt es doch nix, wenn ich in der Kammer penne. Doch vielleicht überlege ich es mir doch noch. Hab nämlich in den Nachrichten gehört, dass an der Ostsee ne Rapskäferplage herrscht. Dann bleibe ich vielleicht doch zu Hause. Na mal sehen. Pünktlich um 16.15 Uhr verließ ich meinen Arbeitgeber und fuhr schnell gen Hilden. Heute war nämlich Bergankunft. Aua. Das tat allen bestimmt weh. Gut das ich mein Sofa hatte.

Nun schon der letzte Arbeitstag für die Woche. Um 17 Uhr stimmten auch die Zahlen für die Planung und ich konnte ruhigen Gewissens ins Weekend gehen. Im Supermarkt Schokolade gekauft für´s Sofa. Hört sich in letzter Zeit ganz schön faul an was ich so mache. Aber warum immer ein enormes Pensum anschlagen, wenn der Körper was anderes sagt. Wenn meine berufliche Situation sich nach dem Studiumsabschluss ändert, sind die ruhigen Tage eh gezählt.

RTF in Düsseldorf. Das ist doch mal ne Gelegenheit wieder in einer Gruppe zu radeln. Also traf ich mich um 10 Uhr mit Kumpel Hendrik und radelte nach Oberkassel. Boa und Hendrik raste durch die Stadt. Mein lieber Mann. Am Start trafen wir noch weitere Bekannte und machten uns kurz nach 11 Uhr auf die Runde. Die 151er Runde war für mich tabu, da ich ja noch den An- und Abfahrtsweg hatte. So wollte ich unterwegs entscheiden, ob ich die 74er oder 114er Runde fahre. Ich verpasste dann den Abzweig auf die 74er Runde und so blieb mir die 114er Runde. In Süchteln machten Hendrik und ich mal bissl Dampf und keiner konnte folgen. Aber wir warteten oben. Die Beine waren ganz gut. Dann verabschiedete ich mich, denn Hendrik, Klaus etc. fuhren die 151er Runde. An der 2. Verpflegungsstation füllte ich meinen Akku auf und fuhr dann zügig weiter. Irgendwann kamen dann 2 Leutchen an mir hinter einem Moped vorbei. Bin dann da hinterhergestiefelt. Immer schön im Windschatten. Die beiden drückten mächtig in die Pedale, so dass ich das Gefühl hatte, sie wollten mich unbedingt abhängen. Doch als Erstes machte nicht ich schlapp sondern einen von denen. Die letzten 15 Kilometer nach Düsseldorf musste ich aber auch auf die Zähne beißen. Hunger, Durst und die Kondi fehlten jetzt. Ich überlegte noch kurz am Zielort Kaffee und Kuchen zu essen und auf Klaus, Hendrik etc. zu warten, aber ich glaube dann wäre ich nie nach Hause gekommen. Also fuhr ich sofort nach Hilden. Wie ich schließlich in Hilden angekommen bin, weiß ich nicht. Ich war grau, grauer, am grausten. Völlig alle fiel ich auf´s Sofa. Dann erst mal kalt duschen, ne fette Portion Nudeln und Tour schauen. Der Voigte wieder. Wer hat ihm diesen Sieg nicht gegönnt. Ein Mann aller erster Sahne. Sowas von sympathisch. Ein Genuss seine Interviews zu hören. Ich könnte hier noch seitenlang positive Aspekte über ihn schreiben. Ein Mann wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat. Chapeau. Da es nicht nur bei der Tour heiß ist, sondern auch in Deutschland, fuhr ich kurz vor Ladenschluss noch meinen Getränkevorrat auffüllen.

Der RTF Tag hatte es wohl in sich. Um 9 Uhr öffneten sich die Äuglein, doch schlossen sie sich wieder kurz nach 11 Uhr bis 13 Uhr. Dann hieß es mal ein Happen essen und Tour schauen, Leichtathletik DM und ja es gibt sie endlich wieder die Sendung „Bauer sucht Frau".

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Nur zum schlafen in Hilden (03.-09.07.2006)

Montag schlief ich mal ein bissl länger. War ja auch erst spät in der Wohnung. Man taten mir die Knochen weh von dem Rennen in Görlitz. Aber jammern hilft nicht. Abend dann Wäsche waschen und sonstige Dinge erledigen.

Endlich konnte ich für mein Stundenkonto mal was tun. 7.40 Uhr betrat ich das Büro und 19.30 Uhr verließ ich es. Beim Tschüß sagen wurde ich noch gebeten, doch am folgenden Tag zeitig da zu sein. Kein Problem. Mit dem Bus ging es dann Richtung Hilden, wo ich kurz nach 8 Uhr eintraf.

Ich quälte mich also zeitig aus dem Bett und war wieder um 7.40 Uhr in der Firma. Nach dem heutigen Tag fühlte ich mich als ob ich 180 Kilometer Rad gefahren bin. 21.30 Uhr schaltete ich meinen PC aus, watschelte anschließend mit Lucie, Roland und Gruppenleiter Schubert ins nahegelegene Freiligrath, wo wir von Schubi zum Abendessen eingeladen wurde. Wir schauten nebenbei noch das Fußballspiel Portugal - Frankreich und ich wurde dann noch persönlich nach Hause gefahren. Hier war ich dann also um 23.30 Uhr.

Weiter ging es am Donnerstag. Doch heute musste ich notgedrungen um 16.40 Uhr Feierabend machen. Ich hatte noch ein Date mit James in Gelsenkirchen. Wer ist denn nun schon wieder James? Na ein Mann, der nur für mich gesungen hat: You´re beautiful und ca. 3.000 (meine Schätzung) andere durften zuhören. Wenigstens ein Mann, der mir das sagt. Hi, hi. Gott sei Dank kamen Peg und ich noch rechtzeitig an. Die Orientierung war uns heute mal wieder nicht ganz hold. Um 21.20 Uhr kam er dann endlich. Hach war das schön. Ich glaub er hat die ganze Zeit mich angeschaut. Doch, doch ich glaube ganz fest daran. Nach dem Rennen füllten Peg und ich noch unsere Geldbörsen, indem wir nämlich die Pfandbecher einsammelten, die andere stehen gelassen hatten. Als wir um 23 Uhr unser Auto wieder gefunden hatten, standen wir noch 30 Minuten auf dem Parkplatz. Nix ging mehr. Um 0.30 Uhr waren wir dann endlich in Solingen auf dem Bahnhof. Um 0.39 Uhr pflanzte sich Peg in den Zug Richtung Kölle und ich fuhr nach Hilden.

Erst nach 9 Uhr begann ich am Freitag mit meinem Job. Irgendwie hatten heute wohl wenig Leute Lust nach dieser Woche zu arbeiten. Roland und ich waren um 17 Uhr die letzten und schlossen ab. * grins * In meiner Wohnung fiel ich erst mal ins Koma.

Samstag morgen dann der Gang zur Post und in die Stadt. Mittag ging es dann nach Hildesheim über Paderborn. Dort lud ich Melli ein und weiter gings über die Landstraße, da die A 2 aufgrund eines tötlichen Unfalls gesperrt war und schon 20 Kilometer Stau durchgesagt worden sind. Heute war wieder mal Kriterium angesagt. Kurz vor dem Start bekam ich dann auch noch Magenkrämpfe. Doch ich wollte wenigstens versuchen zu starten. Am Anfang tat ich mich total schwer, doch Melli holte die Eisen aus dem Feuer. Sie heimste Prämie um Prämie ein. Irgendwann fand dann auch ins Rennen. So wurde ich in 2 Wertungen Dritte mit jeweils 2 Punkten. Nun noch mal in die Schlusswertung mit reinhalten. Das sah auch alles ganz gut aus. Wäre doch die Ziellinie nen halben Meter vorher gewesen und ich wär Gesamt Zweite geworden. Hätte, wenn und aber. So blieben mir als Fünfte Null Punkte und somit am Ende Rang 4. Nachher traf ich mich noch mit ner Schulfreundin, die ich schon ca. 6 Jahre nicht gesehen hatte. Da ging mein Herz wieder auf. In solchen Momenten bekomme ich auch immer ein schlechtes Gewissen, dass ich durch meinen Sport so wenig Zeit für die wirklich wichtigen Dinge, wie Familie und Freunde habe. Aber das wird sich hoffentlich bald ändern. Gegen 22 Uhr fuhren Mel und ich dann wieder über Paderborn, wo man Melli schon sehnsüchtig erwartete, nach Hause. Da war ich also dann endlich um 1.15 Uhr.

Meine Äuglein öffneten sich kurz nach 9 Uhr. Ich konnte mich mal wieder kaum bewegen. Mein ganzer Körper ist verspannt. Ich werde alt. Ich war also ungefähr 2 Stunden wach und schlief dann noch mal 2 Stunden. Nun ist auch die 1. Möglichkeit, mal was von der Tour mitzubekommen. Meinen Verstand schaltete ich heute auch mal ein und ließ mal nicht mein Herz sprechen und traf ne Entscheidung für meine Zukunft. Viele werden sagen, na endlich, doch es ist gar nicht so einfach, wenn man nicht selber drin steckt. Ich habe gekämpft so wie mich die meisten kennen, wie ich kämpfe, wenn ich einen Traum habe, doch wenn der Traum unrealistisch wird, dann muss man Entscheidungen treffen.

Jetzt werde ich mich erst mal bissl erholen und verabschiede mich für einige Tage in den Urlaub. Wohin es geht, erfahrt ihr in der nächsten Kolumne.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Mäuschen, Mäuschen piep einmal (26.06.-02.07.2006)

Montag bis Freitag kann ich eigentlich in einem Satz zusammenfassen, wenn da nicht die Maus gewesen wäre. Nach der Arbeit zu Hause angekommen, öffnete ich die Terrassentür und haute mich auf´s Sofa. Doch was schaute da zum Wohnzimmer herein??? Ne Maus. Schrei ich jetzt das Haus zusammen oder bleibe ich ruhig und versuche die Maus dazu zu bewegen, nicht den Sprung in meine 4 Wände zu wagen. Ich setzte also einen Fuß vor den anderen, schleichte mich zur Tür und schloss sie. Geschafft. Die Maus blieb draußen. Aber sie verzog sich nicht, nein sie schaute weiter ins Zimmer herein. Hmmmh. Was soll man davon halten? Bei so was bin ich ja ein kleiner Schisser. Hoffentlich findet die keinen anderen Weg herein.

Am nächsten Tag zog ich die Rollos hoch und da war sie wieder. Abend fuhr ich dann mal in Baumarkt und besorgte mir Köder. Den legte ich dann aber doch nicht aus und entschied mich die Maus noch einen Tag leben zu lassen.

Am Mittwoch erzählte ich dann in der Firma von meiner Maus. Mehrere männliche Kollegen erklärten sich spontan bereit, mir bei der Beseitigung des Beuteltiers zu helfen. Doch ich bin ja schon groß und mutig dazu, ich schaff das alleine. Ich kaufte also ne Mausefalle, dass mit den Köder war mir dann doch nicht so das richtige für das Tierchen. Ich stellte die Falle mit Aldi Käse auf die Terrasse und haarte der Dinge, die da kommen sollten. Vor dem Schlafengehen checkte ich noch mal die Lage, aber die Maus war noch nicht gefangen. Eine Begegnung der dritten Art hatte ich dann noch mit der Europcar-Station in Frechen. Tags zuvor erzählte man mir noch, dass es kein Problem sei, mit einer anderen Kreditkarte das Auto zu holen, wie man gebucht hat, um dann 24 Stunden später zu erfahren, dass dies doch nicht ginge und dann im Endeffekt doch ging. Hinzu kam das Nichtwissen der Aktionen die Europcar im Moment anbietet, doch freundlich wie ich bin, erklärte ich dem Mitarbeiter diese.

Vor der Fahrt nach Düsseldorf am Donnerstag morgen war es geschehen. Die Maus war gefangen. Um 17.15 Uhr war dann Beerdigung. Die Maus fand den Weg in die Mülltonne. Ob mir jetzt die Tierschützer böse Mails schreiben? Ich hab ja nix gegen Tiere, nur sollen die mich in Ruhe lassen.

Da ich irgendwie ahnte, dass das Wochenende turbulent werden würde, ruhte ich mich die Woche über aus. Irgendwie hatte ich Freitag hellseherische Fähigkeiten oder den 7. Sinn. Jedenfalls verließ ich morgens das Haus und wollte mit dem Bus nach Düsseldorf fahren. Irgendwas sagte mir, ich solle prüfen ob meine Autotür abgeschlossen ist. Das mach ich sonst nie, doch diesmal tat ich es und das war auch gut so. Das Auto war nicht abgeschlossen. In der Firma erreichte mich dann kurz nach 10 Uhr die nächste Horrormeldung. Mein Bruder Ulle startet nicht bei der Tour. Meine Meinung hier niederzuschreiben, würde den Rahmen sprengen. Nur soviel: Hoffentlich bewahrheitet sich das alles nicht. Um 15.45 Uhr verließ ich das Büro und fuhr mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof. Hier sollte um 16.25 Uhr meine S-Bahn zum Flughafen abfahren. Doch dann die Durchsage um 16.25 Uhr: „Sehr geehrte Fahrgäste, die S 7 zum Flughafen fällt heute aus." Also marschierte ich zum Fahrplan und suchte mir ne andere Fahrt raus. Ach in 10 min fährt wieder eine. Die kam dann auch, blieb aber im Bahnhof stehen. Nächste Ansage: „Sehr geehrte Fahrgäste, aufgrund von Personen auf den Gleisen, verspätet sich die Abfahrt um ca. 20 Minuten." Wat nu? Darauf hoffen, dass sie nach 20 Minuten wirklich fährt, oder doch lieber das Taxi. Ich entschied mich für das Taxi. Doch hier die nächste Überraschung. Eine lange Menschenschlange aber kein Taxi weit und breit. Jetzt wieder zurück zur Bahn, doch was wenn sie schon weg ist, dann steh ich in der Taxischlange wieder ganz hinten. Also Ruhe bewahren und warten. Noch 55 Minuten bis zum Abflug meines Fliegers nach Dresden zu meiner Verwandtschaft. Jetzt war ich an der Reihe. Denkste. Ein italienisches Paar fand sich besonders ideenreich und lief dem Taxi entgegen, setzte sich rein und das Taxi fuhr davon. Aaaaaber das war doch meins. Da das nächste Taxi. Doch ich konnte gar nicht so schnell schauen, da saßen 4 ausländische Jugendliche drin. Die Welt zu Gast bei Freunden. Damit ist gleich Schluss ihr Gäste. Dann hatte ich endlich mein gelbes Auto. Meine 1. Frage: Wie lange brauchen wir bis zum Flughafen? Antwort: 30 Minuten. Uiii. Dann bin ich 20 Minuten vor Abflug im Terminal. Wir waren dann ein wenig schneller als gedacht und eine halbe Stunde bevor der Flieger abhob, war ich im Flughafengebäude. Der Typ beim Einchecken hatte auch die Ruhe weg und als ich endlich am Gate war, begann auch der Einstieg. Mal wieder genau getimet. Im Flieger machte ich dann mit nem Nachwuchskicker (9 Jahre) von Bayer Leverkusen und seinen 2 Schwestern (6 und 11 Jahre) Bekanntschaft. Sie waren ebenfalls auf dem Weg nach Dresden und wollen dort ihre Ferien bei ihren Großeltern verbringen. Nach 55 Minuten setzte ich bzw. der Flieger im Sachsenland auf. Und zu meiner großen Überraschung war nicht nur mein Cousin gekommen sondern seine Schwester mit Sohn. Dann ging die Reise nach Bautzen weiter. Dort zu Abend gegessen und dann auch bald in die Kiste.

Am Samstag morgen war dann Kissenschlacht mit Jann angesagt, Pause gibt es ja bei denen nicht. Zum Essen gab es Senfeier. Auf meine Tante ist halt Verlass. Nach einem Mittagsschläfchen setzte ich mich auf´s Radl und fuhr meine ersten Trainingskilometer diese Woche. 30 Stück waren es am Ende. Nach 2 Stück Kuchen schwang ich mich abermals auf´s Rad und fuhr zu einem Autobahnparkplatz um dort hinter dem Wildzaun Peg und Karin meine Lizenz für die Mannschaftsleiter-Sitzung zu übergeben. Ich robbte mich doch meterhohes Gras, das Rad ließ ich irgendwo im Feld liegen, in der Hoffnung es dann auch wiederzufinden. Als die Mission geglückt war, fuhr ich zurück ins Dorf. Wieder war spielen angesagt. Erst verstecken, dann Badminton, dann Wasserpistole etc. Um 23 Uhr verabschiedete ich mich von den restlichen Gästen der Silberhochzeit meiner Tante und ging pennen.

Um 10 Uhr brachte mich mein Cousin dann nach Görlitz zum Bundesligarennen. 121 Kilometer im welligen Terrain erwarteten mich. Das 4-fache meiner Trainingskilometer der Woche also. Aber wie heißt es in der Werbung mit der Kinderschokolade: Das packst du schon. Ging auch ganz gut, bis die Mädels mal kräftig auf die Windkante gingen. Ich fand mich dann in einer 10-er Gruppe wieder und die war nicht mal von schlechten Eltern. Wir drehten also unsere 7 Runden, wobei ich die letzten 17 Kilometer mit nem mehr als empty Akku gefahren bin. Doch ich bin durchgekommen. Auf der Rücktour leistete ich Peg und Karin im Auto Gesellschaft. Nach einem Pit-Stop bei meiner Verwandtschaft, um den Akku mit Sahne Torte wieder aufzuladen, ging es wieder Richtung NRW. Peg versuchte zwischendurch mal wieder Panik zu verbreiten, da sie ihren Schlüssel suchte, der na klar nicht verschwunden war und um 1.30 Uhr erreichten wir endlich Hilden. Ich prüfte noch mein E-Mail Eingang und verschwand anschließend unter der Decke.


Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Zu Besuch bei Freunden (19.-25.06.2006)

Der Wochenanfang ist ja immer ziemlich langweilig bei mir. Arbeit, Haushalt und rumlümmeln. Mein Rad blieb im Keller und ich lag auf der Couch.

Nun bricht schon der letzte Arbeitstag die Woche an. Da ich es ja hasse, wenn ich paar Tage nicht da bin, was liegen zu lassen, arbeitete ich die Dinge ab. Um 15.30 Uhr auf einmal Totenstille. Alles ging zum Fußballspiel in die Kneipe. Um 16.30 Uhr war dann auch alles wichtige erledigt und ich verließ das Bürogebäude, welches im Moment eher ein große Baustelle ist. Als ich dann mit dem Rad los wollte, zog sich der Himmel extrem zu. So entschied ich mich, die EB´s und mein anderweitiges Training auf der Rolle auszuführen.

Heimfahrt. Gegen 9 Uhr fuhr ich los, die Autobahn weitestgehend frei, kam ich nach 5 h 15 min in Cottbus an. Unangemeldet fuhr ich mal beim Mama auf Arbeit vorbei und siehe da, sie war am quaken. Von wegen immer Streß. * grins * Kurz noch die mir bekannten Arbeitskollegen begrüßt und dann zu Papa. Der staunte och nicht schlecht, weil ich mich ja eigentlich erst nachts angemeldet hatte. Grund für meine zeitige Anreise waren unter anderen Bemerkungen von guten Freunden, ich sei ja so selten da und dann immer auch gleich wieder weg. Nach einem kurzen Schläfchen schwang ich mich auf´s Rad und fuhr ne Stunde locker Richtung Meisterschaftsstrecke. Anschließend dann schon der nächste Termin. Mit Freundin Ina, Jaqui und Anne aß ich im Brau & Bistro ne Kleinigkeit und schaute dann in einem Chinese-Restaurant das Holland-Spiel. In der Kirche wo wir eigentlich schauen wollte, kam das Elfenbeinspiel.

Donnerstag morgen musste ich zunächst den Mietwagen wegbringen. Den Vormittag verbrachte ich dann vor dem Fernseher. Ruhe vor dem Sturm. Gegen 15 Uhr schnappte ich mir mein Zeitfahrrad und fuhr nach Forst zu den anderen Mädels, die mittlerweile nun auch den Weg an die polnische Grenze gefunden hatten. Ina gesellte sich dann auch noch dazu, na klar mit Auto, und zusammen fuhren wir die Zeitfahrstrecke ab. Ich verabschiedete mich an der Wende und fuhr Motortraining gen Cottbus. Den Rest des Tages verbrachte ich dann bei meinen Eltern.

Der Tag der Wahrheit. Wie werden meine Beine sein? Werde ich mein Ziel erreichen? Doch zunächst waren da noch andere Dinge, die ich erledigen musste. Telefonat mit dem BDR wegen unserem Neueinkauf Charlotte. Bekommt sie für Samstag ne Starterlaubnis oder nicht. Ein hick hack schon seit Tagen. Zum Warmfahren fuhr ich mit dem Rad von Cottbus nach Forst. Dort war ich ca. 55 min vor dem Start da. Ich wollte nun das Scheibenrad einbauen, die Nummer rantackern und noch mal ein EB fahren. Doch das alles war nicht möglich. Minuten brauchte ich, bis mir jemand Sicherheitsnadeln lieh, dann hatte ich für mein Begleitwagen keine Nummer, wo ich dann auch noch bei den Kommissären rumrannte und dann war es dann auch schon soweit. Start. Los gings. Schon zu Beginn merkte ich, dass kein Druck da war. Wie auch wenn man knapp ne Stunde vorher nix mehr macht. Nach 7 oder 8 Kilometer kam dann auch schon die 1. Fahrerin an mir vorbei. Ich versuchte mich festzubeißen, aber es gelang mir nicht. Jetzt merkte ich auch, dass mein Begleitfahrzeug nicht da war. Das 1. Jahr, wo sie nur Leute mit sportl. Leiter Lizenz hinterherließen. Na toll. Ich parkte so vor mich hin, an der Wende feuerten mich meine Eltern an, doch es half alles nicht. Es war nicht mein Tag. Nach der Wende wurde ich noch von 2 weiteren Fahrerinnen passiert. Irgendwie nicht gerade erfreulich, aber davon geht die Welt nicht unter. Im Ziel ne Zeit von 44 min 1 sek. Am Ende Rang 35 von 70 Starterinnen. Gut Mittelfeld. Top 20 nicht geschafft, doch 2. Platz in der Mannschaftswertung durch den Sieg von Lotte und Rang 48. von Peg. Da haben manche Augen bekommen. Lotte viiiiiiiiiiielen Dank für deine Bereitschaft unser Team zu unterstützen. In der Sonne noch ein wenig gebräunt, mit alten Bekannten kurz geplaudert, sogar Herr Pollack kannte mich noch * freu * und dann mit Rad wieder nach Cosebuz. Nach der Dusche ging´s schon fort. Abendessen bei Ina - sie musste ja noch die Birthday Karte, wo ich das Porto selbst zahlen musste, wiedergutmachen. Den Abend verbrachten wir dann im Kino bei „Da Vinci Code". Super Film.

Nach dem Frühstück, ach nee ich habe gar nix mehr gegessen, trat ich die Reise in die Itterstadt an. Neuer Rekord. 4,5 Stunden für 660 Kilometer. Tasche auspacken, Auto wegbringen und Nickerchen. Dieses war beendet, als die ersten Tore für Deutschland fielen. Abends war ich zur Birthday Party in Düren eingeladen. Phonak Masseur René hatte geladen. Sein Vater, mein 1. Trainer war auch da. Ebenso war auch T-Mobile Masseur Achim angekündigt, der leider verhindert war und so nur seine Frau und Kinder schickte. Achim hat mir damals ja den Weg an die Sportschule in Cottbus geebnet. Phil sein Sohn, hab ich nicht wiedererkannt. Okay das letzte Mal habe ich ihn im Kindergartenalter gesehen. Die anderen Leute habe ich nicht gekannt, was sich aber schnell änderte. Echt klasse Veranstaltung.

Sonntag morgen stand ich um 7 Uhr auf und fuhr nach Leverkusen. Dort war ne Radrennveranstaltung, wo ich mir paar Rennen anschaute. So hatte ich paar Trainingskilometer, traf paar Leute und genoss das Wetter. Nachmittag phonte ich dann mit Melli, die mir über die DM Straße Bericht erstattete, holte mir ne Pizza und schaute Fußball. Aus der Familienwette bin ich nach diesem Spiel rausgeflogen. Sollte aber Spanien Weltmeister werden, bin ich mir sicher, Mama teilt ihre Prämie mit mir oder???


Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Das Aus für den Frauenradsport??? (12.-18.06.2006)


Bis Sonntag Mittag sollte die Überschrift dieser Kolumne anders lauten, doch meine Reise nach Bünde am Sonntag hat den Ausschlag für diese Überschrift gegeben. Mehr wird erst mal nicht verraten, sonst lest ihr meine Kolumne nicht bis zum Ende.

Endlich ist der Sommer da und da sagte ich auch nicht nein, als Kollege und Kumpel Roland mich spontan zum Eis schlecken einlud. So machten wir uns kurz vor 18 Uhr aus dem Büro und suchten die nächstgelegene Eisdiele auf. Erst genehmigte ich mir nen Kiwibecker und anschließend ein Vanille-Milkshake. Natürlich auf Kosten von Rolando. Bis 20.30 Uhr quakten wir über Gott und die Welt, zwischendurch musste ich mal kurzzeitig mein Plappermaul halten, damit mein Gastgeber die Tore der Tschechen im TV sehen konnte. Also noch mal merci für diesen wundervollen Abend. Na Mom biste jetzt zufrieden, dass de weißt mit wem ich unterwegs war???

Am Dienstag verließ ich das Büro schon frühzeitig. Nachmittag schwang ich mich auf mein Radl und radelte durch´s Neanderthal und zurück. Puh war das heiß. Anschließend wurde auf dem Balkon gegrillt und zum Dessert ließ meine Nachbarin Erdbeeren den Balkon hinunter. Auch hier merci. Fußball durfte an diesem Tag natürlich auch nicht fehlen.

Heute trainierte ich schon vor der Arbeit. 2 h bei schon echt guten Temperaturen. Für manch einen Autofahrer wohl schon zu hoch. In Erkrath an der Tanke fand sich einer besonders lustig, der mich überholte und dann sofort rechts auf die Tankstelle bog. Dank meiner Reaktion und der gut funktionierenden Bremsen blieb mir schlimmeres verwehrt. Da ich nun erst gegen 11.30 Uhr im Büro war, blieb ich bis 19 Uhr.

Fronleichnam - Westfalenmeisterschaft. Zunächst frachtete ich Melli am Bahnhof Hamm in mein Auto. Unser Weg führte uns ins Paderborner Land. In Paderborn angekommen, wussten wir nicht wohin. Also fragten wir an einer Tanke nach. Da zufällig ein Herr aus Lichtenau gerade Gast hier war, konnte er uns einwandfrei den Weg erklären, was sich im Nachhinein nicht als einwandfrei sondern total verwirrend herausstellte. In Herbram angekommen erwarteten uns 565 Höhenmeter über 40 Kilometer. Na das wird ja wieder ne Quälerei für mich. Denkste. Das ganze Gegenteil. Auf dem 8 Kilometer Rundkurs bildete sich schon Ende der 1. Runde am Anstieg eine 4-köpfige Spitzengruppe und ich mit dabei. Als es das 2. Mal den Anstieg hoch ging, waren wir nur noch zu dritt. So radelten wir auch die weiteren Runden und am Ende spurteten wir um den Westfalentitel. Ich zog den Spurt von vorne an und wartete darauf, dass Caro ihr Rad vorbeischiebt. Doch ihr fiel die Kette runter und so konnte ich ungefährdet meinen 1. Saisonsieg feiern. Das Männerrennen schauten wir uns diesmal nicht mehr an. Die waren ja erst um 17 Uhr dran. Da wir aber mal wieder bummelten, gingen wir erst duschen, als schon weitere Rennen beendet waren. Hier stellten wir fest, dass unsere Anwesentheit zu Erektionen führt, sorry ich meine natürlich Reaktionen. Nur einen wär das garantiert nicht passiert, aber dazu später. Mit nem Pokal und ner Medaille im Gepäck trat ich die Reise nach Hilden an.

Freitag war ich arbeiten, als eine von wenigen. So konnte ich in Ruhe nen großen Teil schaffen. Bis 17 Uhr war ich fleißig und fuhr dann in meine Bude. Hier machte ich bissl Haushalt und schaute was? Na klar Fußball.

Samstag morgen fuhr ich zunächst zur Post und anschließend einkaufen. Mittags machte ich ein Mittagsschläfchen von ganzen 3 Stunden. Peg hat mich ja schon Penntüte getauft. Aber damit kann ich leben. Als ich dann ausgeschlafen hatte, fuhr ich noch 50 Kilometer mit Vorbelastung und putzte anschließend meinen Flitzer. Für meine Prüfung vom Sportmanagementstudium habe ich mich nun auch angemeldet. Huuuuh. Nun wird es langsam Ernst.

Radrennen in Bünde. Runde = unbekannt. Uuups. Wieder mit Anstieg. Naja das kann ich ja jetzt. 1 Minute nach den Junioren Start, doch dann entschied sich der Wettkampfausschuss für den gemeinsamen Start. Na das ist ja was für mich. Hiiiilfe. So kam es auch, dass ich nur 2 Runden mithielt, 3 weitere Fahrerinnen aber mehr. Eine kam dann noch zurück. Als die Junioren von hinten uns überrundeten, was eine Blamage ist und eigentlich dazu führen sollte, laut Herrn Werner G. oh nein das ist zu auffällig, nennen wir ihn W. Gajewiak (sorry Paddi -
www.paddi-mit-i.de , sind ja eigentlich von dir geklaute Gedanken) den Frauenradsport zu verbieten, hängte ich mich in das Feld, wohlgemerkt hinten rein. Sohnemann von vorgenannten sah das bissl anders, aber irgendwie ergibt sich für mich dann ein Widerspruch. Papa und Mama - die ihren Hintern im Campingstuhl platzierte, ne Zigarette in der Hand, die absolute Kennerin in Sachen Sport ist, meinten wir haben nicht eine Runde mitgehalten und Sohnemann wir haben voll mit reingehalten. Dabei war bei meiner Überrundung nur noch eine Frau im Feld. Hab ich nen Gedankenfehler???? Vielleicht hätte ich lieber Anstreicher lernen sollen und kein Abi mit anschließender sehr gut abgeschlossener Ausbildung, Studium bis jetzt sehr gut etc. Vielleicht würde ich es dann verstehen?! Naja jedenfalls ist mir bis jetzt völlig unklar, warum immer genau die Leute die Klappe aufreißen, die selber im Leben nix zustande gebracht haben und Sprüche klopfen, wo Sohnemann vielleicht gute Rundstreckenrennen fährt, in der Bundesliga, wohlgemerkt als älterer Jahrgang auf Platz 85 liegt und damit nicht mal die Quali für die Deutschen Meisterschaften geschafft hat. Ich find das kein Problem nicht mit den Besten mitzuhalten, doch gerade die die nicht mit den Besten ihres Jahrgangs mithalten, sollten sich ganz ruhig verhalten oder ist das eine Art von Motivation, dass Rad nicht an den Nagel zu hängen? Aber nun zurück zum Rennen. Will ja nicht mehr über die Leute tippeln, da sonst vielleicht mein PC noch abstürzt. Ich fuhr dann also paar Runden mit und genau in dem Moment wo wir die Fahrerinnen auf Platz 2 und 3 liegend einholten, fiel ich wieder ab. Trotz Anfeuerungsrufe von Sprecher Henning Tonn und Herrn Schnitzmeier gelang es mir nicht, wieder den Anschluss herzustellen. So drehte ich die letzten 5 Runden alleine, nachdem ein Juniorfahrer ausstieg - ein Juniorfahrer schlechter als ich. Dem müsste man doch das Radfahren verbieten oder Herr G.? Am Ende wurde ich Vierte und war damit zufrieden. Birgit Hollmann, Crossnationalmannschaftsfahrerin gewann vor Jana Schemmer - Juniorinnennationalmannschaftsfahrerin und Nicole Kampeter - Crossnationalmannschaftsfahrerin. Nun schnell duschen und Männer Rennen schauen. Hier waren nicht allzu viel Fahrer am Start, aber die für uns wichtigen waren da. Melli, ich weiß immer noch nicht wie der kleine hieß, aber ich krieg es raus. * grins * Um 17 Uhr, nachdem wir unser Abendbrot noch in Bünde einnahmen, machten wir uns auf den Heimweg. Kurz noch an der Tanke Tecklenburger Land gehalten und getankt, wo wir hinter der Kasse Luis Figo sahen und dann im regen Verkehr Richtung Itterstadt.


Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Platz 4, Sommer und Fußball-WM (05.-11.06.2006)

Um den Kilometerstand meines Fiesta´s bissl Richtung 10.000 zu bewegen und mein Radl vor dem endgültigen Einstauben zu bewahren, packte ich Melli ein und fuhr mit ihr am Pfingstmontag nach Borsum in die Nähe von Hildesheim. Leider sagte tags zuvor noch ne alte Schulkameradin, die seit einigen Jahren in der Nähe lebt, ihren Besuch ab, trotzdem wurde es ein gelungener Tag. Auch Namen auf der Startliste wie Eva Lutz von der Equipe Nürnberger konnten uns nicht wirklich schocken, genauso wenig wie das 5-köpfige Aufgebot des Hamburgischen AGC Team Bertram & Römer. Wir waren zum Angriff bereit. Kriterium 32 Runden und alle 4 Runden Wertung. Die 1. vergeigte ich = Dummheit. Den 4. Platz sicher glaubend, welcher 1 Punkt bedeutete, nahm ich die Beine vor der Ziellinie hoch und da huschte noch ne andere Fahrerin vorbei. Dann fing ich zu attackieren an, doch sie ließen mich nicht weg. 2. Wertung - Null Punkte. Kurze Zeit später waren wir zu dritt weg. Lutz, Juranek, Gaffron. Aber wieder kamen die anderen ran. 3. Wertung Platz 5 - Null Punkte. 4. Wertung - Null Punkte. Okay wenn schon keine Punkte, dann wenigstens ne Prämie. Ich trat an und gewann. Tja Mädels und nun dachtet ihr bestimmt, ich hebe die Beine. Aber falsch gedacht. Die Lilli ist weiter gefahren. Runde um Runde drehte ich, konnte die 5. Wertung meine nennen. Später bekam ich noch Gesellschaft von Eva Lutz, Susanne Juranek und Katrin Horn (AGC) und Solveigh van der Fecht (Uni Hamburg). In der 6. Wertung wurde ich Dritte. Nochmal 2 Punkte. Die Truppe lief gut. In der Schlusswertung ging ich leider leer aus. Am Ende ein supi 4. Platz. Na bitte es geht doch, wenn der Kopf will, gehen das ein oder andere Mal auch die Beine, auch wenn man kaum trainiert. Melli wurde dann noch klasse Zehnte. Die kleine drückt auch ganz schön rum im Moment, um nicht zu sagen, sie fährt aggressiv!!! * grins * In Hamm am Hauptbahnhof setzte ich Melli dann ab, wo sie dann noch kurzzeitig meine Freundschaft riskierte. Angeblich hatte sie ihre Uhr verloren, die aber dann doch wieder auftauchte. * grrrrh *

Dienstag wollte ich zum Friseur, doch diese Story ist mal wieder kaum zu glauben. Nachdem ich endlich nen Parkplatz gefunden hatte, betrat ich um 18 Uhr den Friseurladen meines Vertrauens. Ich wurde auch nett begrüßt und auf meine Frage, ob ich denn noch dran käme, teilte mir Chefe mit - na klar. Ich setzte mich also voller Zuversicht und ha(a)rrte der Dinge die da kommen sollten. Der Chef verließ wenig später den Laden und auf das Gejammer seiner Angestellten, sie schaffe mich nicht mehr, meinte er sie solle sich gefälligst bissl organisieren. Nachdem Chefe dann 10 Minuten außer Haus war, öffnete Fräulein noch habe ich keinen Hartz IV Job die Lippen und ließ mich wissen, dass sie mich heute nicht mehr schneidet. Das hätte nämlich bedeutet, sie hätte vielleicht nicht pünktlich 19 Uhr Feierabend machen können und wo gibt es denn so was heutzutage, dass man Überstunden macht. Irgendwie müssen wir uns aber kennen oder habe ich was verpasst, dass man jetzt von vornerein geduzt wird?

Nach der Arbeit machte ich ein kleines Mittagsschläfchen. Anschließend setzte ich mich auf meinen Hobel und radelte 75 Kilometer zügig durch die Umgebung der Itterstadt. Die Beine waren supi, der Kopf frei und die Sonne scheinte. Alles perfekt.

Der letzte Tag bevor der WM Wahn in Deutschland ausbricht. Vormittags hatte ich noch Lust auf eine große Trainingsrunde und machte deshalb heute auch um 16 Uhr Feierabend. Doch dann schlief ich auf der Couch ein.

Den Tränen nahe verabschiedete ich mich um 15.30 Uhr ins Wochenende. 4 Stunden Arbeit umsonst. Ich strickte ne Tabelle und am Ende als ich die Datei schloß, drückte ich den Button für nicht speichern. Man so ein Rotz. Höchste Zeit das Büro zu verlassen. Der nächste Friseurbesuch stand an. Da nur 2 Tussen da waren und Chefe wohl schon mit nem Bier in der Hand irgendwo in der Kneipe saß, wurde es auch diesmal nix mit Matte ab. So fuhr ich einkaufen und haute mich wie Millionen andere vor dem Fernseher. So zog ich mir 90 Minuten Fußball rein und drehte anschließend noch ne Stunde mit meinem Fiets. Dabei dachte ich wir seien schon Weltmeister. Autokorso durch die Stadt. Hupen, Musik etc.

Samstag wollte ich dann eigentlich nach Belgien zum Rennen, doch mein Kopf wollte nicht. So entschied ich mich zum nächsten Versuch beim Friseur. Nachdem wieder Chefe nicht zu sehen war, nahm ich halt nen anderen. Naja so richtig hat mir das alles am Ende nicht gefallen und erst Recht nicht, als ich die Rechnung bekam. Nach 2,5 Stunden wieder am Auto, wurde der Friseurbesuch noch mal teurer. Ich hatte meine Parkdauer überschritten. Ich machte mir eine Kleinigkeit zu essen und hielt mein traditionelles Mittagsschläfchen. Dann war sie wieder da die Fußball TV Zeit. Doch bei so einem Wetter den ganzen Tag im Haus? Nee. Also watschelte ich noch bissl durch Hilden.

Um 8.45 Uhr stieg ich auf meinen Drahtesel und fuhr nach Velbert zum Radrennen zuschauen, setzte mich in ein Café bei 39 Grad in der Sonne, trank na klar was? Ne Eisschokolade. Während ich nebenbei die Rennen beobachte, wurde ich immer mehr davon überzeugt, einen WA Lehrgang zu absolvieren, um im nächsten Jahr dort oben auf dem Jury Wagen zu sitzen. Die Starterfelder werden dann extrem kleiner sein, als Starter ihre Startnummern abgeholt haben. Wer jetzt nicht weiß, was ich meine, sollte doch einfach mal ein Rennen fahren in der Zukunft, wo ich mit ner Wurst in der Hand im Romers.nl Bus sitze, die Sportordnung neben mir und den Fahrern beibringe, wie man sich vor dem Rennen, während dem Rennen und nach dem Rennen verhält. Sportlich fair wird dann innerhalb kürzester Zeit jeder Radler kennen. Gegen Mittag fuhr ich wieder nach Hilden, schaute abermals Fußball und fuhr mit meinem Klapprad noch in die City, flanzte mich wieder in ein Café, trank im Irish Pub noch ne Kleinigkeit und fuhr dann heimwärts. Mittlerweile waren meine Arme und Beine rot und ich hatte wohl den ersten Sonnenbrand in diesem Jahr in Deutschland. Hoffen wir mal, dass das Wetter noch so ne Weile bleibt.


Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Motivationsprobleme (29.05.-04.06.2006)

Irgendwie bekomme ich im Moment den Huf nicht rum. Einige sagen, dass musste ja mal kommen. Immer nur Powern hält kein Mensch durch. Der Körper meldet sich früher oder später.

Montags trudelte ich erst gegen 9.30 Uhr in der Firma ein. Hier bin ich im Moment auch mehr als ausgelastet. Vielleicht auch ein Grund für meine momentane und doch schon etwas länger andauernde Abgeschlagenheit. Abend füllte ich noch meinen Kühlschrank, wusch die Wäsche vom Wochenende, aktualisierte meine HP und chatte noch mit Ina.

Ein weiterer Grund ist wohl auch das shit Wetter. Dienstag war wieder so ein Tag. Regen. Halbe Stunde Land unter, halbe Stunde trocken, halbe Stunde Land unter, halbe Stunde trocken. Dann wieder die diensttägliche Besprechung und ich war fix und alle am Abend.

Der Mittwoch war nicht weiter erwähnenswert. Arbeit und Abend zeitig ins Bett.

Heute war eigentlich ein 5,6 Kilometer Lauf in Frankfurt für 19.30 Uhr angesetzt. Ich entschied mich aber das Firmenevent nicht mitzumachen. Bis 15 Uhr stand ich unter Strom - Monatsabschluss. Dann waren die meisten endlich Richtung Frankfurt abgedampft. Durchatmen. Um 17 Uhr verließ ich die Firma und lümmelte vor dem Fernseher. Bei meinen Eltern fragte ich nach meinem Kindertagsgeschenk, doch mein Papa meinte, er ist sich noch nicht sicher, wie viel ich wert bin und deshalb noch nichts gekauft hat. Lucie erkärte ihm dann, ich sei unbezahlbar. Doch wenn ich unbezahlbar bin, dann krieg ich doch erst recht nix. * heul *

Dass die Entscheidung nicht mit nach Frankfurt zu fahren korrekt war, erwies sich am Freitag. 6 Stunden Fahrt hin und zurück mit Auto insgesamt. Dann noch die ein oder andere Horrorgeschichte von der Autofahrt gehört und ich war heilfroh zu Hause geblieben zu sein. Meinen Läuferbeutel mit gaaaaaaaanz viel Überraschungen hat mir der Roland mitgebracht. Danke. Um 15 Uhr wollte ich ins Wochenende, Roland gab mir auch den Tipp mich schnell zu verziehen. Doch ich war zu langsam. So bekam ich noch ne Sonderaufgabe auf´s Auge gedrückt. 16 Uhr war ich dann damit fertig, schneller als vom Gruppenleiter erwartet. Ach ja morgens war ich noch bei meiner alten Abteilung. Kali hat mir ein Zeugnis geschrieben über meine Arbeit in den 5 Jahren dort. Oh man ich bin gleich 3 Zentimeter größer geworden. Lob über Lob. Da war ich echt richtig stolz. Abends stieg ich sogar noch einmal auf´s Rad. Ne Stunde mit 5 Minuten Belastung. Da merkte ich schon, dass ich nix getan habe.

Samstag morgen klingelte um 6 Uhr der Wecker. 300 Kilometer gings mit Peg nach Groningen in den Niederlanden. Dort starteten wir als Gastfahrerinnen im Team Stuttgart. Ich hoffte wenigstens die Hälfte der Distanz im Feld mitzufahren, auch mit den fehlenden Trainingskilometern. Doch nach 5 Kilometern war Schluss. Sturz und Peg und ich dahinter. Mit 10 weiteren Fahrerinnen versuchten wir wieder nach vorne Anschluss zu finden, doch in Holland wird bissl anders Rad gefahren und auch Auto wie in Deutschland. Keine Chance in der Autokolonne oder auch sonst wie. Shit. Nach 40 Kilometern wurden wir aus dem Rennen genommen. Jetzt nur nicht den Kopf hängen lassen Lilli. Mit Peg fuhr ich anschließend noch nach Steinfurt. Melli ist dort das Juniorenrennen mitgefahren und hat sich echt achtbar geschlagen. Anschließend zogen wir uns noch das Männerrennen rein. Hier zeigten wir wieder mal unsere wahre Identität. Je später der Abend, umso abgedrehter wurden wir. Die einen kreischen bei Tokio Hotel, wir bei Elite Männer Fahrern. Jedem das seine. Team Milram hatte alles im Griff und aufgrund unserer lautstarken Anfeuerungsrufe gewann Obstl souverän das Rennen. Sein Kollege Robert klärte ihn dann auch noch auf, wer die verrückten Hühner waren und per sms bedankte er sich dann auch noch brav. Mosi´s Ausscheiden hatte heute allerdings nix mit mir zu tun. Puh. Diesmal war der Sattel schuld. Dafür hielten sich Vereinskollege Mishler und Suki super. Chapeau. Auch weitere Fahrer bedankten sich im Laufe der Nacht für die Unterstützung. Nach diesem Abend muss ich meinen Handytarif umstellen. 300 Frei sms reichen mir nicht mehr. Gegen 23.30 Uhr war ich mit Peg in Hilden angekommen. Von Oberhausen bis Hilden benötigte ich nicht mehr als ne viertel Stunde. Ganz schön zügig, aber in der Nacht wird man ja nicht geblitzt, dass habe ich nämlich die Woche von einem sehr weisen Typen gelernt. Um 1.30 Uhr war ich dann vor lauter Müdigkeit eingeschlafen.

9.20 Uhr öffnete ich meine Äuglein und rollte mich aus meiner Kiste. Dann erst mal mit Peg telefonieren und mit Melli. Oh man haben wir einen Schaden!!! Ich hatte überlegt ob ich nach Oberhausen zum Zuschauen beim Rennen fahre, entschied mich aber dann doch noch ein Mittagsschläfchen einzulegen. Anschließend nahm ich mal meinen ganzen Trödel und stellte alles bei ebay rein. Dann schaute ich 2 Fußballspiele im TV, packte meine Tasche für den folgenden Tag und beendete die Woche.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Wieder 1 Jahr älter (22.-28.05.2006)

Die Peg ist 1 Jahr älter, oje dann ist mein Birthday auch nicht mehr weit. So vergesse ich nämlich nie meinen Burzeltag oder Ährentag. Ansonsten ein ganz normaler Arbeitstag mit den darauffolgenden Ereignissen wie montags üblich. Abends klingelten dann noch meine Eltern durch. Ob ich denn nicht irgendwas vergessen hätte. Nee, hab ich nicht. Meine Eltern hatten nämlich Hochzeitstag, den 35ten. Wie sie das geschafft haben? Naja mal ehrlich. Meine Mama wär doch nix ohne meinen Papa, aber mein Papa auch nix ohne meine Mama. Warum? Die beiden wissen schon das selber, ne? Und dann haben se ja auch noch so 2 Prachtexemplare von Kinder. Dit schweißt zusammen.

Heute hatte ich normal 3 Stunden Training auf dem Programm. Da ich heute aber mal wieder länger als gewollt im Büro war, war da nicht mehr viel mit Training. So stieg ich lediglich noch 1,5 Stunden auf die Rolle. Na besser als nix. Danach noch bis 23 Uhr mit Peg gechattet und dann die letzte Nacht genossen als 27-jährige.

Um den körperlichen Verfall entgegenzuwirken, blieb ich nicht etwa länger blieben, weil ich ja schwerer jetzt hochkomme mit 28, nee, ich stand um 6.00 Uhr auf und saß um 6.25 Uhr auf dem Rad. Draußen war es bitterkalt. Die langen Handschuhe mussten herhalten. 1 Stunden kurbelte ich rund um Hilden, fuhr 2 x 5 Minuten EB und kehrte dann in die Wohnung zurück. Anschließend ging es ins Büro. Mein Gruppenleiter hat bestimmt kein Kuchen gebacken. Recht gehabt. Aber die Lucie hatte. 1 Rose stand auch schon auf meinem Schreibtisch. Dann kam noch ein großer Blumenstrauß von meinem Gruppenleiter und Chefe Jürgen sorgte dafür, dass ich nicht verblöde und schenkte mir ein Buch. Das Handy klingelte, das Bürotelefon klingelte, sms, E-Mail. Hach wer so alles an einen denkt. Von der Geschäftsführung bekam ich auch einen Brief, in dem stand, ich solle den Tag genießen, mich zurücklehnen, relaxen. Dies gelang mir auch fast, aber bissl hab ich schon gearbeitet. Nach 6 Stunden verließ ich aber wieder das Büro und ging beim Italiener was essen. Den letzten Anruf bekam ich dann um 22.30 Uhr. Ex-Kollegin Marlies gab sich die Ehre. Hab kaum noch ihre Stimme gekannt.

Himmelfahrt, Feiertag, Radrennen in Refrath. Eigentlich ein Kurs für mich. Nur nicht in diesem Jahr. Nach 2 Runden im Regen war Schluss. Ich rutschte mit den Reifen um die Kurven und stieg dann entnervt vom Rad. So hatte ich mal Zeit mit paar Leutchen wieder zu quaken. Bissl schlechtes Gewissen hatte ich, als Jörg auftauchte. Er wollte doch heute mal wieder Fotos von mir schießen. Dann bekam ich noch mein Geburtstagsgeschenk von Peg und Melli. Ein Rührgerät. Meins ist nämlich kaputt und ich kann keinen Kuchen mehr backen. Das war aber nicht alles. Dazu noch ne Backmischung Brownies, damit ich das Rührgerät ja benutze. Hi, hi. Für weitere Gerichte das DDR Kochbuch und für den Hunger zwischendurch 1 Kilogramm Gummibären!!!! Als ich wieder in Hilden war, war ich trotz dass ich kein Rennen in den Beinen hatte, doch kaputt.

Als eine von wenigen machte ich an diesem Freitag nicht frei. 7.30 Uhr saß ich im Büro. Wo waren all die anderen. Um 10.30 Uhr waren dann auch meine Büronachbar endlich da. Man oh man. Dazu sage ich ja nun langsam nix mehr. Früher, ja früher waren die Leute noch motiviert. Dafür durfte ich als Erste dann wieder gehen. Dann gings zu Europcar, das Auto für´s Wochenende holen, dann Tasche packen und Brownies backen.

7 Uhr klingelte der Wecker. Das Rad musste noch geputzt werden. Dann Abfahrt zu Peg. Nachdem Peg mal wieder ihre Geldbörse suchte und alsbald fand, ging es weiter nach Kölle, unseren Betreuer Andoni abholen. Die Reise führte uns nach Karbach in Bayern. Am schönen Main bezogen wir in Triefenstein unser Quartier. Nach einer Portion Nudeln ging es mit Andoni zur Mannschaftsleitersitzung. Als wir wieder im Gasthof zurück waren, hieß es auch schon umziehen und Abfahrt zum Rennen. Dunkle Wolken am Himmel, aber die werden sich doch halten oder? Mit dem Rad ging zum 15 Kilometer entfernten Startort. Um 17 Uhr fiel der Startschuss und der Regen. Schweden, Holländer, Luxemburger und kaum zu glauben auch Deutsche Radsportlerinnen wollten 80 Kilometer um die Wette radeln und ich mittendrin oder besser gesagt nach der Hälfte hintendran. Nee. Letzte war ich nicht. Nach 9 von 10 Runden dachte ich, hoffte ich oder wie auch immer jetzt darf ich aufhören, aber mein Abstand zum Feld war wohl noch nicht groß genug, also noch ne Runde und noch mal 10 % bergauf. Dann war´s endlich geschafft. Ne Jacke drüber und mit dem Rad zurück zur Unterkunft. Gegen 21 Uhr gab es dann noch mal Happi, happi. Unser Betreuer machte an diesem Abend als Erstes schlapp. Puuuuh. Melli und ich teilten uns ein Zimmer und schnackten noch ne Weile bis klein Melli´s Äuglein zufielen. Na toll was mache ich nun? Irgendwann fand dann auch ich zur Ruhe.

Um 7 Uhr randalierte Melli und ich wurde aus meinen Träumen gerissen. Da es erst um 10 Uhr Frühstück gab, aßen wir erst mal Brownies. Dann wollten wir, dass diesen sonnigen Tag niemand verschläft und sahen uns in der Verantwortung, die Leute liebvoll zu wecken. Welche Leute? Die, die mit ihrer Handynummer bei uns im Telefonbuch abgespeichert waren. Alle erreichten Angerufenen waren mehr oder weniger erfreut. Doch wenn se ehrlich sind, freuen sich doch die meisten von uns nen Anruf zu bekommen. Sonst würde der ein oder andere ja nie nen Anruf kriegen. Um 10 Uhr ging es dann zum Frühstück. Andoni machte sich anschließend ans Rad putzen und wir hauten uns noch mal auf die Betten. Um 12 Uhr ging es wieder na klar mit dem Rad zum Rennen. Es war es Gott sei Dank trocken. 13.30 Uhr ging es über Kopfsteinpflaster zum 1. Anstieg. Gut dass die Mädels es heute ruhig angingen. Die 1. Runde beendete ich als Zweite. Vorne war eine ausgerissen und ich spannte mich vor das Feld. Runde 2, alles fuhr an mir vorbei - fast alles. Ich fand mich in einer 5er Gruppe wieder und kämpfte mit denen gegen Wind und immer mehr leer werdenden Akku. Nach der Hälfte also 3 Runden war dann Schluss. Das war auch gut so. Ich wär den Anstieg nicht mehr hochgekommen. Schnell unter die noch leere Dusche und dann schauen was Peg machte. Die frisch verliebte hatte wohl wieder soviel Glückshormone, dass sie sich erst mal locker im Feld bewegte. Um 17.30 Uhr traten wir die Rückreise an, Andoni steuerte das Auto sicher nach Kölle und als ich Peg in Frechen rausgeschmissen hatte, fuhr ich weiter nach Hilden, wo ich nach Autotausch bei Europcar um 21.30 Uhr in meinen 4 Wänden war.

Falten habe ich noch keine gefunden, alt fühle ich mich ja schon ne Weile aber ansonsten geht es mir auch mit 28 Jahren ganz gut. So jedenfalls mein Fazit nach 28 Jahren und 4 Tagen.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Was kommt nach der Gold-Mitgliedschaft??? (15.-21.05.2006)

Eine Woche ohne Arbeit. Ob ich das verkraften werde? All meine lieben Kollegen nicht sehen? * schnief * In dieser Woche wollte ich mich mal wieder weiterbilden. Gebildet bin ich ja, aber man lernt ja nie aus. Wo ich mich weitergebildet habe? Ich dachte ich lerne mal wieder ne Sprache. Nach Englisch, Russisch und Französisch nun halt mal Niederländisch. Lange konnte ich mich nicht entscheiden. Der Häkelkurs hätte mich auch interessiert.

Montag ging es dann um 9 Uhr los. Emilia wollte uns die Sprache schmackhaft machen, was sie auch tat. Uns, das waren 5 Frauen und 1 Mann. Ne sehr angenehme Lerngruppe. Um 14 Uhr waren dann auch die ersten Vokabeln im Hirn und Feierabend angesagt. Durch das Rennen am Wochenende war heute trainingsfrei und so ging ich nur noch „boodschappen" und machte einen auf faul. Ach ja und die Lokalsportseite von der Rheinischen Post schmückte ich heute. Der Fotograf hatte sich entschieden, ein Foto des Kö-Rennens zu veröffentlichen, wo die Fahrerin Gaffron in Front ist. * stolz sein *

Heute kam ich 5 Minuten zu spät zum Unterricht. Shit. Sowas ärgert mich ja immer unheimlich. Da fährt man mal mit der Bahn, weil man Spritgeld sparen will und dann hat die Verspätung. Bis 14 Uhr wieder jede Menge gelernt und dann noch Richtung Firma. Meine Mailbox war voll und da ich meine Dienstmails auf meine Privat E-Mail weitergeleitet habe, bekam ich seit Montag Nachmittag jede halbe Stunde ne Mail, dass mein Speicher voll ist. Mit Lucie und Roland hielt ich gleich noch ein Schwätzchen und fuhr dann heimwärts. Nach einem kleinen Mittagsschlaf *dutje * ging es auf Zeitfahrrad. 75 Kilometer einschließlich 3 x 5 km spulte ich ab. Dann noch mit zu Hause telefoniert.

Mittwoch war ich dann schon gegen 8.30 Uhr an der Schule. Sowas passiert mir ja nicht 2 Mal mit dem Zuspätkommen bei ein und derselben Sache. Wahnsinn was man an 3 Tagen so lernt und es macht jeden Tag Spaß. Hätte auch nix dagegen gehabt, wenn der Unterricht noch ne Stunde länger gegangen wäre täglich. Ärgern tu ich mich auch, dass ich meine 5 Tage Bildungsurlaub aus dem vergangenen Jahr nicht übertragen habe, dann könnte ich im Juni noch nen Aufbaukurs machen. Aber mal sehen, vielleicht findet sich noch ne Lösung. Nach einer kurzen Erholungsphase mit geschlossenen Augen auf meinem Sofa, schnappte ich mir mein Drahtesel und pedalierte 100 Kilometer durch´s bergische Land. Doch schon nach knapp 40 Kilometern fing mein linkes Knie an zu zwicken. Was soll´s. Ich habe mich damit abgefunden, dass nach einem guten Winter ohne Krankheiten, halt jetzt meine ganzen Wehwehchen kommen.

Donnerstag dann schon der vorletzte Tag in der Schule. Früher habe ich ja die Schule gehasst, aber jetzt machte sie richtig Spaß. Mal wieder was für den Geist. Training habe ich heute sein gelassen, da ich sogar Schmerzen im Knie beim normalen Gehen hatte. So widmete ich mich meinem Haushalt, machte meine huiswerk und haute mich auf die Couch. Dann rief Papa an. Man hat ihn heute aus dem Krankenhaus geschmissen. Auf meine Frage was er denn nu gehabt hätte genau, antwortete er, die Ärzte haben gesagt: Es wird wohl eine Lungenentzündung gewesen sein. Aha. Wird wohl gewesen sein. Da liegt er 2 Wochen in der Klinik und dann würfeln die Ärzte ne Krankheit aus oder wie? Man oh man. Und dann noch mehr Geld haben wollen und streiken. Macht erst mal eure Arbeit richtig!!!

Schade, ein echt super Bildungsurlaub geht zu Ende. Angenehm war auch, dass ich jeden Tag vor 15 Uhr zu Hause war. Freitag war ich dann noch einkaufen, geradelt bin ich aufgrund des Wetter´s und des Knie´s nicht.

Unwetter über Hilden. Der Regen peitscht auf meine Terrasse. Ich widme mich dem Haushalt. Gegen Mittag wollte ich dann eigentlich zu Karin nach Bochum, um mit ihr gemeinsam nach Münster zum Herz-Kreislauf-Lauf von Melli zu fahren. Doch es hatte bei dem Wetter kein Sinn. So bastelte ich mal an der Radlgirls Homepage. War auch mal wieder bitter nötig. Dann schaute ich Giro de Italia, ging anschließend zum Büdchen um die Ecke um mir ne Zeitung zu holen und schwang mich um 20.30 Uhr noch auf die Rolle, um ne Stunde mit 2 x 5 Minuten EB zu fahren.

6.30 Uhr aufstehen, Auto packen und ab nach Frechen zu Peggy. Dann weiter nach Gerolstein zum Team Zeitfahren. In Gerolstein angelangt, warteten Karin und Carolin schon sehnsüchtig auf uns. Sehnsüchtig, ist wohl nicht das richtige Wort. Es regnete und regnete und unsere Lust ging gen Null hier zu starten. Mir war es aufgrund meiner Kniebeschwerden auch ganz recht. Nach dem Rollentraining hatte ich auch wieder im Laufen Probleme. Hätten die anderen 3 unbedingt fahren wollen, wäre ich auch auf´s Rad gestiegen. So watschelten wir über den Bikemarkt, wo wie Caro feststellte, geile Typen rumliefen. Ein Typ vom Issac Stand hatte dann wohl nicht mit unserer Schlagfertigkeit gerechnet. Er wollte uns ein Rad schenken bzw. tat so und als Karin meinte, ob es ihn denn auch kostenlos dazu gebe, lief er puterrot im Gesicht an. Gegen 11 Uhr fuhren wir dann also wieder zurück. Da Peg und ich an diesem Sonntag nix weiter geplant hatten, watschelten wir in Frechen in ein Eiscafé. Peg nahm nen Eisbecher und ich ne Eisschokolade. Nach ner halben Stunde wollte ich unbedingt noch ein Crepes essen. Also weiter ins nächste Café. Da gab es dann Crepes mit Erdbeeren und Vanilleeis, anschließend nen Kakao, dann ein Toast Hawaii und dann noch leckere Kekse. Über 4 Stunden saßen wir dort, sahen Leute kommen und gehen, telefonierten mit unserem speziellen Freund Karsten, der uns von seinen Heldentaten in Mettmann beim Radrennen erzählte, keine von uns aber als Freundin haben wollte, sondern sich kugelte vor Lachen am anderen Ende der Leitung und dann noch behauptete wir hätten Alkohol getrunken. Nee Karsten wir sind so drauf. Mit weiteren sms an verschiedene Leute, wo aber nur einer antwortete, der weder Schwächen noch Stärken noch Hobbys hat, laut Internet, aber behauptete ich sei langweilig, sorgte ich dafür, dass Vodafone weit entfernt von der Insolvenz ist. Da ich ja schon Gold-Mitglied da bin, was werde ich wohl nun sein??? Gegen 17 Uhr fuhr ich dann nach Hilden, in die Stadt wo sich die A 3 und A 46 kreuzen und es immer Stau gibt, weil sich die Männer nach mir umschauen - Insider -. Zwischenzeitlich rief dann Melli an. Ganze 3 Stunden unterstützte sie nun die Telekom. Also Ulle dein Gehalt ist gesichert. Und nach den 3 Stunden erklärte sie mir dann auch, warum sie eigentlich angerufen hat. Mal ganz ehrlich. Gestern war wieder so ein Tag, wo man uns lieber einsperren hätte sollen. Wie sagte Caro noch in Gerolstein als ich zu ihr meinte: Man ich dachte du bist ne ganz liebe und ruhige, aber du bist ja voll abgedreht." „Tja deswegen passe ich ja auch so gut in euer Team." Uuups. Gegen 22 Uhr hab ich dann noch mal mit Peg telefoniert. Hab sie ja nur 9 Stunden am selbigen gesehen. * abfeier *.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Vom Glück verlassen (08.-14.05.2006)

Nach den 2 anstrengenden Wettkämpfen gönnte ich mir ein Tag Erholung. Abends ging ich noch mit paar Leuten ins Monkey Island im Düsseldorfer Hafen und anschließend ins Kino zu „Tristan und Isolde". Gegen Mitternacht war ich dann wieder in Hilden. Netter Abend, guter Film.

Endlich war der Auftraggeber mal wieder zur Besprechung bei uns. Als Höhepunkt durfte ich auch den Marc kennenlernen. Aber so besonders war das nu auch nicht. Um kurz nach 17 Uhr verließ ich das Haus und ging nicht trainieren, nein ich ging zeitig ins Bett. Der fehlende Schlaf vom Montag machte sich bemerkbar.

Die nächste Hiobsbotschaft erreichte mich am Mittwoch. Ich wollte gerade zum Training aufbrechen, da sah ich auf meinem Handy, welches ich im Auto vergessen hatte, mehrere Anrufe und ne sms von meinem Bruder: „Ruf sofort Mama an. Papa im Krankenhaus." Oh nein. Das darf doch alles nicht wahr sein. Eingeliefert mit Verdacht auf Lungenembolie, die sich dann aber wohl nicht bestätigte. Er hatte nach dem Fieber in der letzten Woche, nun Stechen in Brust und Rücken bekommen und wenig Luft. Beim Bluttest stellten dann die Ärzte fest, dass die Werte total schlecht waren. An Training war danach bei mir nicht mehr zu denken. Man da kann man nicht mal die Eltern alleine zu Hause lassen. Dabei ist mein Papa eigentlich topfit. Fährt manche Wochen mehr Kilometer mit dem Rad als ich und dann noch mit einem fast auseinanderfallenden Tourenrad. Also Papa auf diesem Wege. Gute Besserung!!!

Donnerstag schwang ich mich dann wieder mal auf meinen Bock. Ich wollte 2 Stunden aggressiv a la Wladi Gottfried trainieren. Aber das konnte ja nix werden, da ich ja mal wieder alleine fuhr. Doch dann kam Kollege Schlappes des Weges. Ich drehte und schloss mich ihm an. Oje. Heute hat er den Namen Schlappes aber wirklich verdient. Da kann ich ja ein Bein aus der Pedale nehmen und würde ihn noch abhängen und das obwohl ich ja nu keine Form habe. Nach 70 Kilometern war ich zurück in der Itterstadt.

Da das Wetter heute wieder wie schon die ganze Woche ganz angenehm werden sollte, entschloss ich mich mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. 20 Kilometer waren dies. In der Firma angekommen, staunten alle über mein super tolles Radl. Ja, ja Jürgen deins ist leichter. Schon klar. Weil schon mehrere Teile von deinem ollen Principia abgefallen sind, so alt ist dein Gaul!!! Nachdem ich zu meinem Gruppenleiter sagte, er könne mich nach diesem Tag in die Klapse stecken, ich kann dieses AMISS Programm nicht mehr sehen, verabschiedete ich mich um 17 Uhr ins Wochenende und fuhr mit dem Rad zurück. Oje. Dicke Augen als ich in den Spiegel sah. Dadurch dass ich die ganze Zeit durch Wälder fuhr und das ohne Brille, hatten die Pollen leichtes Spiel. Nun nahm ich noch mein Auto und fuhr in Aldi zum Wocheneinkauf.

Samstag morgen fuhr ich mal wieder in die Hildener City. Da war ich ja auch schon Ewigkeiten nicht mehr gewesen. Zunächst schickte ich meinen Brief an den LV NRW ab mit der Bitte um Stellungnahme zu den Vorkommnissen vom vergangenen Samstag. Dann watschelte ich in die Buchhandlung und schaute was es da so neues gab. Zum Mittag machte ich mir mal wieder mein geliebtes Frikassee. Dann wollte ich eigentlich ein Mittagsschläfchen halten, doch ich entschied mich nach Remscheid zu fahren und zu schauen, wie die Leute sich beim anspruchsvollen Rennen in Lüttringhausen die Kante geben. Pünktlich um 19.30 Uhr als ich zur Vorbelastung aufbrechen wollte, zog sich der Himmel zu und es fing an zu regnen. Dann halt keine Vorbelastung.

Rund um die Kö stand auf dem Programm. Eigentlich hatte sich eine große Fangemeinde angekündigt. Doch da das Wetter alles andere als gut war, kam nur Chefe und Freund Jürgen mit Freund Micha an die Strecke. Da es aber zunächst noch nicht regnete, reiste ich mit dem Rad an. So war ich wenigstens gut warmgefahren. Pünktlich zu unserem Start fing es dann aber doch an zu schiffen. Ich fuhr die ersten Runde ganz hinten, zu groß war die Angst vorm Stürzen und ratsch ist es passiert. 4 Fahrerinnen lagen lang. Zur Hälfte des Rennens, Jürgen wollte unbedingt ne Kiste Wein, fuhr ich dann mal los, kam aber nicht weit. Ich reihte mich dann wieder weit hinten ein. Mitten im Feld - nee nicht bei diesem Wetter. Dann noch mal ein Versuch. Aber wieder eingeholt. 9 Runden vor Schluss versuchte ich noch mal mein Glück. 3 Runden hielt ich mich vorne alleine, dann kam Tanja: Los Lilli jetzt beißen. Aber ich konnte nicht. Nicht die Beine waren schlecht, nein ich hatte das Gefühl ich bekomme nicht soviel Sauerstoff wie ich eigentlich brauche. Dann noch 2 Fahrerinnen. Aber dann kam schon das Feld. Eingangs der letzten Runde spannte ich mich vor das Feld und wollte Peg den Spurt anfahren. Krach. Hinter uns ein Sturz. Man hier geht's doch um nix. Ich weiter von vorne. Dann rechts und links weitere Fahrerinnen. Hiiiiilfe. Letzte Kurve. Rums. Favoritin Hennes lag auf dem Boden mit weiteren Fahrerinnen. Alles war durcheinander. Am besten auf die Zielgerade und anschließend ins Ziel kam dann Areke Hassink aus den Niederlanden vor der Fahrerin Zwick und der Fahrerin Werheit. Durch das schlechte Wetter und doch ein gutes Tempo erreichten nur 15 Fahrerinnen das Ziel. Ich wurde glaube ich 13. Verdient hätte ich heute wohl mehr, aber das Glück scheint dieses Jahr nicht auf meiner Seite zu sein. Doch im Leben gibt es wichtigeres als bei Radrennen vorne dabei zu sein. Das ist mir gerade diese Woche wieder bewusst geworden. Ich bin dankbar, dass ich gesund bin und hoffe dass mein Papa bald wieder auf den Beinen ist. Oma, du liest das zwar hier nicht, aber auch du hälst die Ohren steif versprochen?!

Da ich in der nächste Woche nicht arbeiten gehe, werde ich wohl mal bissl was an Kilometern abspulen. Ich habe es mir jedenfalls vorgenommen.

Ach und Mama, alles Liebe zum Muttertag!!!!!

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Das was du im Leben lachst, weinst du auch (01.-07.05.2006)

Der 1. Mai - Feiertag. Für mich Erholung pur. Meinen Hintern habe ich an diesem Tag auf meinem Sofa plattgesessen. Abends noch mit meinen Ellis telefoniert, die diese Woche bei meiner Verwandtschaft in Sachsen verbringen. Neid.

Dienstag dann wieder Alltag. Zunächst ging ich Brötchen verdienen. Anschließend musste ich noch zum Zahnarzt. Und wie lange war ich in der Praxis? Richtig. 3 Minuten Maximum. Alles in Ordnung. Daumen hoch. Hach mein Zahnarzt ist auch so ein sympathischer Mann. Obwohl ich nur 1 Mal im Jahr zu ihm muss, erkennt er mich in der City und grüßt. Muss wohl einen bleibenden Eindruck bei ihm hinterlassen haben. Grins.

Heute stand Zeitfahrtraining auf dem Plan. 3 x 7,5 Minuten. Doch meine Beine waren total zugeschnürt. Ich brachte es gerade mal auf 2 x 7,5 Minuten und kehrte dann in meine 4 Wände zurück.

Die Krohn(e) setzte mir für den heutigen Tage mal wieder der Auftraggeber auf. Mein Gott, macht doch nicht aus allem einen Elefanten. Kein Wunder, dass meine Nerven leiden. Selbst meine Drahtseilnerven geben irgendwann nach. Um 17 Uhr musste ich dann zur Auswertung des Bluttests zum Arzt und zum Ultraschall der Schilddrüse. Aber auch diese Tests gaben keinen Aufschluss über meine Abgeschlagenheit, Unwohlheit.

Nun nahte schon wieder das nächste Wochenende. Nachdem ich die Arbeitswoche hinter mir hatte, fuhr ich mal Vorbelastung für die Landesmeisterschaft im Einzelzeitfahren, wobei ich mir noch nicht sicher war, ob ich starten würde. Ich war immer unter den Top 3 bei einer Landesmeisterschaft Zeitfahren, aber die Beine waren wirklich nicht gut im Moment und ich hatte Angst, dass ich im Kopf damit nicht klar komme. Um 20 Uhr holte ich dann noch Melli vom Bahnhof ab. Sie hatte mir dann noch ne niegelnagelneue Scheibe mitgebracht. Anschließend bekochte sie mich, wir quakten und wollten eigentlich noch Blödsinn machen, doch irgendwie fehlte uns der Elan. Also gingen wir heia machen.

Nun begann das turbulente Wochenende. Morgens konnten Melli und ich alles noch ruhig angehen. Start war ja erst um 15.15 Uhr. Die Scheibe passte ohne Probleme. Um 12.15 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Elsdorf. Puh der Wind wehte heftig. Ich holte meine Nummer und stellte fest, dass ich doch nicht als Erste starten musste, wie eigentlich geplant. Um 14 Uhr begann ich mit meinem Warmfahrprogramm. Es lief gut. Der Kopf stimmte. Doch dann wurde ich nervös. Erst hatte ich Probleme bei Helm aufsetzen, dann vergaß ich meine Brille und als ich schon am Start stand und der Starthelfer mich festhielt, fiel mir auf, dass ich noch das kleine Kettenblatt drauf hatte. Der Starter hob ich kurz hoch, ich schaltete auf das große Blatt, doch hinten hatte ich dann nen 14er aufgelegt, womit ich schließlich auch antrat. Die Fahrerin vor mir hatte 2 Minuten Vorsprung. Naja die werde ich bestimmt gleich einholen. Los gings. Treten, treten, treten. Doch wo war die Fahrerin vor mir? Niemand zu sehen. Ist sie vielleicht falsch gefahren? Kann ja schon mal passieren auf der Strecke. Ist mir vor Jahren auch schon mal passiert. Ne Peg?! Endlich kurz vor der Wende sah ich sie dann. Und von wegen Rückenwind hinzu. Domenik Ivo wat haste mir denn da vor dem Start erzählt hä? Aber egal. Ich war gut drauf. Nach der Wende zog ich an der Fahrerin vorbei und ließ sie gleich stehen. Und dann passierten die ersten merkwürdigen Dinge. Mich überholte ein Auto, der vor mir die Kilometerschilder abbaute. Aha. Die anderen sollten also nicht wissen, wie viel Kilometer sie noch ins Ziel haben. Tut er das als Vorteil für mich? Will ich aber gar nicht. Ich bin ne faire Sportsfrau. Dann war ich im Ziel. Hinter mir kam ne ganze Zeit nix. Also scheine ich ja nicht schlecht gefahren zu sein. Nachdem alle im Ziel waren, warteten wir gespannt auf das Ergebnis. Dann fiel mein Name. Okay Platz 3, Nicole Kampeter und Britta Nadler vor mir dachte ich. Doch ich dachte falsch. Alexandra Nöhles auf Platz 2 und auf Platz 1 Julia Fehring. Hmmh. Julia sah aber nicht sehr schnell aus, als sie mir entgegenkam. Dann Protest von Nicole Kampeter. Sie hatte nämlich Julia eingeholt. Na super. Nicht mal bei einem Zeitfahren bekommt es der WA hin, ein ordentliches Ergebnis zu veröffentlichen. Später stellte sich noch heraus, dass eine Dortmunder Fahrerin überhaupt nicht im Ergebnis war. Britta´s Eltern die ein wenig mitgestoppt hatten, meinten dass die Entscheidung zwischen Nicole Kampeter und mir wohl gefallen wäre. 1 Minute schneller als Britta war ich wohl und mit Nicole wäre es knapp geworden. Als Nicole ins Ziel kam, schaute eine andere Fahrerin auf die Uhr und meinte oh Nicole ist 15.31 Uhr gestartet und hat somit ne 45er Zeit. Wie Melli mir dann mitteilte, ist sie nicht 15.31 Uhr gestartet, da Melli 15.30 Uhr gestartet ist und Nicole ne Minute früher. Also 2 Minuten dazu, macht ne 47er Zeit. Ich hatte ne 46er Zeit. Also vielleicht doch die schnellste Zeit??? Aber wer weiß, vielleicht war ja noch ganz jemand anderes schneller oder ich hatte gar keine 46er Zeit. Wir werden es nie erfahren. Einfach nur ärgerlich. Klärung vor Ort gab es jedenfalls nicht. Ich gab meine Bronzemedaille zurück. Will keine Medaille, die ich vielleicht nicht verdient habe. Ziemlich gefrustet, fuhr ich mit Melli wieder nach Hilden und schaute noch bei Da Pino vorbei. Obwohl ich an diesem Tag kaum was gegessen hatte, schaffte ich bei Da Pino nicht mal die Hälfte des Tellers.

Heute erwartete uns die nächste Landesmeisterschaft und das im Sauerland. Uii. Vor dem Rennen sprach ich noch mit dem Präsi des LV´s über die Vorkommnisse beim Zeitfahren und erfuhr nebenbei, dass der beste Jugendfahrer wohl 9 Minuten über 10 Kilometer gefahren ist. Haben wir einen neuen Lance Armstrong??? 12 Mal 5,5 Kilometer und wieder mit einem Zielanstieg. Ich attackierte gleich mal am Start, damit die ersten Fahrerinnen zurückfallen und die Juniorinnen, die 30 Sekunden später starteten, nicht gleich auffuhren. Dann machte aber Tanja Hennes schon Ernst. Nach dem 1. Zielanstieg waren nur noch kleine Gruppen vorhanden. Vorne 8 Frauen, dahinter meine Gruppe und ansonsten alles allein radelnde Fahrerinnen. Nun kamen auch schon die ersten Juniorinnen. Der späteren Siegerin dieser Klasse konnte ich nicht folgen. Oje. Aus meiner Gruppe fielen auch noch Frauenfahrerinnen zurück, von vorne kam eine wieder und so drehten wir zu viert unsere Runden. Mein Akku ging von Runde zu Runde gen Null. Beim 12ten Mal kroch ich nur noch zum Ziel herauf und belegte am Ende Rang 9. Damit bin ich ganz zufrieden. Endlich ne Platzierung. Ich brauchte ca. 2 Stunden bis mein Kreislauf wieder einigermaßen in Ordnung war. Ich war so fertig, dass ich Stunden brauchte um unter die Dusche zu kommen. Da Melli und ich nix mehr vorhatten, beschlossen wir beim Männerrennen zuzuschauen. Unser Freund Karsten war ja auch am Start. Doch als wir von der Dusche zurückkehrten, stand er schon draußen. Ich habe ihm ja 8 Runden von 21 gegeben, aber er hat nur 4 geschafft. Karsten ich bin enttäuscht!!! Peg hat dann noch einen neuen Fan kennengelernt. Er gratulierte ihr zu ihrem tollen 6. Platz im Rennen der Frauen, obwohl sie ja erst 14 Jahre ist. Das ist ja voll den Respekt wert. Der Alkoholpegel des Typen war schon ins Extreme gestiegen. Unser Favorit hat dann allen das Hinterrad gezeigt. Ganze 31 Fahrer erreichten das Ziel und Alex Gottfried war der Beste. Obwohl er meine Anfeuerungsrufe gehört hat, habe ich nicht seine Blumen gekommen. Heul. Auf dem Weg zum Parkplatz holten wir uns bei seinem Vater noch Trainingstipps und wussten nun, warum wir so oft hinterherfahren. Weil wir passiv trainieren und nicht aggressiv. Wir werden also unser Training umstellen. Zum Abendbrot genehmigten wir uns nen Döner, den ich - richtig - nicht aufaß. Um 20.45 Uhr fuhr Melli mit dem Zug nach Münster und ich mit dem Auto nach Hilden zurück. Dann telefonierte ich noch mit meinen Eltern. Die nächsten schlechten Nachrichten erreichten mich. Papa liegt mit hohem Fieber im Bett und Oma geht es auch immer schlechter. Melli sagte mir an diesem Wochenende ein Sprichwort, dass mir nun keine Ruhe mehr lässt. Dass was du im Leben lachst, weinst du auch. Ich werde wohl in letzter Zeit zuviel gelacht haben, denn anders kann ich mir das alles nicht erklären, was über mich im Moment hereinbricht.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Der Winter ist zurück (24.-30.04.2006)

Montag nach der Arbeit fuhr ich zunächst mal beim Arzt vorbei, um mir ne Überweisung für den Ohrenarzt zu holen und nen Termin für einen Bluttest. Da man ja bekanntlich selten beim Arzt nach 5 Minuten raus ist, war der Tag danach gegessen.

Auch am Dienstag ging es mir gesundheitlich nicht viel besser. Ich war nicht richtig krank, aber auch nicht richtig gesund. Keine Ahnung was los ist. Jedenfalls hat meine Couch mich an diesem Tag wieder gehabt. Vielleicht werde ich einfach auch nur alt.

Heute war ich mal ausgeschlafen. Ich nahm diese Situation zum Anlass auf´s Rad zu steigen. 90 Kilometer ging es durch das bergische Land. Gegen 21 Uhr war ich dann wieder in Hilden. Die Beine waren gut. Vielleicht geht es jetzt wieder bergauf.

Morgens erst mal der Gang zum Arzt. Blutabnahme. Anschließend noch EKG und Lungenfunktionstest. Um 11.15 Uhr war ich dann endlich in der Firma. Na mal sehen was die Untersuchungen bringen. Nach Feierabend fuhr ich dann noch 65 Kilometer im G2 Bereich. Auch heute waren die Beinchen wieder ganz in Ordnung. Kein Grund zum klagen.

Freitag musste ich schon vor 8 Uhr im Büro sein. 8 Uhr war Besprechung angesetzt. Wenn ich dran denke, dass ich früher um 7 Uhr immer im Büro war, oje. Das kam schon Ewigkeiten nicht mehr vor. Ich werde wohl doch alt. Hiiiiiiiilfe. Nach dem Feierabend musste ich noch Wäsche waschen, Rad putzen und Tasche packen. Eine Weltreise stand nämlich am Wochenende bevor.

9.15 Uhr war ich mit Peg verabredet. Ich war ein paar Minuten später, da der Kölner Ring für die Fußball WM auf den neusten Stand gebracht wird. Dann Auto voll gepackt und los. Nach 2 Kilometer - uuups. „Lilli? Ich habe den Ausweis für die Jugendherberge vergessen." Naja wäre ja auch nicht normal, wenn etwas mal nach Plan laufen würde. Aber zeitlich gesehen, hatten wir ja genügend Puffer. Also wieder Retour. Kurz den Zwingpfeil auf Bundesstraße missachtet und zurück nach Frechen. Doch dann gings endlich los. Die Reise ging ins Allgäu. 550 Kilometer. Wir waren heiß. Auf was? Auf das 1. Bundesligarennen in diesem Jahr. In den Baustellen schloss Peg ihre Augen und rauschte auf der 2 Meter Spur an den LKW´s vorbei. Mir rutschte das Herz in die Hose. Nach 5 Stunden waren wir heil!!! angekommen. In der DJH war keiner anzutreffen, also sind wir zunächst zur Nummernausgabe. In diesem Moment fing es an zu schneien!!!! Aber die Nummern für die Frauen gab es noch nicht. Gelohnt hat sich der Weg dahin dann doch. Kurz mit meinem Jugendtrainer gequakt, dort ein Schwätzchen gehalten, da die Neuigkeiten erfahren und dann wieder zurück gen Herberge. Ach nee. Zwischenstopp im Supermarkt. Anschließend ging es in die menschenleere Pizzeria des Ortes, die sich aber später noch füllte. Der Hunger war bei mir mal wieder nicht so dolle, sodass Peg auf mich einreden musste, dass ich wenigstens ein bissl was esse. Auf dem Weg in die Unterkunft sahen wir noch ein nettes Eiscafé, wo wir dann noch einkehrten. Die Eisschokolade habe ich dann ganz gut runterbekommen. Hi, hi. Peg telefonierte dann zum 10. Mal an diesem Tage mit ihrem Süßen und ich schloss um 22 Uhr meine Äuglein.

Das Frühstück in der DJH war ganz gut. Gestärkt traten wir die Reise gen Schweinlang an. In der Mannschaftsleitersitzung wurden die letzten Einzelheiten besprochen und anschließend fuhren wir paar Orte weiter zum Mittagessen. Auch hier tat ich mich wieder schwer, meinen Teller leer zu bekommen. Als wieder nach Schweinlang wieder zurück waren, waren auch die anderen unseres Teams da. Gemeinsam fuhren wir dann auf die Runde und suchten uns diverse Stellen auf der Runde aus, wo wir attackieren würden. Dann packte mich die Panik. Shit. Wir haben uns ja noch gar nicht eingeschrieben und die Transponder liegen auch noch bei Peg im Auto. Puh noch mal pünktlich zum Start gekommen. 96 Fahrerinnen gingen dann auf den Parcour bei 10 Grad und Sonne!!! Beim Warmfahren fand ich die Strecke nicht super schlimm, aber doch schon anstrengend. Vor allem muss ich den Zielanstieg ja 12 mal hoch. Eigentlich. Doch es kam anders. In der 1. Runde machten die vorne schon mal bissl Bambule. Mir rutschte der rechte Knieling runter, was mich reichlich Nerven kostete. Zum Ausziehen hatte ich keine Zeit, ich zog ihn immer wieder hoch, doch er wollte nicht halten. Ach egal. Dann sehe ich halt aus wie ein Hobbyradler. Am Zielanstieg fiel ich ab, kämpfte mich jedoch mit anderen Fahrerinnen wieder ans Feld heran. Diese Situation wiederholte sich dann ganze 5 Mal. Dann war ich am Ende meiner Kräfte. Außerdem wollte ich die sportlichen Leiter in ihren Wagen auch erlösen, die ständig rechts fahren musste, weil Madame Gaffron von hinten angeschossen kam. Nach der 7. Runde bekam ich dann die rote Flagge. Ende der Veranstaltung. Platz 75 am Ende. Ich kam in die Wertung, da ich mehr als die Hälfte der Distanz zurückgelegt hatte. Irgendwie war ich aber auch froh. Der Akku war leer. Vorne prügelten sich die Berliner und Nürnberger um den Sieg, den sich dann aber doch eine Neuseeländerin einheimste. Caro die Alkoholikerin und Partyomi unseres Teams fuhr wie vom anderen Stern und wurde 29. Ich geh jetzt auch feten vorm Rennen bis zum umfallen. Kurz nach 18 Uhr fuhren wir zurück ins Rheinland. Das Gaspedal wurde durchgetreten und kurz vor Mitternacht war ich wieder in meinem eigenen Bett.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Gute Beine, schlechte Beine (17.04.-23.04.2006)

Ostermontag - Jedermann (frau) rennen in Kölle. 6.30 Uhr aufstehen * gähn *, frühstücken, Rad einpacken und los. In der Domstadt angekommen verteilte ich zunächst die Startnummern. Um 9 Uhr ging es dann in Gruppe zum Start nach Leverkusen. Pünktlich setzte auch der Regen ein. Lieber vorsichtig fahren hieß da die Devise. Wer weiß wie die Jedermänner (frauen) ihr Rad unter Kontrolle haben. Um 10.25 Uhr fiel der Startschuss und Karin, Peg und Caro hielten gleich kräftig mit rein beim 1. Startblock mit ca. 600 Fahrern. Kurz vor dem 1. Anstieg eierte ich auch weiter nach vorne. Puh jetzt wird´s anstrengend. Von vorne kam Caro zurück, doch Peg und Karin sah ich nie. Doch was war das? In der 3-fachen Geschwindigkeit, wie ich sie gerade fuhr, kam eine Frau mit ihrem Pacemaker an mir vorbei. Oh je! Na Karin und Peg werden das schon machen. Ich fuhr in einer größeren Gruppe so vor mich hin, meine Beine waren bestens. In Odenthal kamen dann die Leute der 60er Runde dazu. Mit dabei Papa Werheit, kurz gequakt und weg war auch er. Nach vorne na klar. An einem Hügel fuhr dann mal ein junger Herr neben mir und bot mir an, mich an die Gruppe vorne ranzufahren. Okay, also reihte ich mich hinter ihm ein. Irgendwann dauerte mir das aber zu lange und ich scherte aus und fuhr das Loch alleine zu. Der Typ war übrigens nicht mehr gesehen. J Dann folgte die Passage zum Schloss Bensberg. Die Zuschauerkulisse war gigantisch. Anschließend ging es noch ca. 20 Kilometer wieder zurück nach Köln. Auf der Zielgerade hauten sich aus meiner Gruppe noch einmal welche auf ihren allerwertesten und dann war ich nach genau 3 Stunden im Ziel. Schnell duschen und dann Siegerehrung. Peg ist nämlich Zweite geworden. Ich wurde 6., kam aber nicht in die Wertung, da ich wohl ein zu hohes Niveau für ein Jedermannrennen habe und hatte eine VIP Nummer auf dem Rücken. Wenn die wüssten. Auf dem Nachhauseweg gab es bei Burger King noch was zwischen die Kiemen.

Dienstag hieß es wieder Dienstag = Arbeit. Gott sei Dank keine Besprechung. Auch so war es heute ein relativ ruhiger Tag im Büro. Abends bastelte ich dann noch an meiner Homepage und war zeitig pennen.

Heute sollte normal wieder trainiert werden. Doch nach der Arbeit war ich wieder völlig fertig. Nee war nicht stressig oder so, aber ich habe mal wieder Probleme mit meiner Müdigkeit. So legte ich mich zunächst erst mal auf´s Ohr. Ich kam aber nicht mehr richtig hoch und so war der Tag gegessen. Ich werde mal wieder ne Vitamin E Kur einlegen und nen Bluttest machen. Das ist ja nicht mehr normal.

Donnerstag wiederholte sich das Spiel. Um 15 Uhr machte ich Feierabend, extra um trainieren zu können. Vorher holte ich noch meine geänderten Trikots ab. 20 Euro wollte die Frau haben. Halsabschneider!!!! Naja und wie gesagt mit dem Training war es dann wieder nix. Ich kann mir das echt nicht erklären. Vielleicht brüte ich auch was aus.

Freitag morgen stand ich dann zeitig auf und schwang mich um 7 Uhr auf mein Rad. Eigentlich wollte ich 2 Stunden vor der Arbeit fahren, aber ich kriegte die Pedale kaum rum. Nach 1 Stunde war ich wieder zurück. Dann Arbeiten und um 14 Uhr kam der Anruf. Mein Rad ist da. Also ging es um 17 Uhr nach dem Feierabend nach Kalkar. Zwischendurch noch eingekauft und dann Rad eingepackt und zurück. Gegen 20 Uhr war ich in Hilden, doch mein Tag war da noch lange nicht zu Ende. Backen war angesagt. Zunächst Brownies, dann 36 Muffins und dann noch ein Blech Mandarinenraspelkuchen. Kurz vor Mitternacht war ich fertig.

6.15 Uhr klingelte der Wecker. Um 7 Uhr gings dann nach Emsdetten. Mein Verein hatte RTF, dafür war auch der Kuchen. Ich wurde für Station 2 mit Melli eingeteilt. Hier kamen jedoch nur die Radler vorbei, die die 150 Kilometer fuhren. Da es aber regnete und regnete, kamen nur 59 Radler. Zum Anfang dachte ich schon es kommt gar keiner. So fing ich mittlerweile schon an, die Rosinenbrötchen zu futtern und mit Melli Blödsinn zu reden. Die anderen 3 Männer fanden es amüsant. Gegen 14 Uhr fuhren wir dann zu Station 1 und wollten auf dem Weg dahin checken, ob noch Radler kommen. Irgendwann verfitzten wir uns aber und kamen mit einem Umweg von, mmmh, sagen wir mal 40 bis 50 Kilometer wieder in Emsdetten an. Dort wurde ich begeistert von den Frauen empfangen. Oh der Mandarinenkuchen war sooooooooo lecker. Wir brauchen das Rezept. Oki doki. Sollt ihr bekommen. Alsbald fuhren Melli und ich dann gen Heimat. Um 18.15 Uhr fuhr ich dann meine Vorbelastung, wenn man es Vorbelastung nennen kann. Ich war so was von straff. Shit. Dann kamen auch noch meine Ohrenschmerzen wieder, die ich schon auf Mallorca hatte. Na klasse. Das kann ja heiter werden am Sonntag in Düren.

Und es wurde heiter. Ich parkte im Rennen nur rum. Um die Ecken trug ich fast mein Rad rum. Okay, Platz 3 vom Vorjahr kannste wohl vergessen, war mir schnell klar. Vielleicht schaffst du ja noch Top Ten, sagte ich mir. Zwischendurch biß ich mal auf die Zähne und fuhr Caro und Peg die Prämien an, aber auch Peg hatte wohl nicht so super Beine. C´est la vie. Den Endspurt bereiteten wir dann für Caro vor. Erst Melli, dann Britta, dann ich und dann Peg. Doch ein Sturz in der letzten Runde brachte unseren Plan durcheinander. Caro musste erst mal ein Loch wieder zufahren, was wir vorne aber nicht mitbekamen und schön auf´s Tempo drückten. Ich bog als Erste auf die Zielgerade, nee quark als Dritte, vorne waren ja schon Linda Serup (Buitenpoort Flexpoint) und ne Stuttgarterin, die die eigentliche Dritte in der Spitze, Desiree erst mal mit einem klassischen Knock Out auf dem Asphalt schickte. Ich hob dann noch mal meinen Hintern und scherte dann links aus. Peg kam vorbei und dann auch noch Caro. Ich versuchte dann noch meinen Top Ten Platz zu retten, aber damit war es nix. Immer mehr Fahrerinnen fuhren an mir vorbei. Caro wurde dann noch Siebente und Peg Zehnte. Schade wäre Caro nicht von ganz hinten gekommen und hätte Peg´s Hinterrad gehabt, wäre sicherlich mehr drin gewesen. Nun gut, so ist das halt im Sport. Nur wer verlieren kann, kann auch gewinnen. Ich werde es euch zeigen!!!!! In Hilden wieder angekommen, bastelte ich gleich wieder an der HP und dann kam Karin mich noch besuchen. Sie hatte an einem Duathlon in Mettmann teilgenommen und war noch an der Nähe. Haben gequakt und gequakt und dann schraubte ich an meinen alten Rad den Lenker ab, um es zu einem Zeitfahrrad umzubauen. Ob ich es jemals wieder zusammenbekomme??? Ich weiß es nicht. Und meinen neuen VDO Computer habe ich auch schon kaputt bekommen. Hach wieder 2 linke Hände.

Karin und ich haben beschlossen zur Attacke zu blasen. Also zieht euch warm an. Wir geben euch noch 2 Wochen, dann sind wir an der Reihe!!!

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Hanseline sei Dank (10.-16.04.2006)

Montag hatte sich schon in der Fima rumgesprochen, dass ich das Rennen in Krefeld nicht beendet habe. Na toll Roland. Hättest ja wenigstens noch sagen können, dass ich gekämpft habe. Aber wenigstens haben dir ja meine Waden gefallen * grins * was du auch anderen Arbeitskollegen erzählt hast. So konnte ich wenigstens auf die stolz sein, wenn schon nicht auf meine Leistung. Außer dem Wocheneinkauf lief am Montag nicht mehr viel.

Nach einem längeren Arbeitstag als geplant, schwang ich mich um 18.15 Uhr noch auf mein Rad. Ja immer noch auf mein altes Cube. Das neue lässt immer noch auf sich warten. Wer weiß für was es gut ist. Zunächst fuhr ich also 45 Minuten durch die Gegend bis ich wieder zurück auf dem Ostring war. Hier wollte ich jetzt meine EB-Einheiten abhalten. Ich fuhr zunächst in die eine Richtung und nach 10 Minuten Erholung ein zweites Mal in die andere Richtung. Nur zum checken, in welche Richtung es einfacher ist. Ich entschied mich dann für die 1. Variante. Nach dem 3. EB taten mir dann doch schon die Knochen weh. Jetzt noch 3 Mal. Puh. Der Himmel war die ganze Zeit bedeckt, es sah aus, als ob es jeden Moment anfangen könnte, zu regnen. Doch es hielt sich. Ich nahm mir vor, wenigstens noch 1 Mal zu fahren. Nach dem 4. Lauf überredete ich mich selbst noch zu EB Nr. 5 und als ich das hinter mir hatte, sagte ich mir: Jetzt schaffst du auch noch Nr. 6. Gesagt, getan. Noch 10 Minuten auskullern ab in die Wohnung. Geschafft. Trainingsplan eingehalten.

Mittwoch war wieder super Sonnenwetter. Nee, quark wieder mal dicke Wolken. Heute konnte ich meinen inneren Schweinehund nicht überzeugen, bei dem Wetter eine Reise mit dem Rad zu unternehmen. So widmete ich mich dem Osterputz und surfte im Internet.

Ich dachte nicht schon wieder. Feiertage stehen vor der Tür und eine Hau-Ruck Aktion in der Firma. Die kam auch, doch gott sei dank hatte ich damit nix zu tun. So konnte ich um 15.30 Uhr die Osterfeiertage einläuten und fuhr zu Eufab nach Haan. Dort holte ich 2 Fahrradträger ab und fuhr anschließend noch einkaufen.

Karfreitag begann ich mit Training. Um 9.30 Uhr saß ich auf dem Rad. 2 zügige Stunden mit Antritten wurden es am Ende. 1 Stunde davon fuhr ich mal wieder - richtig - im Regen. Dank einer gut funktionierenden Waschmaschine und dank Hanseline, die mir seit 5 Jahren Putzmittel für mein Rad unentgeltlich zur Verfügung stellen, wird alles wieder sauber. Der Nachmittag war dann ziemlich ruhig.

Ruhrland RTF in Dortmund stand an. 111 Kilometer durch´s Ruhrgebiet. Über diese Tour kann man schon wieder ein Buch schreiben. Zunächst dachte ich, ich befinde mich bei Paris-Roubaix. Dann fuhr ich mit einer Gruppe, die ständig attackierte. War ich vielleicht doch bei einem Rennen gelandet. Ich wollte zügig fahren das ganze, aber ich wollte niemanden wiederbeleben. An einem Hügel fiel ein Ende 50iger ab, rackerte sich aber später wieder an unsere Gruppe heran, rief seinem Kumpel zu: Iiiiiiiiiich bin wiiiiiiiiiiiiiiieder da, schnappte nach Sauerstoff und fuhr mit Sternen vor den Augen mir vor die Karre. Auf meinen Hinweis, er möge seine Linie einhalten, erwiderte er: Mädel mach doch ruhig. Häää? Meinte er sich nicht selber? Weiter gings. Die 1. und 2. Verpflegung ließ ich aus. An der 3. schob ich mir ne Banane rein, füllte meine Flasche auf und weiter gings. 20 Kilometer vor dem Ende kam dann noch ne Truppe von hinten. Time Bandits nannten sich 3 von denen. Die fuhren nen ganz guten Streifen und zum Ende machten wir noch ein paar Fahrspiele. Alles im allen ganz nett und anspruchsvoll. Mittags legte ich mich ne Stunde hin. Abends kochte ich Gulasch mit Klößen. Papa hatte vor einiger Zeit in einem Gewinnspiel auf meinen Namen verschiedene Sorten Klöße und Knödel gewonnen und so probierte ich mal die 1. Sorte.

Sonntagmorgen ging es zunächst nach Leverkusen die Startnummer für „Rund um Köln" abholen. Okay eigentlich Startnummern. 11 Stück waren es am Ende. Danach ging es ins Linder Congress Hotel zum Sonntagsbrunch. Den Gutschein hierfür hatte ich ja bei der Weihnachtsfeier meiner Firma gewonnen. Nachdem ich 2 Stunden später nix mehr aufnehmen konnte, ich also bis oben voll war, ging es wieder nach Hilden. Ich telefonierte noch mit Peg, überlegte die Taktik für den folgenden Tag, ging noch nen Kakao bei MC Café schlürfen und dann ab in die Kiste.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Das muss besser werden (03.-09.04.2006)

Montag und Dienstag ging es mir nicht gut. Mein Darm spielte verrückt. Keine Arbeit, kein Training. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Mittwoch dann wieder Alltag. 9 Uhr Arbeitsbeginn. Ein zufriedener Gruppenleiter, der einen mit dem Satz empfing: „Ach Frau Gaffron immer wenn sie nicht da sind, merke ich wie Gold wert sie sind." Oh tut das gut. Gegen 17.30 Uhr machte ich Feierabend, hatte meinen neuen Zeitfahrhelm in der Tasche, der heute geliefert wurde und wollte eigentlich noch ne kleine Runde drehen. Doch bis Hilden benötigte ich eine ganze Stunde. Unfall auf der A 46 und en dicker fetter Stau. Na supi. Als ich dann in der Wohnung ankam, fand ich im Briefkasten meinen Trainingsplan für die nächsten 12 Wochen. Der nächste Schlag ins Gesicht. Heute 4 h GA. Hääääääääää? Wie soll ich das denn jetzt noch gebacken kriegen um kurz vor 19 Uhr? Und wie entschied sich Lilli nun? Sie machte gar nix!!!!

Donnerstag fuhr ich mal wieder mit dem Bus gen Firma. Plötzlich hält dieser auf der Standspur mitten auf der Autobahn an. Und jetzt? Alles war ruhig. Nach 2 oder 3 Minuten startete der Busfahrer den Bus neu und weiter gings. Mmmmh?? Nach 8 Stunden Arbeit hielt ich heute meinen Trainingsplan ein und fuhr 2 h G2. Mein Gott. Was ist mit meinen Beinen los? Ich habe bestimmt Gegenwind. Von wegen. Egal wo ich hinfuhr, ich kam mir vor, als fahre ich rückwärts. Mit einer pfeifenden Lunge beendete ich die Trainingseinheit.

Die kurze Arbeitswoche neigte sich dem Ende. Um 15.30 Uhr verabschiedete ich mich ins Wochenende. Ich bekam noch die neuen Trikots ins Büro geliefert und schickte gleich wieder welche mit der Post ab. Mein Brüderchen hat 2 für das Brockenduo - Insider - bestellt. Anschließend fuhr ich noch in nen Radladen, um nen Karton zu holen, falls mein Freund aus Rumänien mir irgendwann das Geld für mein altes Cube Rad überweist und ich es abschicken kann. Doch es war keiner auf Lager. Also Montag auf ein neues. Im Aldi noch den Wocheneinkauf erledigt und anschließend noch was für die HP Radlgirls getan.

Teamtraining in Leverkusen. Treff 9.45 Uhr. Nun ratet mal wer nicht pünktlich war. Kratzowa. Naja vielleicht war sie mit ihren Gedanken noch woanders. Wo denn? Vielleicht in Frankfurt? Wieso denn da? Tipp: Kolumne letzte Woche Montag lesen! Jedenfalls fuhren wir mit 30 Minuten Verspätung mit mehreren männlichen Begleitern auf dem Rundkurs der Challenge „Rund um Köln". Nachdem Schiko Probleme mit seiner Kette hatte oder waren es doch eher die Beine * grins * kürzten wir die Sache ab und kamen nach 65 Kilometer wieder am Sportpark Leverkusen an. Dann noch lecker Malle Kuchen essen und Fotoshotting gemacht. Wir Mädels kehrten dann noch bei MC Donalds ein. Dort haben wir ne Weile getratscht, Melli las jedem die Kalorien vor, die er gerade zu sich nahm. In Hilden wieder angekommen, machte ich mich sofort an die Arbeit. Die neuen Bilder wurden online gestellt. Mein Rad wurde geputzt und das Bad gereinigt. 2 große Teller Nudeln fanden den Weg in meinen Magen und um 22 Uhr war ich unter der Kuscheldecke.

6.45 Uhr aufstehen. Ja die Wettkampfsaison hat begonnen. Frühstück, Rucksack packen und um 8 Uhr ging es mit dem Rad nach Krefeld. 35 Kilometer zum warmfahren. Als Special Guest hat sich noch Kollege Roland angekündigt, der auch pünktlich zum Start erschien. Die Junioren, in dessen Altersklasse ich mit Peggy starteten, hatten schon mächtig Druck. Sie hatten ja alle schon mehrere Rennen in den Beinen und manche sogar ein Bundesligarennen. 8 Grad waren auch nicht gerade meine Temperaturen. Doch hielt länger mit als im vergangenen Jahr. Da war ich schon in Runde 1 abgehangen. Diesmal schaffte ich 4. Ich fuhr mit einer kleineren Gruppe von 5 Fahrern weiter. Irgendwann kam die 4-er Spitze von hinten und anschließend das Feld. Hier fuhr ich dann wieder einige Runden mit, bis ich mal wieder den Anschluss verlor. Ich wartete wiederrum auf das Feld und fuhr wieder ein paar Runden mit. Auf den Geraden überhaupt kein Hit, doch den Antritt nach den Kurven konnte ich nicht mitgehen. Nix drin in den Beinen. Ich beendete dann das Rennen vorzeitig, quakte noch ne Runde mit meinem Fan und fuhr anschließend die 35 Kilometer wieder mit dem Rad zurück. Jetzt gönnte ich mir erst mal ein Bad. Die Wäsche wurde gewaschen, ne Ofenkartoffel gegessen und anschließend Paris-Roubaix geschaut. Der Fabi hat den Boonen besiegt. Starkes Finish. Schade das von den Brause Bubbis keiner vorne dabei war.

Für die kommende Woche habe ich mir fest vorgenommen meinen Trainingsplan einzuhalten. Der beinhaltet nämlich diese Bereiche, die mir im Rennen in Krefeld gefehlt haben. Irgendwann in naher Zukunft möchte ich meine 1. Platzierung für dieses Jahr einfahren. Sonst krieg ich es in der Birne.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Kam eine Leiter geflogen (27.03.-02.04.2006)

Na die Woche geht ja schon gut los. Morgens 10:00 Uhr Besprechung und das ganze nicht etwa 30 min, ne Stunde oder 1,5 Stunden. Nein ganze 3,5 Stunden was 210 Minuten entspricht. Mein Magen knurrte, als ich endlich um 13.30 Uhr in der Kantine etwas essen durfte. Nach getaner Arbeit legte ich mich in meinen 4 Wänden erst mal zum pennen hin. Dann erledigte ich noch meinen Wocheneinkauf und ließ den Tag vor dem TV ausklingen. Ach ja und seit Sonntag Abend ist die Peg nicht mehr Single. Sie meint, es solle die ganze Welt wissen. Und da ich ja glaube, dass die ganze Welt, okay vielleicht nicht die ganze aber doch ein großer Teil davon, hier meine Kolumne liest, schreibe ich das hier nieder. Es tut mir leid für den Rest der männlichen Bevölkerung, aber c´est la vie.

Dienstag. Richtig. Der Auftraggeber kommt. Mal wieder nicht pünktlich, sondern mit 20 Minuten Verspätung. Diese Minuten wurden dann halt hinten drangehangen. So ging es diesmal bis 17.30 Uhr und anschließend bat mich mein Gruppenleiter, doch noch die Antwortmail für meinen Freund Marc vorzubereiten, der mal wieder knobelte und knobelte und nicht auf die Lösung kam. So war ich dann endlich um 18.30 Uhr aus dem Büro raus. Nach dem 11 Stunden Arbeitstag sah ich mich nicht mehr in der Lage, etwas sportliches zu unternehmen. So entschied ich mich zum Chat mit Ina und nebenbei bastelte ich noch an einer Präsentation.

Heute ging es etwas ruhiger zu. Im Büro gab es nix besonders, außer die allgemeine Hektik. Aber was tut man nicht alles, wenn man von den Kollegen als Schatz und Sweatheart bezeichnet wird. *stolz sein* Nachmittag schwang ich mich noch auf meinen Drahtesel und fuhr ne zügige Runde von 65 Kilometern. Der Himmel war wolkenbehangen und ich rechnete damit, dass ich wohl in einen Schauer komme, doch ich hatte Glück. Ich blieb vollkommen trocken. Anschließend bastelte ich an der Präsentation weiter und suchte nebenbei Seiten im Netz durch, ob es ne günstige Wohnung für Peg gibt.

Donnerstag habe ich wieder was für mein Überstundenaufbau getan. Bis 18.00 Uhr war ich im Büro gefangen. Da Liane ja keine Freundin von dem Wort nein ist, erklärte sie wieder überall ihre Bereitschaft. Ach na ja es gibt schlimmeres. Gegen 19 Uhr war ich dann in Hilden angekommen und wollte unbedingt noch auf die Rolle, da ja Samstag mein Leistungstest anstand. Doch ich tat es dann doch nicht. Joh schlechtes Gewissen hatte ich schon, aber wenn mein Körper ausgelaugt ist, bringt es auch nix, ihn da noch weiter zu strapazieren.

Ich hoffte, das mein neues Rad angekommen ist und wollte nach der Arbeit es na klar gleich in meine Arme schließen. Doch es war noch nicht da. Nun dachte ich wenigstens, ich könnte die neuen Trikots abholen, aber auch daraus wurde nix. So entschied ich mich nen langen Bürotag einzulegen. Nee na klar blieb ich nicht ganz freiwillig. Das Zauberwort hieß Quartalsabschluss. Mein Gruppenleiter und ich bastelten und bastelten und waren um 18.30 Uhr fertig. Diese Arbeitswoche hatte ich also einen ganzen Tag rausgearbeitet. Nun bereitete ich mich auf meinen - ich mach das Ketti Ergometer kaputt - Test am folgenden Tag vor.

7.00 Uhr aufstehen. Zum Frühstück gab es nur ein Honigbrötchen. Ich musste ja gleich auf die Waage. Super pünktlich war ich in Hagen. Um 10 Uhr sollten ja die nächsten Sportler aus Rheinland-Pfalz kommen und da sollte ich ja fertig sein. Da ich aber die Einstellung hatte, dass ich mindestens ne Stunde fahren werde, war ich lieber vor 9 Uhr schon auf dem Ergometer. Zunächst ging es aber auf die schon erwähnte Waage. Jipi. Wieder weniger als im November. Dann rauf auf das noch funktionierende Stufentestgerät. Mit 50 Watt ging es los. Immer 90 Umdrehungen und das ne ganze Stunde lang. Die verarscht uns denkt ihr? Na ich verrate doch nicht meine Ergebnisse. Nur eins. Das Gerät habe ich nicht ganz zerstört. Nach meinem reichhaltigen Frühstück anschließend ging es auf die Autobahn. Kurz vor dem Kreuz Bottrop dann das Unglaubliche. Das ist doch ne Leiter die da über die Autobahn fliegt. Mein Puls ging zum 2. Mal an diesem Tag enorm in die Höhe. Einige Autos kamen nicht so heil davon wie ich. Aber die Personen soweit ich erkennen konnte, unverletzt. Später lief noch ein Fußgänger mit seinem Rad über die Autobahn. * kopfschüttel * Nachmittag war ich dann noch bei einem Radrennen zuschauen und schon war der 1. Wochenendtag wieder Geschichte.

Sonntag morgen - ausschlafen. Anschließend fuhr ich 75 Kilometer trainieren. Die letzten 5 Kilometer im strömenden Regen, aber war kaum der Rede wert. Bin ja kein Weichei und aus Zucker schon gar nicht, obwohl nachdem ich diese Woche auch Süße genannt wurde, bin ich mir nicht mehr sicher. * grins * Der Sonntagnachmittag lief dann wie der Vortag ab. Ich schaute beim Radrennen zu, fror mir im Regen den Arsch ab und gönnte mir zum Ausklang des Tages noch ne Eisschokolade.

Fazit der Woche: Viel Arbeit, wenig Training, trotzdem Zuversicht in Sachen anstehende Wettkämpfe und nen riesengroßen Schutzengel.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Frühjahrsputz (20.03.-26.03.2006)

Diese Woche wird meine Kolumne wohl ziemlich kurz. Ich hab in jeder Hinsicht ne Regenerationswoche eingelegt.

Montag ging es mal wieder ins Büro. Meine Motivation war gleich Null. Nachdem ich meine 54 aufgelaufenen E-Mails geöffnet hatte, doch nur die Hälfte mir wirklich zu Gemüte geführt, wollte ich eigentlich Feierabend machen. Gott sei Dank hatte mein Gruppenleiter heute nen Tag Urlaub und so konnte ich mich gaaaaaanz langsam an meinen Job wieder gewöhnen. Als endlich 8 Stunden geschafft waren, trat ich die Reise gen Hilden an. Hier saß ich den ganzen Abend am Laptop und versuchte mein neues Gästebuch zu installieren, was mir aber leider nicht gelang. Aufgrund meiner seit Malle anhaltenen Ohrenschmerzen entschied ich den Tag zeitig ausklingen zu lassen und war um 21 Uhr in der Kiste.

Dienstag war ich dann noch nicht voll bei der Sache, aber habe doch schon wieder etwas für mein Geld getan. Die dienstägliche Besprechung fand heute nicht statt. Puh. Auch heute bastelte ich an meinem Gästebuch und hatte es dann endlich geschafft. Zwischendurch chattete ich noch mit Ina - hatten uns ja viel zu erzählen und ging auch diesmal kurz nach 21 Uhr ins Bett.

Mein Gruppenleiter auf Dienstreise. Für mich die Chance zeitig die Fliege zu machen. Punkt 15 Uhr schlich ich mich aus dem Büro. Anschließend drehte ich mit meinem Rad noch ne Runde von 55 Kilometer. Ganz locker. Die Beine waren gut, doch nur nicht übertreiben. Regeneration ist angesagt. Nach der Rückkehr hatte sich Melli noch per Telefon angekündigt. Nach 100 Minuten hatte ich ihr hoffentlich wieder positive Energie verabreicht.

Donnerstag dann ein etwas längerer Tag bei der EPM Assetis. Aber okay, langsam habe ich mich wieder an den Alltag gewöhnt. Hab halt noch nicht im Lotto gewonnen, dass ich nur arbeiten kann, wenn ich Lust habe. Für den Feierabend hatte ich mir dann die Aktualisierung der HP
http://www.radlgirls-nrw.de vorgenommen. Ich schrieb paar News, änderte paar Mitgliedsdaten, fügte Termine ein etc. Eigentlich hatte ich heute in Büttgen noch Versammlung von der NRW Jugend, doch irgendwie habe ich das verpeilt. Ich war der festen Überzeugung, dass diese am Freitag stattfindet.

Vormittags 3 Stunden Abteilungsbesprechung. Nach 2 Stunden hatte ich ne fette Birne dran. Kopfschmerzen vom allerfeinsten, dazu immer noch diese Ohrenschmerzen. Ich läutete das Wochenende um 15.30 Uhr ein und fuhr wie von Chef und Freund Jürgen empfohlen zur Apotheke und holte mir dort eine Pipette, im EDEKA Markt Essig und dann verabreichte ich meinem Ohr ein Essig-Wasser Gemisch. Ui. Jetzt war mein Ohr richtig zu. Na wird schon richtig sein. Ich konnte ja nicht viel falsch machen oder doch???? Ach und Kuchenzutaten habe ich auch noch geholt. Bald ist wieder Kochzeit. Von meinem Verein steht nämlich die RTF an und ich habe mich bereit geklärt, für das leibliche Wohl zu sorgen. Den Tag schloss ich mit surfen ab und war wie schon die ganze Woche früh unter der Decke.

Heute bzw. das ganze Wochenende stand eigentlich das Prüfungsvorbereitungsseminar an. Doch erstens hatte ich meine Aufgaben nicht gelöst und zweitens ging es mir auch nicht ganz so gut. Nach kurzer Rücksprache stellte sich dann auch raus, dass das Fehlen im Seminar auch nicht weiter tragisch ist, es dient den Studenten, die noch offene Fragen haben oder ähnliches und ich habe ja bekanntlich keine Fragen. * schmunzel * Bei mir ist ja immer alles glasklar. Nachdem ich also irgendwann gegen Mittag aus den Federn kam, aß ich ne Kleinigkeit und fuhr 2 Stunden Rad. Die frische Luft tat mir wirklich gut. Ansonsten nahm ich mir mal paar Kleidungsstücke die Löcher aufwiesen und wo Knöpfe fehlten und nähte. Hab ich auch schon lange nicht mehr getan.

Sonntag - Zeitumstellung. Endlich ist es Abends heller. Da geht mein Stimmungspegel gleich enorm nach oben. Morgens erst mal Frühjahrsputz in der Wohnung. Saugen, Wäsche waschen, abwaschen, Küche schrubben etc. Wer weiß wann ich die nächsten Woche dazu noch Zeit habe. Dann schaute ich mir den letzten Biathlonwettkampf der Wintersaison 2005/2006 an backte mir paar Plinse, ich stellte mein altes Cube bei ebay rein und checkte auch ansonsten die Lage im Internet. Nix los. Jetzt wurde mir bissl langweilig. Also zappte ich durchs Fernsehprogramm. Doch nix gescheites lief. Ach egal. Irgendwann geht der Sonntag auch zu Ende.

Die Woche habe ich viel geschlafen und viel gefaulenzt. Ich hoffe das tat meinem Körper mal so richtig gut nach den 2 anstrengenden Trainingswochen. Obwohl wie auch schon Kollegen und Freunde anmerkten, die mich in dieser Woche sahen, es war in Malle auch pure Erholung für mich.

Auch wenn ich diese Woche nichts weltbewegendes zu erzählen hatte, bleibt ihr mir hoffentlich als Leser treu. Biiiiiiiiiiiiiiiitttte.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Ich komme wieder (13.03.-19.03.2006)

Der letzte Ruhetag auf Mallorca stand an und was haben Peggy und ich an diesem Tag getan? Genau sie sind nach Palma zum shoppen gefahren. Ich probierte gleich nach Ankunft in der Hauptstadt, ob es doch noch ein Eiscafé gibt, welches mir eine leckere Eisschokolade serviert. Doch wieder einmal wurde ich bitter enttäuscht. Eine Flasche Kakao, eine Kugel Vanilleeis und Sahne aus der Sprühdose. Na herzlichen Dank. Weiter gings in die City. Diesmal gaben wir nicht ganz soviel Geld aus und beendeten unseren Trip mit einem Bummel durch das Corte des Ingles. Mit dem Bus ging es wieder gen Can Pastilla und weiter zum Radladen. Dort kaufte ich mir noch ein paar weiße Überschuhe. Nach dem Abendessen ging es auf die Pritsche von Peter Müller. Einmal durchkneten bitte. Heute tat es dann nicht mehr ganz so dolle weh. Bis 23.30 Uhr schrieb ich dann noch endlich meine Hausarbeit fertig.

Heute schlossen sich Peggy und ich ein paar Radfahrern aus Hannover an und fuhren eine Strecke die für uns völlig neu war. Es ging nach Palma und anschließend in die Berge nach Calvia. 3 aneinanderreihende Berge á 5 Kilometer. Meine Treter waren ganz gut. Die Hannoveraner beendeten ihre Trainingseinheit nach 110 Kilometer, ebenso wie Peg, aber ich kurbelte noch ne Runde weiter. Nach 155 Kilometer fand dann auch ich den Weg ins Hotel.

Vorgenommen hatte ich mir 180 Kilometer für diesen Tag. Auf der Küstenstraße trafen wir 3 Männerfahrer aus Frankfurt / Main und beschlossen unsere Kilometer heute mit denen abzureißen. In Felanitx genehmigten wir uns eine Cafépause und ließen uns von der Sonne berieseln. Weiter gings über Porreres nach Llucmajor. Da in Arenal erst 125 Kilometer auf meinem Tacho zu Buche standen, drehte ich noch einmal ab. Doch nach kurzer Zeit wurde ich von meinem Begleiter überredet zu drehen und doch lieber noch an der Playa ein Café zu trinken. Gesagt, getan. Peg und ich hatten unsere Wäsche noch einmal zum waschen in einer Reinigung abgegeben, doch wir bekamen verfärbte Wäsche und zusätzliche Wäsche zurück. Na klar wollte ich mein Geld nun zurück. Doch die Frau der Wäscherei lächelte nur und zeigte absolute Gleichgültigkeit. Auch auf die Info, dass sie wohl Ärger bekommt, wenn sie von der anderen Person die Klamotten nicht mehr hat, erwiderte sie dies nur mit einem Lächeln. Grrrrrrrh. Im Radladen musste Peg dann noch ihre neu erworbenen weißen Ärmlinge umtauschen. Gott sei Dank hatte sie dabei eine kulantere Person. Beim Abendessen ist mir dann wieder die Kinnlade runtergefallen. Wenn ihr ne Diät machen wollt, dann schaut einfach alten Spaniern und Spanierinnen beim Essen zu. Bääääääääh. Da vergeht es einem. Näheres möchte ich hier nicht erwähnen. Der Tag wurde wieder mit einer Massage beschlossen. Daran kann man sich echt gewöhnen.

Heute meine Königsetappe. Peg ging es heute nicht so gut und sie entschloss sich eine kleinere Runde zu drehen. Ich fuhr bis kurz hinter Santanyi mit einer zusammengewürfelten Truppe mit. Nach 75 Kilometer hatte ich einen 32er Schnitt. Na hoffentlich wird mir das nicht auf der weiteren Fahrt zum Verhängnis. Nun ging es alleine weiter. Zunächst nach Porto Christo, weiter nach Cala Millor und Arta. Auf der großen Hauptstraße von Arta nach Can Picafort schoß von links aus Richtung Petra eine Gruppe Touris raus. Da häng ich mich mal ran, da kann ich mich ne Weile ausruhen, was aber fast schiefgegangen wäre. An einem kleinen Anstieg suchte diese Gruppe ihren Besten. Ich fiel dem Tempo zum Opfer und konnte erst einige Meter nach dem Gipfel den Anschluss an die Gruppe wiederherstellen. Doch in dieser Gruppe hatte wohl einer seine Leistungsfähigkeit überschätzt. Um einmal tief durchzuatmen, setzte er sich aufrecht auf sein Radl, nahm die Hände vom Lenker und schwups war das Radl samt Fahrer im Graben. Ich konnte noch geradeso ausweichen und setzte meine Fahrt dann doch lieber alleine fort. In Can Picafort füllte ich an einer Tanke meine Flaschen auf, aß einen Mars Riegel und schwang mich wieder auf meinen Hobel. Nachdem ich Alcudia erreicht hatte, ging es weiter nach Sa Pobla, Llubi, Sineu, Lloret, Algaida, Llucmajor. Jetzt hatte ich die 200 Kilometer Marke geknackt. Auf dem Radweg nach Arenal fuhr ich noch auf eine kleinere Gruppe auf und fuhr diese bis auf einen Fahrer auseinander. Mit diesem Herrn erreichte ich nach 225 Kilometer wieder mein Hotel. Als Belohnung gab es? Genau eine Massage. Anschließend noch ne Kleinigkeit getrunken und dann ab in die Kiste.

Ich muss raus aus diesem Hotel. Die alten Spanier sind auf Dauer nicht zu ertragen. Nach dem Frühstück folgte ein Strandspaziergang. Anschließend fuhr Peg mit einem jungen Herrn nach Palma zum Café trinken. Ich ließ die beiden mal alleine und fuhr ne Runde KB. Die letzten 30 Kilometer meines Mallorcaaufenthaltes genoß ich bei strahlenden Sonnenschein. Wieder zurück, packte ich mein Rad ein, packte meine Reisetasche und ging an die Playa. Hier traf ich dann noch nen Kumpel aus Düsseldorf. Kurz gequakt und für abends im 12 Apostel verabredet. Abendessen im Hotel fiel heute aus. Das nahmen wir im o. g. Restaurant ein. Dort fanden sich an unserem letzten Abend insgesamt 15 Leute ein. Echt ne gute Atmosphäre da gewesen und so wurde ich doch etwas traurig, dass die Reise dem Ende sich neigte. Gegen 23.30 Uhr verabschiedeten wir uns und suchten für eine letzte Übernachtung das Hotel auf.

Um 9.15 Uhr traten wir die Heimreise an. * schnief * Um 11.20 Uhr erreichten wir das kalte Deutschland. Ich holte das Auto und dann passierte mir ein Missgeschick, welches ich aber noch zum guten abwenden konnte. Ich legte den Autoschlüssel auf die Stoßstange hinten und schloss die Kofferraumklappe. Nun war der Autoschlüssel weg. Von innen kam man auch nicht ran. Shit. Doch die Bedienungsanleitung des Autos gab Abhilfe. Ich schaffte es die Kofferraumklappe wieder zu öffnen und dann konnte unsere Fahrt gen Hilden starten. Obwohl ich fast die ganze Zeit im Flieger geschlafen habe, war ich hundemüde. Ich wusch noch 2 Waschmaschinen, aktualisierte meine Homepage und die des Teams, baute mein Rad zusammen und ging gegen 20.30 Uhr ins Bett. Ach ja und dann fand sich noch jemand besonders witzig. Aber wenn er oder sie es braucht und sich damit befriedigt - dann bitteschön. Jemand hat mein Passwort von meinem Gästebuch geknackt und all meine Einträge gelöscht. Doch im Leben gibt es schlimmeres. Es gibt halt Menschen, bei denen arbeiten nicht alle Gehirnzellen richtig.

Köln-Schuld-Frechen. Man ist das kalt. Bei Temperaturen um 0 Grad fiel der Startschuss um 10.35 Uhr. Ca. 70 Fahrerinnen machten sich auf die Reise über rund 80 Kilometer. Nach einigen Kilometer krachte es ein erstes Mal. Mit dabei - ich!!! Na supi. Ich versuchte dann den Anschluss an das Feld wiederherzustellen, doch als ich fast wieder dran war, war die Straße vor mir zu. Nächster Sturz. Diesmal erwischte es etwa 20 Fahrerinnen. Man dann bekommen wir schon ein extra Rennen und dann kriegen 70 Fahrerinnen es nicht auf die Reihe geradeaus zu fahren. Wieder dem Feld hinterher. Doch irgendwann war mein Kopp zu und ich entschloss mich umzudrehen. Naja ist ja auch nicht so schlimm. Wär ich vorne angekommen, wär auch nicht gut gewesen. Dann hätte ich irgendwas falsch gemacht. Samstag noch 20 Grad und in 13 Tagen 1.830 Kilometer gestrampelt und dann Sonntag topfit? Nee, das darf gar nicht gut gehen.

Nun steht erst mal ruhige Woche auf dem Programm. Ich hoffe auch in Sachen Arbeit wird es nicht allzu stressig.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Sommer, Sonne, Sonnenschein (06.03.-12.03.2006)

Heute fiel der Startschuss zum 2. Block. Hoffentlich überstehen wir das ganze, denn das Hotelessen lässt echt zu wünschen übrig. Sportleressen, wie ordentliches Müsli oder Nudeln Fehlanzeige. Alles schwimmt in Fett!!!. Wieder einmal ein Beweis billiger ist nicht immer gut. Unsere Frühsportaktivitäten gehen nun auch gegen null. Nur noch ein wenig Gymnastik am Strand. Punkt 10 Uhr ging es dann auf die Räder. Heute sollte der 1. Anstieg gemeistert werden. Auf dem Weg zum Randa begleiteten wir diesmal die Truppe aus Schwerin. ´Der Randa ist auch für mich noch gut zu meistern. Meine Beine waren heute ganz gut und so schaffte es Karin erst mich 2 Kilometer vor der Spitze abzuhängen. Obwohl, wenn sie gewollt hätte, hätte sie mich wohl schon nach 500 m stehen gelassen. Oben kurze Verschnaufpause und dann wieder runter. Weiter gings nach Montuiri, Porreres, Llucmajor und über die Kuestenstraße zurück. Hier hängten wir uns noch in die Junioren Mannschaft von Baden-Würtemberg rein. Am Ende kamen wir auf 145 Kilometerchen. Nach dem ach so tollen Abendessen war ich um 21 Uhr schon in der Kiste.

Wieder einmal ein Sonnentag. Rauf auf´s Rad und Beine kurbeln lassen. Über Santanyi ging es nach Felanitx, wo Karin ihren inzwischen liebgewonnenen Supermarkt aufsuchte. Dann ging´s weiter nach Petra, wo wir auf eine größere Gruppe Junioren trafen. Dort hangen wir uns in den Windschatten und ließen uns gen Arenal bringen. In Llucmajor fingen dann Karin, Caro und Peg auf einmal an zu streiken. „Wir wollen nach Hause." Aber da fahren wir doch hin. Die 3 wollten am liebsten über die große Hauptstraße nach Palma. Aber ohne mich. Dann trafen wir noch ne Buitenpoort Profiradlerin, deren Namen ich hier nicht nennen darf, so ihr Wunsch. Also psssssssst. Nach absolvierten 146 Kilometer genehmigten wir uns an der Playa ein Café und mieteten uns anschließend ne halbe Stunde ein Tretauto. Als ob wir tagsüber nicht genug trampeln.

Heute fuhren wir mal in die andere Richtung raus. Zunächst gings Richtung Flughafen mit Crosseinlage, wo Peg en lockeres Ritzel und Karin ne Blase in ihrem Hinterreifen entdeckte, was aber alles nicht half, um die Genehmigung für eine Rückkehr ins Hotel zu erhalten. Über Lloret, Pina, Montuiri und alles was sich dort noch so an Orten in der Umgebung befindet radelten wir nach Llucmajor. Über die Küstenstraße fuhren wir noch zu viert. Dann verabschiedeten sich Karin und Caro gen Hotel, die hatten nämlich von ihren fast täglichen Gang in den Bierkönig und den dort konsumierten Alkohol dicke Beine. Peg und ich fuhren über den Radweg abermals nach Llucmajor, legte an der Tanke ne kleine Pause ein und fuhren wieder Richtung Küstenstraße. Wie langweilig denkt ihr? Na aber da ist die Chance groß, ne Gruppe zu erwischen. Die erwischten wir dann auch. Puh jetzt ging die Tachonadel gleich enorm nach oben. Am Hotel Delta wünschte ich Peg ne gute Heimreise ins Playa und drehte noch ne kleine Extrarunde. Als eine der letzten Pedaleure kam ich dann in Arenal an und konnte 184 Kilometer nachweisen. Abend ging ich mit Peg dann im 12 Apostel noch was schlürfen.

2. Block geschafft - Ruhetag. Nachdem ich bis 11 Uhr an meiner Hausarbeit für mein Studium saß, fuhren Peg und ich nach Palma zum Geld ausgeben. Boa war das warm. So mussten wir schließlich in einem Café einen Zwischenstopp einlegen. Ich bestellte mir meine Eisschokolade. Doch was war das??? Ein Kakao mit ner Kugel Schokoeis. Das darf doch wohl nicht war sein. Nun gut. Zeit für ein Mittagsschläfchen. Ich schloß meine Äuglein und schlief seelenruhig im Café für knapp 45 Minuten ein. Dann ging es weiter mit dem shoppen. Als unsere Geldbörsen alle waren, traten wir die Heimreise an. Wir holten noch unsere Wäsche bei der Reinigung ab empfingen Caro und Karin, die die große Bergrunde mit Soller, Puig Major und Sa Calobra hinter sich gebracht hatten. Glückwunsch. Da haben sie sich doch glatt wieder einen Besuch im Bierkönig verdient.

Nun geht's wieder weiter. Langsam werden die Beine ein wenig müde. Da Caro und Karin nen Ruhetag haben, mussten Peg und ich alleine die Kilometer abspulen. Doch wir haben Glück. Über die Küstenstraße begleitete uns wieder die Schweriner Gruppe. Anschließend fuhren wir mit den Junioren des TSC Berlin, wo einer von den Jungs, so hatte ich das Gefühl, eine österreichische Fahrerin beeindrucken wollte, Die Tachoanzeige zeigte nun 50 km/h. In Santanyi machten die Jungs Stopp und wir fuhren alleine mit 2 Schermbecker Senioren und 2 Hamburgern weiter. Die hatten es aber wohl auch eilig und drückten aufs Tempo. Dann fiel der erste Schermbecker ab. Doch seine kleine Schwäche sollte ihn nicht davon abhalten 200 Kilometer an diesem Tage zurückzulegen. Schließlich ist er jeden Tag gefahren, auch an dem Tag, wo es knapp 24 Stunden in Strömen geregnet hat. Respekt!!!! Und dieser Typ saß dann auch noch auf meinem Traumrad. Die Jungs bogen dann Richtung Porto Christo ab. Zwischenzeitlich hatten wir aber noch 2 Jungs aufgegabelt, mit denen wir nach Felanitx fuhren. Peg und ich legten nun wieder unsere obligatorische Pause an der Tanke ein. Doch was war das??? Ne Gruppe. Rad geschnappt und hinterher. Es war die Juniorennationalmannschaft des älteren Jahrgangs. Diese Gruppe begleiteten wir über Santanyi bis zum Glashaus und fuhren anschließend in die Unterkunft. Die Jungs mussten ja wieder zurück nach Alcudia. Mit den heute geschafften 165 Kilometer hatte ich nun genau 1.000 Kilometer auf der Insel zurückgelegt. Als Belohnung aßen wir heute mal im 12 Apostel lecker Pizza und Tomatensuppe. Mmmmmh.

Da ich heute morgen noch ne private Sache erledigen musste, fuhr ich gegen 11.45 Uhr alleine los. Ich traf zunächst die Speed-Gruppe von Hürzeler, die sich gegenseitig auseinander fuhr und entschied mich dann doch meinen Weg alleine fortzusetzen. Ich fuhr bis kurz vor Porto Christo und bog dann links nach Manacor ab. Ich dachte ich muss gleich schieben. Bin ich so grau oder ist es nur der Wind. Es war wohl wirklich der Wind, denn ab Manacor ging es mit Rückenwind zurück. Zwischen Porreres und Llucmajor traf ich noch ne Gruppe Hobbyfahrer, die sich in meinen Windschatten fallen ließen und mich für meinen Druck lobten. * stolz sein * Pünktlich zum Abendessen hatten ich 171 Kilometer Einzeltraining absolviert und freute mich mal wieder auf ein reichhaltiges Abendessen, welches mir aber auch diesmal verwehrt blieb. Aber da war ja noch was. Heute hatte ich noch nen Termin um 20.30 Uhr bei Masseur Peter Müller. Oje. Da war ja einiges in den Beinen drin. Nach 30 Minuten Massage fühlte ich mich wie neugeboren.

200 Kilometer hatte ich mir heute vorgenommen. Doch daraus sollte nix werden. Meine Beine meldeten sich schon auf der Küstenstraße. Während Mädels mit Trekkingrädern noch locker in der Gruppe mitfuhren, musste ich schon auf die Zähne beißen. Die Trainingsrunde wurde dann kurzerhand abgebrochen und nach 105 Kilometern fand ich mich im Café am Ballermann 3 wieder. Hier verbrachte ich ne ganze Stunde, trank 2 Kakaos mit gaaaaaaanz viel Sahne und fuhr mit Caro und Karin, die ebenfalls den Weg in das Café fanden, anschließend ins Hotel. Caro und Karin verließen uns auch an diesem Abend und traten die Heimreise ins biiiiittttteeeerrrrkalte Deutschland an. Peg und ich schauten uns an diesem Abend noch die Echoverleihung an und freuten uns auf unseren nächsten Ruhetag.


Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Gruß von der Insel (27.02.-05.03.2006)

Da ja Rosenmontag ist, habe ich heute noch dienstfrei. Vormittags war ich noch auf dem Friedhof, da mein Opi seinen 1. Todestag hatte. Nach dem Mittagessen fuhr mein Cousin mich auf den Bahnhof nach Bautzen. Dann begann meine 9-stündige Zugfahrt. Zunächst ging die Reise bis Dresden-Neustadt. Eigentlich dachte ich, ich muss bis Dresden Hauptbahnhof, doch zufällig schaute ich noch einmal in meinen Reiseunterlagen nach und merkte, dass ich eine Station eher umsteigen musste. Von Dresden-Neustadt ging es weiter nach Leipzig. In der 1 ½ stündigen Fahrt eignete ich mir Dinge des Vereinsmarketing an. In Leipzig hatte ich dann ein wenig Aufenthalt. Der Bahnhof ist echt supi. Ne richtige Einkaufsmeile mit Saturn, New Yorker etc. Schnell einen Schoko-Crepes gekauft und rein in den IC nach Dortmund. 5 Stunden war ich jetzt unterwegs, fuhr über Magdeburg, Hannover, Bielefeld in den Ruhrpott. Langeweile hatte ich zunächst nicht. Ich hatte ja meinen Laptop dabei und konnte so mit meiner Studiumshausarbeit beginnen. Doch leider war irgendwann mein Akku leer. So mussten gewisse Leute, die in meinen Handy abgespeichert sind, dran glauben und bekamen eine sms. Im Zug war ich fast alleine nun unterwegs. In Dortmund irgendwann gegen 21.30 Uhr angekommen, musste ich noch ein weiteres Mal umsteigen. Der IC aus Hamburg nach Koblenz hatte dann auch noch ein wenig Verspätung und war rappelvoll. Gut, dass ich bis Düsseldorf nur 45 Minuten unterwegs war. Ein letzter Zugwechsel erfolgte dann in die S 7 nach Hilden. Bää, nur angetrunkene und besoffene Karnevalisten.

Der vorletzte Arbeitstag. Gott sei Dank heute keine Besprechung mit dem Auftraggeber. Doch auch ohne diesen Termin hatte ich gut zu tun. 17 Uhr verließ ich das Büro und machte mich auf den Weg nach Hilden, um mich dort dem Haushalt zu widmen. Kann ja meinen Briefkastenentleerer keine Chaosbude hinterlassen. Wäsche waschen, abwaschen, Tasche packen und nebenbei auch noch meine Hausarbeit weitertippeln.

Nun habe ich es fast geschafft. Auch 2 Anrufe meines sich im Urlaub befindenden Gruppenleiters konnten mich nicht schocken. In der Mittagspause schlenderte ich noch schnell ins Sonnenstudio. Wat will se denn da, wenn se einen Tag später in die Sonne fliegt? Na anbräunen, damit die richtige Sonne keinen Sonnenbrand verursacht. Um 14 Uhr sorgte ich noch mit dem Schoko-Kuchen von Roland´s Geburtstag dafür, dass mir in den nächsten Tagen ein Hungerast erspart bleiben wird. 15 Uhr noch schnell von allen verabschiedet und dann ab nach Haan. Hier hatte ich noch einen Termin bei Eurofab. 3 Fahrradheckträger wollten von mir kostenlos abgeholt werden. Als die Frau der Werbeabteilung mich fragte ob ich ein großes Auto mithabe, schaute ich sie bissl ungläubig an. Wieso dat denn? Die Lösung dann in der Lagerhalle. Oje. Träger für die Anhängerkupplung. Oje? Ja, weil all unsere Autos haben keine Anhängerkupplung haben!!! Nun gut einen packte ich trotzdem ein und fuhr von dannen. Weiter gings zur Post nach Hilden, noch schnell ne CD abschicken und weiter in die Innenstadt. Mein Taschengeld für das Trainingslager wurde schon vorher ausgegeben. Durch diesen Einkauf musste ich noch einmal meine Tasche umpacken. Die wurde nämlich nun zu klein. Nun musste noch mein Rad geputzt und verpackt werden. Endlich gegen 22 Uhr war ich fertig. Dann noch Stern TV geglotzt und um 23.15 Uhr in die Kiste.

Um 4 Uhr klingelte das Telefon. Mama erklärte sich mal wieder bereit, dafür zu sorgen, dass ihr Töchterlein ihren Flug nicht verpasst. Daaaaaaaaanke. Gegen 4.35 Uhr trudelt dann Peg ein. Auto volladen und ab nach Dortmund. Gott sei Dank waren die Straßen frei und so waren wir gegen 6 Uhr am Flughafen. Die Mitreisende Frau Hesse kam 20 Minuten später zum Treffpunkt. Doch anstatt mit der Wahrheit rauszurücken und zuzugeben, dass sie verpennt hat, erzählte sie von defekten Lichtern an ihrem Auto. Mit 15 Minuten Verspätung hoben wir, Peg, Caro, Karin und ich gen Sonneninsel Mallorca ab. 10 Uhr hatten wir es geschafft. Wolkenloser Himmel, 16 Grad. Nachdem wir alle Gassen von Can Pastilla kennengelernt, dank des sich nicht auskennenden Taxifahrers, hatten, ging es nach dem Einchecken im Hotel kurz in den Supermarkt und anschließend auf die Räder. 85 Kilometer wurden es an diesem Tag noch. Am Strand genehmigten wir uns anschließend noch einen Kaffee bzw. ich einen Milkshake und zum Kalorienabbau des Abendbrotes suchten wir noch beim Tischtennis a la Timo Boll unsere Beste.

Freitag morgen dann um 7.45 Uhr Frühsport. Ganze 6 Kilometer legte ich zurück. Da das Tempo, welches Karin und Caro vorgaben, nicht von Pappe war, hatte ich anschließend erst mal einen kräftigen Hustenanfall. Nach dem Frühstück gings dann auf die Drahtesel. Gleich an der Strandstraße trafen wir das Team Focus Steintherme und beschlossen die folgenden Kilometer mit den Jungs zurückzulegen. Am Ende stolze 126 Kilometer. Nach einem kurzen Mittagsschläfchen watschelten wir noch in den Supermarkt. Ansonsten ließen wir den Abend eher ruhig ausklingen.

Letzter Tag vom 1. Block. Nach einer kürzeren Frühsportphase gings punkt 10 Uhr zur Sache. Diesmal erwischten wir eine Gruppe erst am Hotel Delta. Diese fuhr bei ziemlich böigen Wind ganz zügig bis sie sich in Sa Rapita entschieden völlig durchzuknallen. Mein Tachometer zeigte jetzt eine Geschwindigkeit von 40 km/h. Nach 1 ½ bogen wir zu viert links ab und fuhren weiter nach Campos. Dann führte unsere Tour nach Llucmajor, Porreres bis nach Felantix zum Marktplatz, wo wir uns eine kleine Pause in der Sonne bei einem Café gönnten. Anschließend trotzten wir dem Gegenwind und fuhren auf kürzestem Weg nach Arenal. 146 Kilometer und ein wenig dicke Beine. Den Abend beschloss ich mit TV schauen. Es war mal wieder „Wetten dass...." Zeit.

Ruhetag. Das haben wir gut kalkuliert. Dicke Wolken am Himmel und dann gings los. Regen. Ich nutzte die Zeit um an meiner Hausarbeit weiterzuschreiben. Meine Zimmerkollegin schlief seelenruhig im Nebenbett. Um die Mittagszeit genehmigte ich mir auch eine kurze Auszeit. Gegen 13.30 Uhr - es hatte aufgehört zu regnen - entschieden wir uns für einen Spaziergang. Am Ballermann 6 suchten wir ein Café auf und wussten kurze Zeit später nicht, wie wir zu unserem Hotel zurückkommen sollten. Strömender Regen war nur über der Insel. Aber auch hier gibt es ja den öffentlichen Nahverkehr. Ein ausgiebiges Abendbrot und der Film „Dresden" beschlossen den Sonntag.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli

Besuch in der bitterkalten Heimat (20.02.-26.02.2006)

Mit Sonnenschein begann die neue Woche. Na das lässt doch hoffen. Nur waren wir noch in Frankreich. Ob es in Deutschland auch aufwärts geht? Mit der Metro fuhren wir noch einmal ins Zentrum und wollten noch ein paar Euros im La Fayette ausgeben, was mir auch ganz gut gelang. Gott sei Dank hatte ich meine Kreditkarte dabei. Die Henkersmahlzeit nahmen wir bei Pizza Hut an der Oper ein, bevor wir in den Rossybus Richtung Charles de Gaulle fuhren. Ach ja und was die Putze angeht, ich schenkte ihr nur einen bösen Blick und kaufte halt neue Briefmarken. Wer hat, der hat. * grins * Gegen 18 Uhr landeten wir wieder in Dortmund und mussten den Schnee vom Auto fegen. * grrrh * Um 20.15 Uhr wollte ich eigentlich noch den 2. Teil der Sturmflut schauen, aber irgendwie habe ich das wohl verschwitzt. Dafür war ich umso zeitiger in der Kiste.

Nun wieder Büroalltag. Aber erst ab 10.00 Uhr, denn morgens musste ich erst mal auf den UPS Mann warten, der die Teamrucksäcke und Teamtaschen vorbeibrachte. Als ich dann im Auto saß und Richtung Düsseldorf fuhr, klingelte schon das Handy. Man vermisste mich schon im Büro. Bis Mittag dann wieder Vertretung in der anderen Abteilung und nachmittag ab 15 Uhr diensttägliche Besprechung. Um 17.30 Uhr war ich dann aus dem Büro raus und absolvierte noch Kraft mit Rad Programm Stufe 4.

Bergfest. Noch eine Woche arbeiten bis zum Urlaub. Bissl viel Arbeit im Moment, aber so vergeht auch die Zeit schneller. Bis auf Wäsche waschen und den sonstigen Haushalt machte ich abends nicht mehr viel, sondern widmete mich mal wieder dem Studium und dem Fernseher.

Altweiber. Alle drehen durch. Ich bin ja bekennender Antikarnevalist. Da die Abteilung, in der ich Vertretung schiebe, heute super viel Arbeit für mich hatte, konnte ich den ganzen Trubel entfliehen. Meine Abteilung war schon ab 9.30 Uhr am feiern. Um 14 Uhr machte ich die Fliege, wollte noch schnell auf die Post, aber auch die feierten wohl und hatten schon zu und so nutzte ich die Zeit, um ein wenig zu radeln. Bei kühlen 0 Grad fuhr ich meine Special-Runde durch das bergische Land und hatte mal mitten in der Woche 82 Kilometer auf dem Tacho.

Wochenende - Fahrt in die Heimat. Bis 14 Uhr arbeiten, dann Auto am Bahnhof holen, 2 Mitfahrer einladen, in Hilden vorbei und mein Gepäck verstauen und dann ab auf die Autobahn. Für einen Freitag ging es eigentlich ganz gut vorwärts. Am Magdeburger Hauptbahnhof setzte ich die 1. Mitfahrerin ab und fuhr weiter nach Berlin. Da die 2. Mitfahrerin nicht genau wusste, wie sie nach Berlin reinkommt, überredete sie mich, ein wenig nach Berlin reinzufahren. War mir eigentlich nicht so recht, aber wer mich kennt, weiß ja, dass mir „nein" zu sagen, sehr schwer fällt. Letztendlich fuhr ich quer durch Berlin und ab Zoologischen Garten war ich dann alleine im Auto. Die Ampelschaltung in Berlin raubte mir dann aber den letzten Nerv. Gegen 22.30 Uhr war ich dann endlich angekommen. Ich weiß nicht wie viel Jahre es her ist, dass beide Kinder, also mein Bruder und ich gemeinsam bei meinen Eltern sind. Meine Eltern haben sich so gefreut, da sie vom Besuch meines Bruders nichts wussten, dass Papa es sich gleich im Kalender eintragen wollte.

Um 7.30 Uhr weckte ich meinen dicken und fuhr mit ihm durch die Stadt. Erst Sparkasse, dann Post, dann Geschäfte abklappern. Eigentlich wollte René Schuhe und ne Hose und ich nix besonders. Doch die vollen Tüten am Ende waren meine. Dann Mittagessen von Muttern. Nebenbei lief Olympia - Biathlon Frauen. Silber und Bronze. Morgens hatte Micha Greis ja schon Gold geholt. Einsame Spitze die Deutschen. Hätte ich nen Hut aufgehabt, hätte ich ihn gezogen. Nach dem Mittagsschlaf wollte ich eigentlich auf´s Rad, dann wurde es immer später, ich entschied mich dann für laufen, aber auch daraus wurde nix. Abends ging ich dann zu Freundin Jacqui zur Birthday Fete. 8 Mädels und ein Hahn im Korb. Den jungen Herrn kannte ich noch nicht, aber das änderte sich alsbald. Nach dem mal wieder genialen Abendessen a la Jacqui ging es nach DSDS ins Bowlingcenter. Da war ich ja auch schon lange nicht mehr und hatte die ersten 3 Durchgänge auch so meine Probleme. Dann in Durchgang Nr. 4 mein Strike. Von da an lief es für mich bestens und ich schob mich auf Rang 1 vor. Dies war auch nach Absolvieren von 10 Spielen der Fall und so hatte ich meinen 1. Saisonsieg in der Tasche. Wir spielten dann noch 3 Durchgänge weiter, aber die habe ich persönlich nicht mehr dazugezählt, weil ich sonst nur noch auf dem Bronze-Rang gelandet wäre. Gegen 1.30 Uhr verabschiedete ich mich, die anderen zogen noch weiter, aber ich hatte keinen Wohnungsschlüssel meiner Eltern mit und wollte sie nicht um 3 Uhr wecken, und fuhr heim.

Am nächsten Morgen um 8 Uhr aus den Federn, frühstücken und ab ins Sachsenland. Und je näher wir unserem Ziel kamen, um so weißer wurden die Straßen. Angekommen bei der Verwandtschaft erwartete mich schon klein Jann. Obwohl so klein ist er ja gar nicht mehr. Wird ja dieses Jahr schon Schulkind. Er empfing mich mit den Worten: Wollen wir catchen und Kissenschlacht machen? Also nix mit Ruhe. Bis zum Mittagessen wurde also getobt. Mit mir kann man es ja machen. Die blauen Flecken nach Besuchen sind ja schon Standard. Mittags hieß es für alle Mittagsschlaf. Gegen 14.30 Uhr zog ich mich dann um, setzte mich in den Mietwagen, den ich noch nach Bautzen bringen musste und fuhr anschließend eine kleine Runde. Aber wirklich nur ne kleine. Na geringer Zeit hatte ich Eisfüße. Schneegestöber, eisiger Wind, gefühlte minus 15 Grad, dass alles macht mir überhaupt nix mehr aus. Nur die kalten Füße und die super glatten Straßen und da es im Umkreis nur bergauf oder bergab geht, war gerade bergab die Fahrerei kein Kinderspiel. Wieder bei der Verwandtschaft angekommen, waren alle schon ausgeflogen. Mein Onkel feierte Geburtstag. Ich drückte mich also vor dem kalorienreichen Kuchen und fuhr erst zum Abendessen ins Nebendorf. Als die Big Party dann gegen 21.45 Uhr ihr Ende fand, da einige der Gäste, aber auch die Gastgeber nicht mehr 100%-ig zurechnungsfähig waren, verabschiedete ich mich auf meine nette Art und Weise und zwar mit dem Einseifen des Geburtstagskindes, mit dem gefallenen Neuschnee. Hab mal gelesen, so eine Kühlpackung macht 10 Jahre jünger. Als Betthupferl noch ne Portion Eis und dann schloß ich brav meine Rehäuglein.


Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Die Stadt der Liebe (13.02.-19.02.2006)

Eine Woche mit vielen, neuen Eindrücken, eine Woche mit wenig Training, aber umsomehr Arbeit und eine Woche voller Vorfreude.

Seit Montag muss ich mal wieder Urlaubsvertretung schieben, d. h. meine Arbeit plus die einer Kollegin meiner Ex-Abteilung. So hatte ich arbeitstechnisch alle Hände voll zu tun. Montagabend ging ich dann noch zum Friseur und ließ mir mal wieder ne andere Frisur machen. Zum rot hat sich jetzt noch blond gesellt.

Valentinstag. Ob an mich auch jemand denkt???? Joh. Der erste war mein Praktikant. Von ihm bekam ich ein Ü-Ei. Meinen Gruppenleiter habe ich gezwungen, mir was zu schenken. Er durfte sich nämlich nicht mal die Jacke ausziehen und die Tasche ablegen, da fragte ich ihn schon wie es denn mit meinem Valentinstagsgeschenk von ihm für mich aussieht. Aus dem Land, dessen Hauptstadt die Stadt der Liebe ist, bekam ich auch noch nen Gruss. Aber nicht alle waren heute gut drauf. In der City baute der Busfahrer der Linie nach Haan einen Unfall und hielt an der nächsten Station an und schaute bei dem beschädigten Auto nach dem rechten. Aufgebrachte Fahrgäste konnten das gar nicht verstehen, warum der Busfahrer sich um den Unfall mehr scherte als um sie. Einige von ihnen stiegen dann in denselbigen Bus, den ich nahm und griffen als erstes zum Telefon um ihren Angehörigen von dem unfassbaren Vorfall zu schildern. Tja und dass sie jetzt auch noch in einem völlig überfüllten Bus standen war der Oberhammer. Der Typ hat anscheinend immer einen Sitzplatz, sonst hätte er nicht bei 5 Leuten, die stehen mussten, schon gesagt, der Bus sei überfüllt. Ich kenne da ganz andere Situationen. Naja. Aber trotzdem ist ja die Rheinbahn nicht zum aushalten. So schrecklich, dass er zu dem Zuhörer am anderen Ende der Handyleitung meinte, dass er so sauer ist, dass er jetzt immer mit Auto fahren wird, egal wie teuer das ist. Wer hat, der hat. Meckernation Deutschland! Anschließend ging es für mich noch in die Muckibude Gewichte stemmen, in der Zeit lief dann auch noch ne Waschmaschine und die Nachricht, dass wir nun auch noch Taschen und Rucksäcke gesponsert bekommen, ließ den Tag angenehm ausklingen.

Mittwoch war ein Ausruhtag. Arbeit und dann Beine hoch. Eigentlich wollte ich auf die Rolle steigen, doch ich raffte mich nur noch auf, ein wenig in meine Studiumsunterlagen zu schauen.

Nachdem ich Donnerstag endlich meine Steuererklärung ausgedruckt hatte, schaffte ich sie auch sogleich zum Finanzamt. Dann zog ich mir Turnschuhe an und lief los. 50 Minuten durch Hilden. Nicht so super toll, aber im dunkeln durch den Wald, nee, dann bin selbst ich nen Schisser. Meinen Kühlschrank hab ich auch aufgefüllt und die Homepage des Teams mit Bildern des Teamtreffens geschmückt.

Grrrh. Heute wollte ich auch mal bissl zeitiger gehen, da ich ja meine Überstunden etwas abbauen soll. Doch vormittags war Abteilungsbesprechung und nachmittags musste ich wieder in der 12. Etage Vertretung schieben und diese Abteilung ist dafür bekannt, dass sie freitags immer die Woche retten. So kam ich erst 17 Uhr aus dem Büro. Für Training war ich heute zu müde und legte mich erst mal bis 19 Uhr auf´s Ohr. Dann wollte ich auf´s Ergometer steigen, doch ich sagte mir, warte noch ne halbe Stunde. Nach der halben Stunde sagte ich mir dies wieder und wieder nach der halben Stunde und wieder und wieder. Bis ich um 23 Uhr im Bett mich wiederfand.

Samstag 7.30 Uhr aufgestanden, gefrühstückt und jetzt aber. Ja ich habe es geschafft. Ich saß auf meinen Rad, nebenbei lief Kurklinik Rosenau und Onkel Doc ****grins**** und spulte zum 1. Mal in diesem Winter Programm Stufe 4 ab. Puuuuuh. Dann schnell duschen und Tasche packen. 12.45 Uhr klingelte es an der Tür. Peg war da und unser Trip gen Paris konnte starten. Wir fuhren nach Dortmund und pünktlich um 15.15 Uhr hoben wir ab. In Paris erwartete uns Regen, aber egal. Mit dem Taxi fuhren wir zum super tollen Hotel, legten unsere Sachen ab und setzten uns in die Metro Richtung Zentrum. An dem Abend schafften wir noch 3 Stunden Fußmarsch, sahen u. a. die Oper, den Place de Concorde und den Eifelturm bei Nacht. Herrlich. Das der Tag dann doch seine Spuren hinterlassen hatte, merkte ich dann in der Metrostation. Warum komme ich denn mit meinem Ticket nicht durch die Schranke. Nach 10 maligen probieren, fragte ich um Rat. Antwort: Das ist kein Ticket was sie da haben? Häääää? Okay 5 Minuten später habe ich verstanden, anstatt das Ticket habe ich die Quittung benutzt um durch diese Drehdinger zu kommen. Keine Ahnung wie die richtig heißen. Gott sei Dank lag mein Ticket aber noch im Automaten. Gegenüber des Hotels aßen wir noch Lasagne und Spaghetti aus der Gefriertruhe. Peg´s Lasagne war nämlich gefroren und gingen dann auf´s Zimmer. Dort schauten wir uns noch die Auswertung von DSDS an und schlossen gegen Mitternacht die Äuglein.

Kurz nach 9 Uhr waren wir wieder auf den Beinen. Erst in Supermarkt und zum Bäcker und dann Richtung Eifelturm, Ticket gekauft und hoch geklettert. Super toller Ausblick, wieder runter im strömenden Regen und weiter Richtung Triumphbogen. Da Peg und ich mal wieder das Risiko nicht scheuten, nahmen wir nicht die Unterführung zum Arc sondern die Straße. Hupende Autos aber heil angekommen. Nach der Fotosession waren Louvre, Notre Dame etc. auf unserem Sehenswürdigkeitsplan dran. Total durchgefroren ging es weiter durch diverse Gassen. Eine Straße nur mit Blumenläden, die nächste nur mit Fressläden und dann die Gasse der Gassen. Da stehen schon um 17 Uhr die Mädels mit ihrem kurzen Schwarzen. Wir haben uns natürlich da nicht lange aufgehalten und fuhren mit brennenden Füßen zurück zum Hotel. Um 19 Uhr waren wir hier schon angekommen, völlig abgekämpft und schauten nur noch ein wenig fern. Die 7 Stunden Fußmarsch trag ich mir in mein Trainingstagebuch ein. Auch ja und die Putze hat in der Zeit meiner Abwesenheit auch noch meine 10 stamps geklaut. Ob ich sie mir noch vorgeknöpft habe, lest ihr in der folgenden Ausgabe meiner Kolumne.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Spannung, Spiel und Schokolade (06.02.-12.02.2006)

So oder so ähnlich könnte man die vergangene Woche zusammenfassen. Doch ich will ein wenig ausführlicher berichten.

Montag begegnete ich im Büro meist kränkelnden Menschen. Na wenn das mal gut geht. Der eine Magen Darm, der andere ne Grippe. Doch deren Ehrgeiz ist ungebrochen und so schleppen die Jungs sich mit ihren Keimen in die Firma. Aber denkt denn dabei keiner an mich und meine Karriere??? Kurzerhand entschloss ich mich, meine Überstunden abzubauen und beantragte einen freien Tag. Trainingsmäßig war Regeneration a la Couch angesagt.

Nun hatte ich also einen freien Tag. Was damit anfangen? Na faulenzen. Ich fuhr aber noch zum Sponor „Hanseline" und holte unsere Putzmittel ab. Anschließend ging´s noch auf die Post und das war es dann auch schon für diesen Tag. Also wirklich ein richtiger Urlaubstag. Hat nur die Sonne und das Meer gefehlt.

Mittwoch dann wieder Geld verdienen. Die kränkelnden Kollegen waren wieder einigermaßen genesen und so stürzte ich mich voller Tatendrang ins Tagesgeschäft. Okay, ehrlich gesagt, muss ich mir wie schon seit geraumer Zeit immer wieder Motivation einreden. Keine Ahnung, aber im Moment ist der Wurm drin. Aber solch Phasen hat bestimmt mal jeder. Wird schon wieder. Die Faulheit in Sachen Training hat heute auch mal wieder gesiegt. Irgendwie ist der Wochenanfang nicht so mein Ding. Doch ich gelobe Besserung. Ehrlich.

Heute musste ich mal wieder was für meine Fitness tun. Auf den Kuchen meiner Kollegin verzichtete ich, da die Woche schon genug Kalorien in Form von Schokoladen u. ä. den Weg in meinen Bauch gefunden haben. Um 16 Uhr schaltete ich meinen PC aus und verabschiedete mich. Dann stand Fitnessbude auf dem Plan. Der Studioleiter empfang mich mit den Worten „faule Socke", da ich 1,5 Wochen nicht da war und dann machte ich mich an die Arbeit. Meine Oberarmmuskelatur wurde noch bewundert und mit einer Hand voll Lutscher verließ ich nach 2,5 Stunden das Gebäude. Jetzt noch ne schnell Wäsche waschen und dann ab in die Kiste.

Was ich mir schon am Montag vorgenommen hatte, schaffte ich dann Freitag endlich in die Tat umzusetzen. Ich ging nach der Arbeit unter den Toaster. Das hatte ich mir verdient. Mein Training habe ich ja heute schon um 6.30 Uhr auf dem Ergometer absolviert. Dann rauf auf die Autobahn und nach Laer. Dort Melli einladen und weiter nach Emsdetten zur Jahreshauptversammlung. Oh so viele neue Leute. Hier den einen veräppelt, dort den anderen Müll erzählt und dann sorgte ein etwa 80-jähriger bei mir für einen Abend voller Lachen. Er war der Älteste im Verein und hatte Sprüche drauf, die waren vom feinsten. Ich zitiere: „Was kostet ein Trikot? Vielleicht kann ich es im Garten anziehen." oder „Super diese Diashow hier. Diese atemberaubende Technik von heute." So trocken, einfach genial. Gegen 22.30 Uhr wurde die Versammlung beendet und nach einem kurzen Stopp beim goldenen M fuhren Melli und ich nach Hilden. 0.30 Uhr lagen wir dann endlich im Bett, obwohl wir zunächst etwas zögerten. Wir waren uns nicht sicher, ob vielleicht im Chat nicht der ein oder andere Mann auf uns wartete.

8.00 Uhr aufstehen, frühstücken, Auto packen und einmal quer durch Hilden. Teamtrainingswochenende war angesagt. Nachdem alle Teilnehmer eingetroffen waren, bezogen wir im Hotel unsere Zimmer und starteten zur 1. Trainingseinheit. Special guests waren 2 Fahrer des Team ME, u. a. mit unserem großen Fan Karsten. 2,5 Stunden ging es immer entlang des Rheins, zeitweise mit Schnee. Nachdem die Schnaktruppe wieder am Forstbacher Hof eingetroffen war, ging es unter die warme Dusche, nebenbei wurde die 1. Goldmedaille von Micha Greis im Biathlon bei Olympia bewundert, und dann gings weiter zu Tagespunkt Nr. 2. Alle rein ins Auto und ab nach Haan-Gruiten zur Wellnessoase „Birkensauna". Der Chef hatte uns zu einem Relaxnachmittag eingeladen und so genossen wir die verschiedenen Saunen, die Dampfbäder, den Whirlpool und die Männer. Wobei bei einigen Männern das ganze Gegenteil von Genuss eher zutraf. Aber nicht jeder kann unseren Wünschen entsprechen und wir waren vielleicht auch nicht für jeden ein Genuss. Nach den Planschstunden holten wir gegen 18 Uhr unseren Betreuer Oliver ab, erfuhren von der spannenden Entscheidung in der nordischen Kombination und der damit verbundenen 2. Goldmedaille für Deutschland und watschelten in die mittlerweile weit über Hilden hinaus bekannte Pizzeria „Da Pino". Ich hatte an dem Abend so einen Brand, dass ich 1,2 Liter Apfelsaftschorle schaffte und meine Augen danach immer noch gierig auf Karin´s Cola schielten. Doch ich rieß mich zusammen. Pünktlich zu DSDS waren wir zurück. Die einen schwärmten für Nevio, die anderen für Mike Leon und irgendwann schlossen wir unsere Äuglein.

Nach dem Frühstück gings um 10.00 Uhr ins bergische Land. Bergrauf, bergrunter. Doch was ist das? Der Jungspund attackiert mich in Leisiefen. Und ich dachte ich bin fit????? Grrrh. Nee. Mal im Ernst. Find ich toll. Das wird ein gutes Jahr für uns. Rechts und links auf den Feldern noch super viel Schnee, radelten wir durch die Landschaft. Nach 3,5 Stunden war die Einheit beendet. Dann noch bissl Olympia geschaut und zum Abschluss nen Café, gesponsert von Chef und Freund Jürgen, genossen. 16 Uhr dann die große Verabschiedung. Ich hab dann noch Melli zum Bahnhof in Solingen chauffiert, die am Fahrkartenautomaten die Nerven verlor, weil nicht alles gleich gelang, doch meine beruhigenden Worte, bewahrten Melli vor einem Zusammenbruch. In der Lodenheide angekommen, machte ich nicht etwa Pause, sondern machte die Wäsche, den Abwasch, aß ne Kleinigkeit und schrieb die Presseberichte für die Teamseite, die regionale Presse und die wenigen Zeilen dieser Kolumne.

Die nächsten Wochen werden keinesfalls ruhig werden. Der Terminkalender ist voll bis oben hin. Also seid gespannt.


Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Alles wird gut (30.01.-05.02.2006)

Die nächste Kolumne ist fällig und es gibt viel zu erzählen.

Arbeitsmäßig musste ich mich auch diese Woche tierisch zusammenreißen. Ich hatte nicht wirklich Lust vollen Einsatz zu zeigen.

Anders als die anderen Wochen wollte ich zum Wochenanfang ins Fitnesscenter, da ich Dienstag anderweitig verplant hatte. Doch daraus wurde nix. Ich machte einen auf faul und das sollte sich noch auf andere Tage hinausdehnen.

Dienstag dann der regelmäßige Talkrundentag im Büro und anschließend fuhren Lucie, Roland, Hasan und ich zu Stefanie. Stefanie hatte gekocht, ach nein es war ihr Freund Markus. Er erwies uns aber leider nicht die Ehre und machte sich aus dem Staub. Dafür kam noch Kollege Dirk, nen echter Ost-Berliner. Die Lasagne war super lecker, der Salat dito und der Rotwein schmeckte hervorragend. Roland fand das wohl nicht so und statt das Glas zum Munde zu führen, goß er es sich auf die Hose. War aber für uns Mädels toll, so konnten wir den jungen Herrn in Boxershort bewundern. Als Nachtisch gabs noch lecker Eis, welches mir nach 2 Portionen aber weggenommen wurde. Gegen 22.15 Uhr nahm ich den angeheiterten Hasan und fuhr erst ihn nach Hause und dann mich selbst.

Heute sollte es eine entscheidene Wende in Sachen - kein Sponsor für unser Frauenteam geben. Für mich wieder Beweis: Kämpfen bis zum bitteren Ende. Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren. Und ich bzw. unser Team hat gewonnen. Optimistin Lilli hat es geschafft. Eigentlich müsste ich durch diese Nachricht noch motivierter sein, als schon zuvor. Doch auch heute machte ich noch mal trainingsfrei. Getreu dem Motto: Regeneration ist genauso wichtig wie Training. * hi, hi *

Und so ging es am Donnerstag weiter. An diesem Tage wurde alles noch mal in Sachen Sponsoring klargezogen, die letzten Vorbereitungen für das Trainingswochenende des Teams am 11./12.02.2006 getroffen und bevor ich die Äuglein schloß, machte ich noch etwas für mein Sportmanagementstudium.

Der letzte Arbeitstag in dieser Woche. Irgendwie hatte ich heute meine Phase. Mein Praktikant aus Kasachstan ist aus dem Lachen nicht mehr herausgekommen. Mein Gruppenleiter fiel die gute Stimmung in unserem Büro ebenfalls auf. Ich erklärte dann, dass ich schon weiß, dass manchmal paar Schrauben bei mir locker sind oder mein Gehirn nicht richtig durchblutet wird, aber dazu stehe ich auch. Huch. Da hab ich doch vergessen zu erwähnen, dass ich morgens mal wieder um 6.30 Uhr auf dem Rad gesessen habe und die Rolle zum glühen gebracht habe. Abends hatte ich noch ne Verabredung mit Rudolfo alias Rudolf Scharping. Nach knapp 2 Stunden für 75 Kilometer erreichte ich dann auch Dortmund, boa Auto fahren am Freitag Nachmittag im Ruhrgebiet ist der echte Horror. Mittlerweile ist es dunkel geworden und auf dem 3-spurigen Westfalendamm konnte ich nicht erkennen, wann ich nun rechts abbiegen musste. Bissl genervt von den Autofahrern und dann auch noch der einsetzende Schnee, fand ich na klar die Veranstaltung nicht und fuhr halt Richtung Hilden weiter. Wär ja eh schon zu spät gewesen und auffallen wollte ich ja auch nicht.

Wochenende. Die Wettervorhersagen waren ja nicht so dolle. Erst bastelte ich also mal an der neuen Teamseite und das ganze 4 Stunden lang. Kurz nach 12 Uhr schaffte ich es dann auf meinen Hobel. Nasse Straßen, Nebel, dunkle Wolken. Och nee. Aber egal. Los geht's. Ich hatte mich für die Rheinrunde über Düsseldorf, Dormagen, Köln, Leverkusen, Langenfeld, Leichlingen etc. entschieden. Nach 92 Kilometer und ein bissl mehr als 3 Stunden war ich wieder zu Hause, nein in Hilden. Zu Hause, da wär ich ja bis Cottbus gefahren. *grins* Die dreckige Wäsche kam in die Waschmaschine und nach dem Duschen gings noch in Aldi. Mit voller Tasche kam ich wieder und schwups. Meine Schuhe waren so nass und rutschig geworden, dass ich auf dem Hintern die Treppe zur Wohnung nahm. Meine Nachbarin wurde durch den Knall gleich aufmerksam, erkundigte sich nach meinem Befinden, doch alles halb so schlimm. Nix passiert. Tollpatsch Lilli hatte nur mal wieder Einsatz. Der Samstag wurde wie beschlossen??? Genau. Mit DSDS und 40 Seiten Studium Durcharbeitung. Die 14 Millionen im Lotto habe ich leider nicht gewonnen, nur 2,50 Euro im Spiel 77.

Am Sonntag wollte ich eigentlich mit einer Gruppe trainieren. Entweder 10 Uhr in Düsseldorf-Oberkassel oder 11 Uhr Hilden bei MCD. Doch da es draußen schneite, wusste ich nicht, ob von den Jungs jemand fährt und bevor ich bis 11 Uhr warte und dann umsonst, fahr ich lieber schon früher los. Die Tour ging nach Düsseldorf, weiter nach Meerbusch, Krefeld, Kempen, Willich, Kaarst, Meerbusch, Düsseldorf zurück nach Hilden. Unterwegs hatte ich wie schon erwähnt Schneefall, dazu gesellte sich stellenweise Regen und Hagel. Doch diesen Winter geht mir das alles am A.... vorbei. Nach 115 Kilometer war ich wieder am Ausgangspunkt, packte meine leicht verschmutzte Wäsche in den das dafür vorgesehene Saubermachgerät, kochte mir paar Nudeln und reparierte anschließend meinen Kleiderschrank. Ja so was kann ich auch. Dabei überlegte ich, ob ich vielleicht schon mal anfange meine Tasche für´s Trainingslager auf Mallorca zu packen. Doch wenn das jemand mitbekommt, zeigt der mir nen Vogel. Also ließ ich es bleiben. Jetzt lieg ich auf der Couch, tippe diese Zeilen und werde mir gleich noch nen Plan aushecken, wie ich nächstes Wochenende meine Mädels grau fahre. *abfeier*


Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Alzheimer (23.01.-29.01.2006)

Ich glaube ich werde langsam alt. Ich weiß so gut wie nichts mehr, was diese Woche so alles passiert ist. Ich weiß nur, dass ich überhaupt keine Lust auf Arbeit hatte. Da ist bei mir irgendwie der Wurm im Moment drin. Ich werde mir also jeden Abend jetzt ein paar Stichpunkte machen, nicht das ich euch etwas vorenthalte.

Montag fing ich erst kurz nach 9 Uhr an. Trainiert habe ich wie jeden Montag nicht. Gab es noch was an dem Tag??? Ich weiß es nicht. * schnief *

Seit Dienstag habe ich einen neuen Freund. Sein Name ist Marc. Ich habe ihn noch nie gesehen, nur 2 Mal am Telefon gehabt und schon war es um mich geschehen. Wir werden noch viel Freude miteinander haben. Er ist von der Auftraggeberseite und „knobelt" ständig über meinen Arbeiten. * Insider * Um 17.15 Uhr nach unser wöchentlichen Dienstag-Besprechung verließ ich mit 4 Herren meiner Abteilung das RWI Gebäude, oh nein ich habe in der Zeitung gelesen, dass heißt jetzt RWI4 Gebäude (wegen der 4 Türme) und fuhr gen City, um dann in den Bus Richtung Hilden umzusteigen. Auf dem Trainingsplan stand heute Muckibude. Aber ich tat mich bissl schwer. Doch als von Kollege Roland die sms kam, viel Spaß beim Training, raffte ich mich doch noch auf. Da ich so spät mit dem Training angefangen habe, war ich auch fast die Letzte im Fitness-Treff. Micha, der Besitzer hat heute mal meinen Oberschenkel vermessen und war total enttäuscht, dass mein Umfang größer war als seiner. Aber seine Wade ist 3 cm dicker!!! Gegen 22 Uhr war ich dann wieder in der Lodenheide.

Heute hoffte ich auf eine gute Nachricht aus Richtung Geschäftsführung zwecks Sponsoring. Doch leider kam alles anders. Durch die Umstrukturierungen haben sie sich entschlossen in diesem Jahr unser Team nicht zu unterstützen. Shit. Warum weiß eigentlich keiner, wie wertvoll ein Sponsoring bei dem lustigsten Radrennteam ist? Nicht für uns, für den Sponsor na klar! Irgendwie bekam ich diesen Arbeitstag auch rum und fuhr nach der Arbeit noch bei Rosso Sport vorbei. Soviel schöne Dinge. * träum * Abend gab es Pizza und mit Sport treiben machte ich heute mal Pause. Mit meiner Mama habe ich mal wieder länger telefoniert, weil sie sich schon beschwert hat, dass ich mich so rar mache.

Donnerstag mal wieder ne Besprechung. Ich glaube so lange war ich auch nicht in der Firma. Kraft mit Rad, Stufe 3 wurde anschließend gnadenlos durchgezogen. Ich bin so fit, ich schwitz kaum noch dabei. * War ein Scherz *

Gott sei Dank Freitag. Gut dass ich geduldig bin. Morgens kommen um 6.56 Uhr eigentlich immer 2 Busse, die nach Düsseldorf fahren. Ich fahre immer, aber auch wirklich immer mit dem 1. Bus mit. Doch diesmal war er so voll, dass ich mich entschloss den 2. zu nehmen. Das wollten auch ca. 5 oder 6 andere Menschen. Doch der 2. Bus kam heute nicht. Supi. Also 20 Minuten warten bis der reguläre nächste Bus kam. 15.15 Uhr machte ich die Fliege, fuhr auf die Post und gab 2 ebay Päckchen auf und kurvte dann wieder mal in die Muckibude.

Nach 11 Stunden Schlaf wachte ich Samstagmorgen auf. Draußen war es ziemlich kalt und so verschob ich meinen Trainingsstart nach hinten. Ich machte zunächst etwas für´s Studium und fuhr gegen 12 Uhr los. Meine Tour führte mich ins bergische Land, wo ich merkte, dass meine Kraft schon gut ausgebildet ist. Die Anstiege machten richtig Spaß. Nach 3 Stunden kehrte ich wieder in warme Gefilde ein und erledigte nach einer kleinen Pause den Wocheneinkauf. Und was geschah dann noch? Ich wartete vergebens auf DSDS. Aber es kam kein DSDS. Okay, dann schaue ich halt „Wetten dass ...". Hach dieser James Blunt. * seufz *

Der Wecker klingelte pünktlich um 6.45 Uhr. Ich wollte 40 min joggen und anschließend auf die Rolle steigen und Kraft mit Rad abspulen. Doch es war bitterkalt draußen. Also wieder kehrt. Man was bin ich für ein Weichei geworden. Früher im Osten bin ich bei minus 10 Grad noch draußen Rad gefahren, wo gefühlte minus 20 Grad waren, nahm erfrorene Ohren in Kauf und nun? Nun streube ich mich schon bei minus 6 Grad zu laufen. Also nur Rolle. Doch als ich draufsaß auf dem Hobel, stieg ich wieder ab. Irgendwie nicht die richtige Uhrzeit zum Training an einem Sonntag ging mir durch den Kopf. So fuhr ich gegen 9.15 Uhr erst mal zur Jugend Jahreshauptversammlung nach Duisburg. Diesmal ging relativ alles flott, ich wurde für weitere 2 Jahre als Mädelwartin gewählt, ging mit den Herren und Damen um 12.30 Uhr zu Tisch und verschwand dann richtig Hilden. Was nun? Straßentraining? Rolle? Laufen? Ich entschied mich für 35 min Laufen mit anschließendem Kraft mit Rad. Dann noch bissl Studium und die letzte Januarwoche 2006 ist geschafft.


Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Sieg bei Köln-Schuld-Frechen (16.01.-22.01.2006)

Die Wahrscheinlichkeit, dass dies zutrifft, wird immer größer. Wat will die denn? Wat glaubt die denn, wer sie ist? Na ich überlege mir gerade meine sportlichen Ziele für dieses Jahr und damit ich auch bei diesem useligen Wetter den Weg auf mein Radl finde, rede ich mir dies jetzt als Ziel ein.

Die Woche begann ruhig. Montag ein normaler Arbeitstag, dann Sonnenbank und anschließend fuhr mir der Bus vor der Nase weg. Naja hatte ja nix mehr vor. Abends bissl Haushalt (Wäsche waschen, saugen, etc.), hab ja leider kein Geld für ne Putze. Dann noch etwas TV geschaut und der Montag war Geschichte.

Puh meistens sagt man ja der Montag ist der anstrengendste Tag. Aber bei mir ist das der Dienstag - in beruflicher Hinsicht. Immer diese Besprechung am Nachmittag. 17.30 Uhr verließ ich das Büro, fuhr nach Hilden, packte meine Tasche und fuhr in die Muckibude. 2 Stunden Gewichte stemmen, ich steigerte mich noch mal zur Vorwoche und gegen 21.30 Uhr war ich fertig.

Der Mittwoch wurde ein Quältag für mich. Vormittags Abteilungsbesprechung. 2,5 Stunden. Meine Augen wackelten, zuckten, schlossen sich, öffneten sich, schlossen sich und öffneten sich wieder. Als ich den Arbeitstag endlich hinter mir hatte und in Hilden ankam, fiel ich in mein Kuschelbett und schlief fest bis zum nächsten Morgen.

Da ich ja mein Mittwochstraining regelrecht verpennt habe, holte ich dies Donnerstagmorgen nach. 6.30 Uhr saß ich auf dem Ergometer und strampelte los. Dann fuhr ich mit der 782 nach Düsseldorf, weiter mit der 709 zur Bilker Kirche, stieg aus, ging paar Meter nach rechts, ins RWI Gebäude, stieg in den Fahrstuhl und fuhr in den 6. Stock. Da war ich wieder. Angelangt bei meinem Brötchengeber. Hier blieb ich bis 17 Uhr und dann? Ja dann war noch mal Fitnesscenter angesagt. Die 2. Einheit an diesem Tag. Danach war ich aber zugeben total platt.

Freitag fühlte ich mich dann auch nicht richtig gut. Kopfweh, leichte Gliederschmerzen. Vielleicht doch etwas zuviel des Guten??? Ich läutete um 15 Uhr das Wochenende ein und versuchte an diesem Tag mit Couch sitzen ein wenig aufzutanken.

Denn Samstag ging es schon wieder in die Vollen. Dicke Wolken am Himmel, wehende Fahnen, alles das konnte mich aber nicht vom Sporteln abhalten. Rauf auf´s Rad und los. Da mal ein Regenguss, da mal der Wind von vorne, doch weiter geht's. Warum? Na wegen Köln-Schuld-Frechen. J Mein HAC zeigte am Ende stolze 125 Kilometer. Ein Gang zum Supermarkt am Nachmittag und dann das ungeduldige Warten auf „DSDS". Stefan hat ja leider aufgegeben.

Sonntag war wieder zeitiges Rauskriechen aus dem warmen Bett angesagt. Um 9:00 Uhr gings mit dem Training los. Nur 3 Stunden hatte ich Zeit, da ich anschließend noch einen Termin in Emsdetten hatte. 85 Kilometer, ne warme Dusche, nen Happen gegessen und los. Winterwanderung im Münsterland. Nach über 1 Stunde Fußmarsch erreichten wir das Bootshaus des örtlichen Kanuclubs und stärkten uns bei Kaffee und Kuchen. Gegen 18.30 Uhr, nachdem ich meine neuen Vereinskollegen kennengelernt hatte und mit Melli wieder jede Menge Blödsinn gemacht habe, gab es noch lecker Suppe. Gegen 19 Uhr trat ich voller Spannung auf die kommende Woche die Heimreise an.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Puh - Kalt in Deutschland (09.01.-15.01.2006)

Nach dem Wochenende hatte ich mir einen freien Tag verdient. Leicht verschnupft saß ich meine Zeit im Büro ab (mein gebackener Kuchen schmeckte besser als er aussah) und kurvte nach Feierabend noch durch die Radgeschäfte. Das neue Cube GTC Litening hat es mir angetan. Aber warum müssen Räder immer so ein Vermögen kosten? Will mir das Rad denn niemand schenken? Scheinbar nicht. Zum Abend gab es lecker Pizza und so war der Wochenanfang geschafft.

Am Dienstag war wieder langer Bürotag. Der Auftraggeber gab sich wieder die Ehre und so war ich erst gegen 19 Uhr zu Hause. Normal wäre ich jetzt noch ins Fitnesscenter geradelt, doch irgendwie siegte meine Müdigkeit. So machte ich einen 2. Ruhetag. Ja schlechtes Gewissen war ja da, aber was soll ich tun? Doch was richtig genial war, war die Note meiner 5. Hausarbeit für mein Sportmanagementstudium. 1 +. Wär hätte das gedacht, gerade bei dieser Hausarbeit. Doch der Wille und Ehrgeiz Erfolg zu haben, ist nun mal enorm ausgeprägt bei mir. Manchmal!!!

6.15 Uhr klingelte der Wecker. Normale Zeit zum aufstehen, waschen und ab zum Bus Richtung Düsseldorf. Doch heute nicht. Ich zog mir ne Hose an, schaltete den TV ein und radelte los. Rollenprogramm Stufe 3 und das um 6.45 Uhr. Nebenher lief „Unter uns" und „GZSZ". Als ich um 9.30 Uhr im Büro eintraf, fiel meinem Gruppenleiter ein Stein vom Herzen. Er hatte wohl gedacht, ich komm heut nicht mehr. Dabei habe ich doch Gleitzeit bis 10:00 Uhr.

Donnerstag, ich trau es mir kaum zu sagen, machte ich nix in Sachen Training. In der Firma hatten wir am Nachmittag noch Neujahrsempfang, aber ansonsten war es ein eher ereignissloser Tag. Tja auch solche gibt es im Leben.

Zum Wochenende noch ein neues Auto. War das ein aufregender Tag. Im Internet druckte ich mir die Fahrt nach Mönchengladbach, Monschauer Straße aus. Erst ging es mit dem Bus von Hilden, Zum großen Holz nach Erkrath, Millrather Weg. Soweit so gut. Hier sollte ich dann in den Bus 06 umsteigen, der mich zum S-Bahnhof in Erkrath chauffierte. Und schon das 1. Problem. Warum steht an der Haltestelle nicht dran, dass der Bus über S-Bahnhof Erkrath fährt. Des Rätsels Lösung: Ich stand auf der falschen Seite. Der Bus fuhr gegenüber ab und da war er auch schon. Ein Spurt hinüber, kurze Nachfrage beim Busfahrer und rein ins Getümmel. Oje, alles Schüler. Der Lärmpegel stieg. Aber ich war ja auch mal jung. Am S-Bahnhof angekommen, ging es weiter mit der S 8 bis Mönchengladbach HBF. Na toll, die S-Bahn fuhr auch über Düsseldorf, Völklinger Straße. Das wäre doch viel einfacher für mich gewesen. Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Am Hauptbahnhof Mönchengladbach fand ich auch gleich den richtigen Bus zur Monschauer Straße. Doch welche Station muss ich aussteigen? Kein Bus, der die Haltestelle ansagt. Also schaute ich auf die Uhr. 13 Minuten sollte die Fahrt betragen. Doch nach 13 Minuten gab es keine Haltestelle Monschauer Straße. Aber, was sehen meine Augen da? Ein Mann mit der gleichen Anfahrtsbeschreibung wie ich. Daran halte ich mich jetzt. Okay an der richtigen Station stieg er aus, aber lief er jetzt nicht in die falsche Richtung??? Joh, lief er, also kehrt und in die andere Richtung. Irgendwann erreichten wir das gesuchte Autohaus. Leider waren wir die letzten von 7 Leutchen, die ein Auto bekommen sollten und so mussten wir ein wenig Geduld haben. Endlich konnte ich meinen Ford Fiesta in Empfang nehmen. Da es aber ziemlich kalt war, waren die Scheiben gefroren und ich hatte keinen Eiskratzer. Doch ich hatte ein Firmenticket und so wurde dieses zum Eiskratzen eingesetzt. Pssst. Dann ging es los. Hmmh, warum ruckelt das Auto so??? Weil kein Sprit drin war! Wie der Zufall es so wollte, war gegenüber gleich eine Tankstelle. Kurz vor 11:00 Uhr war ich dann endlich im Büro. Um 15:00 Uhr gingen die meisten und ich musste noch arbeiten. * schnief * Um 17:00 Uhr wurde auch für mich das Wochenende eingeläutet und ich trat die Heimreise an. Zunächst stand ein Großeinkauf bei Aldi an und dann raffte ich mich noch auf und fuhr ins Fitnesscenter.

Samstag morgen gings wieder ins Freie. 10:00 Uhr Abfahrt. Entlang an der Wupper fuhr ich über Leisiefen, Witzhelden, Dabringhausen, Leverkusen und Leichlingen zurück nach Hilden. Im bergischen lag noch Schnee. Wie aufregend. In Dabringhausen wurde mir gezeigt, dass es Radler gibt, die schneller fahren als ich. Mit einem Spurt an mir vorbei, um dann mehrere Kilometer mit 150 Meter Vorsprung vor mir rumzutingeln. Wer´s braucht. Entgegen kamen mir ca. 20 Fahrradfreunde. 5 Grad zeigte das Thermometer und für manch einen Pedaleur das Zeichen auf Mütze und Helm zu verzichten. Wer´s braucht. Dann 200 Meter dahinter der nächste Radler, wieder 300 Meter dahinter der nächste und so weiter. Warum fahren die nicht in einer Gruppe? Ich wäre froh. Wer´s braucht. Ich hatte am Ende 95 Kilometer auf dem Tacho, gönnte mir anschließend lecker Nudeln, fuhr dann noch in Baumarkt, fand aber nix tolles und zog mir dann die tollen Biathlon Wettbewerbe im TV rein. Eine faszinierende Sportart. Wenn ich nicht Radfahrerin wär, dann bestimmt Biathletin. Kann zwar nicht Ski laufen und Schießen aber egal. Dann folgte noch DSDS * grauenhaft dieser Stefan * und gegen 23 Uhr ging ich in die Kiste.

Denn, Sonntag stand Training mit Peg an. Ich wollte mich ja erst um 11 Uhr an der Leverkusener Brücke mit ihr treffen, aber Peg erwartete am Nachmittag noch Besuch, also einigten wir uns auf 10 Uhr. Und wer war 10 Uhr nicht da???? Peg!!! Ihre Ausrede: Mein Schutzblech ist abgebrochen und ich habe keine Imbusschlüssel gefunden, um den Rest abzuschrauben. Ist okay Peg. Mit einer halben Stunde Verspätung ging es dann los. Man war das kalt. Gestern noch bei 5 bis 7 Grad trainiert und heute wollte die Temperatur nur auf maximal 0 Grad steigen. Egal. Wir fuhren über Dormagen, Düsseldorf, Monheim wieder zur Leverkusener Brücke, ich verabschiedete mich und kam nach 125 Kilometern zufrieden in Hilden an. Ein heißes Bad erwärmte meinen Körper, ein heißer Tee dazu und schon war ich wieder fit. Nun ging es zu Kollege und Kumpel Jochen, meinen alten Läppi abholen, der mir von den darauf befindlichen Dateien ne DVD brannte. Ne Stunde gequatscht und dann wieder heime. Jetzt kann ich endlich wieder an meiner HP basteln und ihr könnt meine Kolumnen lesen. Den Sonntag Abend werde ich meine Nase noch in meine Studiumsunterlagen stecken und dann die Woche so langsam ausklingen lassen.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli
Motiviert bis in die Haarspitzen (02.01.-08.01.2006)

Wie angekündigt werde ich wieder meine wöchentliche Kolumne zum Leben bringen.
Also werde ich nicht lange um den heißen Brei reden und fange mal an.

Neues Jahr - neues Glück. Wer mich kennt, weiß dass ich Optimist(in) bin und auch nach Tiefschlägen, irgendwann wieder meine Lebensfreude siegt.

Den 1. und 2. Januar verbrachte ich weitestgehend ruhig. Auch trainingsmäßig machte ich noch einen auf locker. Doch dann gings los. Dienstag radelte ich nach der Arbeit ins örtliche Fitnesstudio. Ja mit Rad, denn mein altes Auto hat mir Muchamed (ob er wirklich so heißt - hmmm?) abgekauft und nach Weißrussland oder Sibirien verschifft. Das neue 4-rädrige Gefährt kommt dann demnächst. Im Fitnesscenter angekommen, machte ich mich sogleich an die Arbeit. Warmfahren, warmdehnen und ab an die 12 Stationen. Bauch und Rücken waren wieder Quälerei, aber Gewichte stemmen kein Hit.

Mittwoch hatte ich dann etwas Halsweh und pausierte. Ja, ja da trainiert sie einen Tag und macht schon wieder Pause. Ist ja gut. Donnerstag gings ja weiter.

Nämlich schon vor der Arbeit. Um 7:00 Uhr begrüßte ich meine Tacx-Rolle und absolvierte mein Rollenprogramm. Dann ging es Richtung Firma und dort ruhte ich mich dann ein wenig aus *nee Quark, bin immer fleißig* Nachmittags bzw. abends hatte ich dann trainingsfrei und konnte mich mal wieder meinem Sportmanagementstudium widmen *im März ist Abschlussprüfung muuuah*

Freitag machte ich, nein keine Pause, Freitag ging ich wieder in die Muckibude. Von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr zeigte ich den Jungs, wie stark ich bin. Später versuchte ich meinen neuen Laptop in Gang zu setzen *ich weiß der hat keine Beine, aber mein Mailprogramm will nicht so wie ich es will*, schaffte es dennoch nicht.

Das Wochenende war heran, 10:05 Uhr nachdem ich meinen neuen Helm eingestellt hatte, schwang ich mich auf meinen Hobel und radelte über Düsseldorf auf die andere Rheinseite, durch Dormagen, Köln, Leverkusen, Leichlingen knapp über 3 Stunden und hatte am Ende stattliche 90 Kilometer zurückgelegt. Nach einer kurzen Ruhephase watschelte ich noch in den Supermarkt. Ich hatte nämlich am Wochenende noch einen Kuchen für meinen Gruppenleiter zu backen.

Der Sonntag begann dann schon sehr früh. 7:30 Uhr aufstehen, frühstücken und los gings. Wieder na klar mit meinem Radl. Ich fuhr nach Düsseldorf-Oberkassel, wo Sonntagmorgens eine Gruppe um 10:00 Uhr mit Sven Teutenberg als „Führer" sich traf. Wir wurden immer mehr und fuhren in einer ca. 18 Mann (davon 1 Frau *hi, hi*) durch die Lande. Irgendwo bei Mönchengladbach, Grevenbroich etc. kurvten wir rum. Jedenfalls war ich dort noch nie mit meinem Drahtesel. Als Zugabe ging es dann noch die Allrather Höhe hinauf, wo ich staunte, wie leicht doch ein Anstieg zu bewältigen ist, wenn man 4 bis 5 kg weniger hat. Hat richtig Spaß gemacht. Wieder in Düsseldorf zurück, verabschiedeten ich meine Begleiter, holte beim Bäcker noch ne Kleinigkeit zu essen und fuhr nach Hilden. Am Ende stolze 137 Kilometer. Puh war ich kaputt. Ich fand mich selbst zum Nudeln essen zu schwach. Nach einer Stunde Mittagspause machte ich mich an die Arbeit zum Kuchen backen und wusch nebenbei Wäsche. Papageienkuchen sollte es werden. Genau sollte es werden. Irgendwie ging er nicht hoch *mensch der Teig!!!* Die Schoki drüber wollte auch nicht so recht, naja was soll es. Nach dem großen Abwasch gab es zum Abendbrot Fondue. Mmmh. Lecker und nach einem sehr angenehmen Wochenende ging ich mit einer Erkältung die nun langsam aber sicher ausbricht in die Kiste.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli

Last Minute Ibiza